Neuling auf dem vorletzten Landesliga-Platz / Bassen/Posthausen vergibt beim Spitzenreiter sogar Handelfmeter SV Holtebüttel weiter ohne Punktgewinn

Holtebüttel·Bassen. Drittes Spiel, dritte Niederlage: Neuling SV Holtebüttel ist in der Fußball-Landesliga der Frauen noch nicht angekommen. Co-Trainer Heiko Strüver sprach nach dem 0:1 bei der TS Wienhausen sogar von der "mit Abstand schlechtesten Saisonleistung". Der zweite Landesligist aus dem Kreis Verden, SG Bassen/Posthausen, musste sich beim Spitzenreiter TuS Harsefeld mit 0:4 beugen.
06.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Holtebüttel·Bassen. Drittes Spiel, dritte Niederlage: Neuling SV Holtebüttel ist in der Fußball-Landesliga der Frauen noch nicht angekommen. Co-Trainer Heiko Strüver sprach nach dem 0:1 bei der TS Wienhausen sogar von der "mit Abstand schlechtesten Saisonleistung". Der zweite Landesligist aus dem Kreis Verden, SG Bassen/Posthausen, musste sich beim Spitzenreiter TuS Harsefeld mit 0:4 beugen.

Während Bassen nicht enttäuschte und beim Tabellenführer unter Wert geschlagen wurde, steht Holtebüttel als Tabellenvorletzter ganz schlecht da. Nur Teutonia Uelzen ist sonst noch ohne jeden Punktgewinn. Für Strüver freilich eine Momentaufnahme. "Wir müssen daraus lernen. Ich bin sicher, dass wir noch für einige Überraschungen sorgen und die Liga halten können!"

Gegen Wienhausen, dem SVH im vergangenen Jahr im Halbfinale des Bezirkspokals unterlegen, hatten die Gäste aus dem Kreis Verden es freilich ihrer überragenden Torfrau Jana Maack zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. "Wir hätten auch sechs oder sieben Treffer kassieren können", gab Strüver zu. Doch es blieb bei dem einen Treffer, der in der 73. Minute erzielt wurde.

Freistoßtreffer aberkannt

Auf der Gegenseite waren Chancen Mangelware. Mareen Schneider sorgte zwar bereits in der ersten Minute für eine Schrecksekunde bei den Gastgeberinnen, als sie mit einem Gewaltschuss das Tor nur knapp verfehlte, doch dann ließ die nächste Torgelegenheit bis zur 36. Minute auf sich warten. Nach einem Freistoß Lena Bahlmanns nahm Mareen Schneider den Ball perfekt an - allerdings in Abseitsposition. Der Pfiff des Schiedsrichters ließ nur kurz auf sich warten. In Durchgang zwei spielte sich das Geschehen vorwiegend in der Holtebütteler Hälfte ab. Die wenigen durchdacht vorgetragenen Gegenangriffe brachten kaum Entlastung.

Die SG Bassen/Posthausen wurde zwar beim Spitzenreiter mit einem deutlich höheren Resultat geschlagen, war aber bei weitem nicht so chancenlos wie der gerade aufgestiegene Nachbarverein. "Es hat sehr gut für uns begonnen. Wir konnten das Heft früh in die Hand nehmen und das Spiel bestimmen. In der Hintermannschaft ließen wir nichts anbrennen, und im Angriff hatten wir gute Gelegenheiten", fasste SG-Koordinator Uwe Norden zusammen, der den entsprechenden Chancen, die sich auf diese Weise einstellten, mächtig hinterhertraute. "Eine 2:0-Führung für uns wäre drin gewesen", versicherte Norden, sich auf den nicht anerkannten Freistoßtreffer von Anke Hilbers (20.) sowie auf eine Großchance beziehend, die Jenny Kretzschmar vergab, nachdem sie von Katharina Schiepanski mustergültig in Szene gesetzt worden war.

Keine 30 Sekunden nach dem Wiederbeginn dann die kalte Dusche für das Team von Trainer Peter Stein. Bassen vertändelte den Ball, wurde in der Vorwärtsbewegung von Harsefeld auf dem falschen Fuß erwischt und konnte dem eiskalt zum Führungstreffer verwerteten Ball nur noch hinterherstarren.

Nur sieben Minuten später fiel das 2:0 für den Tabellenführer. Damit hatte das Spiel eine ganz andere Richtung genommen, als es nach dem Verlauf der ersten Hälfte zu erwarten gewesen war. Danach fingen sich die Gäste ein wenig und hatten in der 78. Minute auf Zuspiel von Jenny Kretzschmar durch Katharina Schiepanski die Chance zum Anschlusstreffer, die aber wiederum nicht genutzt wurde. Auch Christina Finke scheiterte noch an der Harsefelder Torfrau.

Im direkten Gegenzug dann mit dem 3:0 der endgültige K.o. für Bassen/Posthausen, dem in der 86. Minute mittels Distanzschuss in den Winkel auch noch der vierte Gegentreffer folgte. Es passte ins Bild, dass Juliane Lindhorst in der Schlussminute noch einen Handelfmeter gegen die Querlatte setzte. Norden: "Das Ergebnis ist eindeutig zu hoch ausgefallen!"

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