Fußball-Landesliga SV Grohn klettert noch auf Rang elf

Die "Husaren" haben das letzte Nordderby der Saison gewonnen und sich mit 3:2 gegen DJK Germania Blumenthal behauptet.
17.06.2018, 14:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Schnell

Grohn. Ja, es war ein Sommerkick beim Saisonfinale in der Fußball-Landesliga zwischen dem SV Grohn und DJK Germania Blumenthal, in dem sich die "Husaren" auf dem Oeversberg mit 3:2 (2:1) durchsetzten. Ja, es war aber auch eine ausgeglichene Partie und damit hatte Grohn um Coach Torben Reiß, der bekanntlich den Trainerstab nach der Sommerpause an Celestin Zurek überreicht, nicht unbedingt gerechnet.

Wie in einigen Spielen zuvor erspielten sich die Blumenthaler Akteure um den Co-Trainer Dennis Tanski viele Möglichkeiten, konnten aber nur zweimal ins Grohner Tor treffen. Vergeblich hoffte das DJK-Team in der Anfangsphase auch auf einen Elfmeterpfiff des Borgfelder Unparteiischen Cedric Philipp, als der SVG-Abwehrchef Yusuf Demir den Gäste-Akteur Cebrail Finke im Strafraum angeblich foulte – doch dieser blieb aus. Verständlich, dass der zukünftige sportliche Grohner Leiter Torben Reiß nach dem glatten 5:1-Hinspielerfolg mit der Vorstellung seiner Mannen nicht einverstanden war. "Ihr verliert zu schnell die Bälle, das ist viel zu einfach", kritisierte Reiß. Doch die Tanski-Elf machte vor allem im Mittelfeld die Räume eng und konnte sie so wiederholt die Bälle erkämpfen. So in der vierten Minute, als sich Rene Olszak das Spielgerät angelte, zu Sascha Bauer passte und hiernach Özer Alkur sein Glück mit einem Distanzschuss versuchte, doch Grohns Schlussmann Mehmet Tugay Tiras stand sicher. Auch die DJK-Spieler Shirwan Hussein Khalef (5.) und erneut Alkur scheiterten (5.).

Etwas überraschend gingen dann die "Husaren" mit 1:0 in Führung (15.). Nach einem weiten Ball von Yusuf Demir aus der eigenen Hälfte verschätzte sich Marcel Stöver etwas. So kam der Ball zu Keisuke Morikami, der in souveräner Manier den machtlosen DJK-Torwart Patrick Wilhelm überwinden konnte. Auf 2:0 erhöhte dann Kerim Kerimov in der 37. Minute. Zuvor hatten die Blumenthaler Glück, nachdem Cebrail Finke den Ball an der Mittellinie vertändelte und Kerimov per Kopf nur den Querbalken anvisierte. Doch DJK zeigte sich keineswegs geschockt und verkürzte nach einem Konter durch Marcel Stöver auf 1:2 (42.).

Munter ging es nach der Pause weiter. So traf Grohns Keisuke Morikami aus 30 Metern nur den Pfosten (49.). Dann waren die Blumenthaler wieder am Drücker, doch Grohns Torwart Mehmet Tugay Tiras bestand die Bewährungsproben von Shirwan Hussein Khalef, Özer Alkur und Sascha Bauer mit Bravour. Für die Vorentscheidung sorgte der Grohner Yusuf Demir, der mit einem Freistoß für die 3:1-Führung sorgte (75.). "Im Vorfeld habe ich den Jungs gesagt, dass ich einen Freistoß mache, wie Cristiano Ronaldo. Wir wollten das Spiel gegen DJK unbedingt gewinnen", meinte Demir.

Und irgendwie passte es auch in diese Partie, dass ausgerechnet der Routinier Gerd Stedtnitz kurz nach seiner Einwechslung in der Schlussphase, aus abseitsverdächtiger Position, noch für die Gäste zum 2:3 (90.+1) verkürzen konnte. Nachdem vorher Shirwan Hussein Khalef an Grohns Keeper Tiras scheiterte, stand Stedtnitz im Sturmzentrum goldrichtig. "Aufgrund der vielen Chancen, dürfen wir dieses Spiel nicht verlieren. Es ist, schön mit 55 Jahren so einen Treffer zu erzielen. Aber da sieht man unabhängig vom Alter, man nur wissen muss, wo man stehen soll. Das war auch definitiv kein Abseits", so Stedtnitz.

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