Fußball-Kreispokalfinale Diepholz SV Mörsen-Scharrendorf: Pokalsieg als Trostpflaster

Heiligenfelde·Mörsen. Jaja, er hat seine eigenen Gesetze, der Pokalwettbewerb. Egal auf welcher Ebene. Wenn morgen um 18 Uhr in Barnstorf das Endspiel um den Diepholzer Fußball-Kreispokal angepfiffen wird, zählt die Vergangenheit nicht mehr. Dann hilft es dem SV Mörsen-Scharrendorf nicht mehr, dass er in der Kreisliga-Abschlusstabelle besser dasteht als der SV Heiligenfelde.
04.06.2010, 04:31
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SV Mörsen-Scharrendorf: Pokalsieg als Trostpflaster
Von Micha Bustian

Heiligenfelde·Mörsen. Jaja, er hat seine eigenen Gesetze, der Pokalwettbewerb. Egal auf welcher Ebene. Wenn morgen um 18 Uhr in Barnstorf das Endspiel um den Diepholzer Fußball-Kreispokal angepfiffen wird, zählt die Vergangenheit nicht mehr. Dann hilft es dem SV Mörsen-Scharrendorf nicht mehr, dass er in der Kreisliga-Abschlusstabelle besser dasteht als der SV Heiligenfelde. Dann können die Heiligenfelder sich nichts mehr für ihren Überraschungs-Coup im Halbfinale gegen Kreisligameister SV Lessen kaufen.

'Die Chancen stehen 50:50', bringt es Mörsens Trainer Andreas Schultalbers auf den Punkt. 'Kommt mir nicht damit, dass wir die Favoritenrolle inne hätten.' Und in der Tat spricht letztlich 'nur' die Kreisliga-Tabelle für den SVMS. Sonst nicht viel.

Bleiben wir beim Ligabetrieb: Hier hat der SV Mörsen-Scharrendorf es kein einziges Mal geschafft, SVH-Keeper Christian Gerlach zu bezwingen. 2:0 für Heiligenfelde und 0:0 lauteten die Resultate. Ein Törchen nur in diesen 180 Minuten, und die Schultalbers-Elf wäre in die Bezirksliga aufgestiegen. Und auch dieses knappe Scheitern hängt noch in den Köpfen. 'Da fallen einem alle Chancen ein, die man während der Saison vergeben hat', sagt Schultalbers. 'Für die Mannschaft wäre der Pokalsieg ein tolles Trostpflaster. Und für mich zum Ausstieg natürlich auch.'

Doch davor hat der liebe Fußballgott noch nervenaufreibende 90 Minuten gesetzt. 'Ein frühes Tor wäre wichtig', findet Schultalbers. Nur: Wer soll?s schießen? Mit Serdar Uludasdemir und Kim Leon Chung sind zwei wichtige Offensivleute schwer angeschlagen, dazu fehlt mit Fabian Meyer sogar der Kapitän. Durchwachsene Voraussetzungen für den SVMS.

Und dann ist da noch der Pokalwettbewerb. Da haben sich die Mörsener, nehmen wir den TSV Schwarme einmal aus, nur mit unterklassigen Teams gemessen. Der SV Heiligenfelde indes schmiss mit dem SV Lessen und dem TuS Sudweyhe beide Bezirksliga-Aufsteiger raus. Das schafft Selbstvertrauen. Deshalb sagt SVH-Coach Horst Hickmann auch: 'Ich bin mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden, vor allem, wenn man sieht, wenn wir alles ausgeschaltet haben.'

Vuvuzela-Alarm in Barnstorf

In der Favoritenrolle sieht Hickmann trotzdem den Gegner, verbunden mit dem nicht unwesentlichen Zusatz: 'Aber wir sind nicht chancenlos.' Für Hickmann wäre ein Erfolg ein perfekter Abschied - als Trainer. Zur neuen Saison wird bekanntlich Frank Fischer das Amt übernehmen, weshalb der Noch-Verantwortliche sich scherzhaft als 'zukünftigen Ex-Trainer' bezeichnet. Und der hat personell zumindest eine Sorge: den Ausfall von Florian Jamer. Der Spielmacher weilt zurzeit in Urlaub in Singapur und dürfte schwerlich zu ersetzen sein.

Ansonsten kann Hickmann auf alle Akteure zurückgreifen. Das Finale ist für die Heiligenfelder ein absolutes Highlight. Entsprechend enthusiastisch wird das Ganze angegangen. Zum morgigen Finaltag werden zwei Fanbusse gen Barnstorf aufbrechen, zumal ja auch noch die Alten Herren des SVH das Finale erreicht haben.

Und heute Abend werden die Anhänger auf ganz spezielle Weise geschult: 'Auf dem Vereinsgelände findet ein Vuvuzela-Kurs statt', schmunzelt Horst Hickmann. Vuvuzelas - das sind diese südafrikanischen Riesentröten, die einen Höllenlärm machen. Es wird laut werden in Barnstorf.

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