Landesliga-Handballer holen nach erfolgreichem Endspurt noch ein 29:29 bei der HSG Verden-Aller

SV Grambke-Oslebshausen beendet Auswärtsfluch

Oslebshausen. Die Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen haben ihre Rekordflaute gestoppt. 84 Wochen in Folge kehrten sie von den Auswärtsspielen regelmäßig mit leeren Händen zurück, mit dem jüngsten 29:29 (15:15) bei der HSG Verden-Aller ist damit endlich Schluss.
25.10.2018, 00:00
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Von Olaf Kowalzik
SV Grambke-Oslebshausen beendet Auswärtsfluch

Philip Schmidt (beim Wurf) stand in der Anfangsformation des SV Grambke-Oslebshausen und gefiel beim 29:29-Unentschieden bei der HSG Verden-Aller mit fünf Treffern

OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Die Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen haben ihre Rekordflaute gestoppt. 84 Wochen in Folge kehrten sie von den Auswärtsspielen regelmäßig mit leeren Händen zurück, mit dem jüngsten 29:29 (15:15) bei der HSG Verden-Aller ist damit endlich Schluss. „Wir haben den Sieg sogar noch verschenkt“, stellte der SVGO-Spie­ler­trainer Holger Langer fest. Vor dem spannenden Match war seine Mannschaft mit einer über 90-prozentigen Trefferquote beim Siebenmeter das Vorzeigeteam der Liga, diesmal konnten die Gelb-Blauen von sieben Strafwürfen nur mickrige drei im Kasten des starken HSG-Keepers Marten Kante unterbringen. Weil sie zu oft flach anstatt wie gefordert hoch geworfen hatten.

Holger Langer trauerte dem Ganzen jedoch nur wenig nach. „Gemessen an den Spielverläufen in der ersten und zweiten Halbzeit ist es letztlich ein absolut gerechtes Ergebnis.“ Der Grund der hohen Zufriedenheit das SVGO-Coaches war, dass sein Team zwölf Minuten vor Schluss einem Vier-Tore-Rückstand hinterher lief (20:24) und dreieinhalb Minuten vor Ultimo immer noch mit 26:29 zurück lag. Im Gegensatz zu früheren Auswärtsauftritten behielt der SV Grambke-Oslebshausen diesmal jedoch einen kühlen Kopf und profitierte zusätzlich von der Zeitstrafe des Verdeners Jan Torge. Da der HSG-Torjäger Juri Wolkow das Spiel in dieser Phase mit aller Gewalt im Alleingang entscheiden wollte, deckten ihn die Gäste noch enger und fingen einige seiner Pässe clever ab.

Danach traf Pascal Hinrichs per zweiter Welle und Dennis Behrmann vom Kreis. Kurios verlief schließlich der Ausgleich von Melvin Bülow, als er beim Konter über seine Füße zu stolpern schien, sich wieder berappelte und zum 29:29 traf (58.). Vier Sekunden vor Schluss befanden sich die Gelb-Blauen beim Time-out wieder in Ballbesitz. Das Leder musste jedoch erst aus der eigenen Hälfte nach vorne befördert werden, der finale Wurf von Pascal Hinrichs flog schließlich über das gegnerische Tor. „Unsere Moral hat gestimmt“, bilanzierte Holger Langer zufrieden. „Wir haben als Team gekämpft und wurden dafür belohnt.“

Holger Langer begann mit einer ungewöhnlichen Aufstellung und setzte Pascal Hinrichs und Sven Still knapp 40 Minuten auf die Bank. „Ich wollte anstelle unserer gewohnten 5:1-Abwehr die 6:0-Variante spielen, deshalb habe ich auf die größeren Philip Schmidt und Kamil Arkulary gesetzt“, begründete er die Maßnahme. Das Duo hatte sich den Einsatz außerdem mit einer guten Trainingswoche verdient. „Die Beiden haben gut gespielt“, lobte der SVGO-Coach. Sie wurden von der HSG Verden-Aller offensiv attackiert und schufen damit Platz für den quirligen Mittelangreifer Nino Feldermann, der anfangs durch die gegnerische Abwehrreihe kurvte. Als sich die Hausherren defensiver formierten, nutzte das wiederum „Bam Bam“ Schmidt zu Treffern aus der zweiten Reihe. „Die haben sich sehr gut ergänzt“, meinte Holger Langer.

Als Arkulary nach einem Foul im Tempogegenstoß zu Recht den roten Karton sah (37.) und ihm Schmidt vier Minuten später mit der dritten Zeitstrafe auf die Tribüne folgte, gab es Handlungsbedarf. Nun kamen bei den Gästen Pascal Hinrichs und Sven Still ins Spiel, die die Niedersachsen wieder vor neue Aufgaben stellten. Außerdem war Michael Mulinski im SVGO-Tor ein großer Aktivposten, Dennis Behrmann hinterließ im Angriff einen starken Eindruck. Nun sollen am Sonntag im Kellerduell gegen den TV Gut Heil Spaden die nächsten wichtigen Punkte nachgelegt werden – dann mit der gewohnten Heimstärke (18 Uhr, Sperberstraße).

SV Grambke-Oslebshausen: Entelmann, Mulinski; Feldermann (3), Hinrichs (3), Bülow (4), Still (2), Arkulary (3), Rüttjerott (1/1), Langer (1), Hergert (2/1), Behrmann (5), Schmidt (5/1).

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