Fußball-Kreispokal-Finale SV Mörsen zieht Konsequenzen aus den Punktspielen gegen Heiligenfelde

Barnstorf. Der SV Mörsen-Scharrendorf hat ein kleines Trostpflaster auf die Wunde des verpassten Aufstiegs in die Fußball-Bezirksliga bekommen. Das Team um den letztmalig an der Linie stehenden Trainers Andreas Schultalbers gewann den Kreispokal mit 2:1 (1:1) gegen den SV Heiligenfelde.
07.06.2010, 09:20
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Bödeker

Barnstorf. Der SV Mörsen-Scharrendorf hat ein kleines Trostpflaster auf die Wunde des verpassten Aufstiegs in die Fußball-Bezirksliga bekommen. Das Team um den letztmalig an der Linie stehenden Trainers Andreas Schultalbers gewann den Kreispokal mit 2:1 (1:1) gegen den SV Heiligenfelde.

Es war ein knappes aber hochverdientes Ergebnis, denn Mörsen war nach Spielanteilen und von den Einzelspielern her deutlich besser. Die Heiligenfelder hatten allerdings die emotionaleren Momente für sich verbucht. Da war vor allem der berechtigte Mörsener Elfmeter, nachdem der sonst so unerbittliche und konsequente Stefan Diers seinen Gegner Serdar Uludasdemir nur hatte foulen können.

Ohrenbetäubender und letztlich wohl irritierender Heiligenfelder Lärm aus Tröten und Trommeln begleitete den Mörsener Schützen Daniel Drunagel, der hart aber zu unplatziert schoss, sodass Christian Gerlach den Ball wegfausten konnte. Nicht wenige dachte da an das Halbfinale, als 'Fuchs' Gerlach gleich drei Elfmeter hatte halten können. 'Natürlich glaubte ich nach solch einer Szene, dass wir hier eine Chance haben würden', so Gerlach. Doch bei objektiver Betrachtung verhinderte diese Elfmeterparade nur den Zeitpunkt der Entscheidung.

'Wir hatten schon zum Ende der ersten Hälfte nicht mehr viel entgegenzusetzen', bekannte auch SVH-Coach Horst Hickmann. Denn die Mörsener waren leicht überlegen, doch weil die Heiligenfelder Defensive um den starken Libero Frank Janshen sicher stand und weil Gerlach eine Chance von Uludasdemir klasse abgewehrt hatte (43.), gingen die Kontrahenten mit 1:1 in die Pause. Das 0:1 hatte Heiligenfelde durch Daniel Buchheister erzielt (9.). Dies war ein weiterer emotionale Moment für die begeisterten und begeisternden SVH-Fans. Doch André Lausch köpfte humorlos 1:1 (14.).

Lausch, der vor einer Woche beim zu niedrigen 2:0 in Schwarme nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt worden war, gehörte diesmal zu den Aktivposten, war aber nach einer Halbzeit platt, wie Schultalbers erklärte. Übrigens war das Heiligenfelder Tor neben einer späteren Zufallschance durch Michael Götzinger die einzige Offensivszene des SVH, die bis in den Mörsener Strafraum geführt hatte. Denn der beste Mann auf dem Feld war Mörsens Libero Michael Becker, der immer an der richtigen Stelle stand und nahezu alle Bälle holte.

'Wir hatten aus den Punktspielen gelernt und hinten ganz sicher gestanden', so Schultalbers, denn beim 0:2 in Heiligenfelde war sein Teams zweimal ausgekontert worden, wobei Becker einmal nicht gut ausgesehen hatte. Diesmal war das anders. Und weil auch sein Gegenüber Frank Janshen gut aufgelegt war, gab es insgesamt wenig Tormöglichkeiten. Doch da auch Heiligenfeldes Björn Isensee später untertauchte, gewann Mörsen immer mehr Spielanteile.

Trotzdem schien es lange auf eine Elfmeterschießen hinauszulaufen. Aber René Wolter mit toller Ballannahme und direkt folgendem Schuss machte das 2:1 (73.). 'Wir haben unter der Woche viel mit den Spielern gesprochen, denn der verpasste Aufstieg hatte uns noch lange beschäftigt', so Schultalbers. 'Und das Ergebnis hat man heute gesehen, Heiligenfelde hatte keine Chance.' Und nun geht es zumindest im Pokal auf Bezirksebene.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+