Fußball-Kreisliga A SV Dreye pendelt sich auf hohem Niveau ein

Dreye. Der SV Dreye widerlegt aktuell die alte Weisheit, wonach die zweite Saison nach dem Aufstieg die schwerere sein soll. Überraschten die Dreyer in der Fußball-Kreisliga A zuletzt mit einem beachtlichen fünften Tabellenplatz, so sind sie nun ebenfalls als Fünfter in die Winterpause gegangen.
25.02.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Henning Reinke

Dreye. Der SV Dreye hat die alte Weisheit widerlegt, wonach die zweite Saison nach dem Aufstieg die schwerere sein soll. Überraschten die Dreyer - in der vorletzten Saison als zweite Garnitur via Relegation in die Fußball-Kreisliga A aufgestiegen - zuletzt mit einem beachtlichen fünften Tabellenplatz, so sind sie nun ebenfalls als Fünfter in die Winterpause gegangen. "Wir stagnieren auf hohem Niveau", scherzt Trainer Denny Jürgenlohmann. "Aber das muss ja nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten."

Dass seine Mannschaft nahtlos an die guten Leistungen der Vorsaison anknüpfte, hat die Erwartungen des Coaches übertroffen. "Platz sieben war unsere bisher schlechteste Platzierung. Dass zeigt doch, dass wir auf einem guten Weg sind, uns in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren. Diesen Weg hatte ich mir eigentlich schwerer vorgestellt", gesteht der 25-Jährige.

Einen guten Griff taten die Dreyer auch mit ihren Neuzugängen - so mit den Sudweyhern Malte Erlebach und Christian Otto sowie dem vom SV Baden zugewanderten Artur Brommer. "Der spielt im linken Mittelfeld und hat schon zehn Tore erzielt. Bei unseren insgesamt 35 Treffern will das was heißen", lobt Jürgenlohmann.

In der Winterpause haben die Dreyer personell noch einmal nachgelegt. "Mischa Piepke rückt aus unserer zweiten Mannschaft auf, dazu wechselt Mike Lehmkuhl vom TSV Melchiorshausen zu uns", verrät der SV-Coach.

Luxusproblem in der Offensive

Damit haben die Dreyer nun zwei Offensive mehr. "In diesem Bereich waren wir ohnehin schon gut besetzt, jetzt zeichnet sich ein Luxusproblem ab", so Jürgenlohmann. Denn mit Louis Kelkenberg und Kevin Weerts haben die Dreyer noch zwei torgefährliche offensive Mittelfeldspieler in ihren Reihen. Und auf der Sechser-Position hat sich Malte Erlebach als dreifacher Torschütze hervorgetan. "Da fällt es kaum ins Gewicht, dass wir keinen echten Torjäger haben. Und ich denke, dass ist sogar ein Vorteil, weil wir dadurch schwerer auszurechnen sind. Unser Spiel ist nicht auf auf einen einzelnen Akteur zugeschnitten, und das ist auch gut so", findet Jürgenlohmann.

Die Dreyer, die noch drei Partien nachzuholen haben, mussten bei ihren bisher fünf Niederlagen zwei ganz bittere Pillen schlucken. "Wir haben viel Pech gehabt, weil wir durch einen Elfmeter in letzter Minute mit 2:3 gegen Drentwede das Nachsehen hatten, und weil wir durch zwei Tore in den letzten Minuten mit 2:3 beim SV Heiligenfelde unterlagen. Aber diese ärgerlichen Niederlagen will ich nicht überbewerten, dafür haben wir auch einige Spiele glücklich gewonnen", relativiert Jürgenlohmann.

Ein Höhepunkt in der Reihe der bislang acht gewonnenen Duelle war zweifelsfrei das 5:2 über den Tabellenführer FC Sulingen II. "Das war eines der Spiele, in denen die Mannschaft gezeigt hat, dass nach oben durchaus noch etwas gehen kann", findet Jürgenlohmann. Auf der anderen Seite wünscht sich der Trainer, dass sich die Reihen vor dem verlässlichen Keeper Benny Potthoff noch etwas geschlossener präsentieren. "Wenn wir zu ungestüm angreifen, geht das zu oft auf Kosten der Defensive. Da gibt es für mich noch etwas zu tun", so Jürgenlohmann. Getan hat der Coach schon einiges in Sachen Disziplin. "Bisher hat es nur zwei Ampelkarten gegen uns gegeben. Da haben wir schon weitaus schlimmere Zeiten erlebt."

Trotz guter Perspektiven für den weiteren Saisonverlauf wird Denny Jürgenlohmann sein Engagement wohl nicht über die Saison hinaus ausdehnen. "Ich bin dabei, die beruflichen Weichen zu stellen, besuche zurzeit die Meisterschule, möchte dann Industriemeister werden. Da wird mir in Zukunft wohl die Zeit für den Trainerjob fehlen", erklärt der 25-Jährige.

Schon jetzt erhält er Unterstützung aus den eigenen Reihen, steht ihm mit André Schwedowski doch ein Spieler der eigenen Zweiten als Co-Trainer zur Seite. "Eine Lösung in der Trainerfrage haben wir in der Hinterhand, aber erst mal geht es konzentriert weiter. Ich bin mit Spaß bei der Sache, und die Spieler sind bis in die Haarspitzen motiviert", verspricht Jürgenlohmann.

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