Fußball-Bezirksliga

SV Vorwärts Hülsen ist trotz Blamage zuversichtlich

Dörverden-Hülsen. 'So langsam müssen wir die Kurve kriegen. Ich bin überzeugt, dass uns das auch gelingen wird', verbreitet Falk Wöhlke, der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Vorwärts Hülsen, Optimismus. Nach dem guten fünften Tabellenplatz in der vergangenen Saison liegt der SVV derzeit überraschend auf einem Abstiegsrang.
15.09.2010, 23:30
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Von Jürgen Honebein
SV Vorwärts Hülsen ist trotz Blamage zuversichtlich

Hülsener Hoffnungsträger: Sebastian Lampmann (blaues Trikot) ist nach einem Bänderriss ins Training zurückgekehrt.

HENNING HASSELBERG

Dörverden-Hülsen. 'So langsam müssen wir die Kurve kriegen. Ich bin überzeugt, dass uns das auch gelingen wird', verbreitet Falk Wöhlke, der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Vorwärts Hülsen, Optimismus. Nach dem guten fünften Tabellenplatz in der vergangenen Saison liegt der SVV derzeit mit nur einem Sieg aus sechs Spielen überraschend auf Platz 13 und damit auf einem Abstiegsrang.

Der 37-jährige Übungsleiter hatte zuletzt mit viel Pech zu kämpfen. Noch in keiner Partie konnte er seine Wunschelf aufbieten. Zunächst fiel Libero und Mannschaftsführer Boris Cordes lange Zeit mit einem Bänderriss aus. Seit mehreren Spielen fehlen mit Sebastian Lampmann (Bänderriss) und André Kappel (Muskelfaserriss) zwei weitere Leistungsträger. Torjäger Jens Baltrusch war wegen einer Gelbroten Karte zwei Spiele gesperrt. 'Ich habe dadurch immer eine andere Startelf gehabt', bedauert Wöhlke. Der SVV Hülsen musste außerdem von seinen ersten sechs Punktspielen vier auf fremdem Platz austragen. Das fünfte Auswärtsspiel folgt Sonntag beim TSV Bassen.

Für den SV-Trainer gibt es noch zwei weitere Ursachen dafür, dass es im Moment noch nicht wie erhofft läuft. Seit Wochen kann der SVV Hülsen nicht auf der eigenen Sportanlage trainieren, weil der Trainingsplatz ausgebessert wird. So fanden die Übungseinheiten immer in Westen statt. Auch die Integration der durchweg jungen Neuzugänge bereitet Sorgen, denn beim SVV gibt es derzeit keine Führungsspieler. 'Das wird erst besser, wenn Lampmann und Kappel nach ihrer Verletzungspause wieder dabei sind. Ihnen ist solch eine Rolle zuzutrauen', glaubt Wöhlke. Beide haben in dieser Woche wieder mit dem Training begonnen.

Auf Anhieb Stammplatz erhalten

Von den Neuen hat sich Marcel Kruse, der zuletzt bei den Verdener A-Junioren in der Niedersachsenliga aktiv war, auf Anhieb einen Stammplatz im Mittelfeld erkämpft. Auf einem guten Weg ist auch sein ehemaliger Mannschaftskamerad Torben Bertram. Nils Vierkant kam vom TSV Brunsbrock und gehörte in den vergangenen Jahren in der Kreisliga zu den Toptorjägern. Seine Torgefährlichkeit konnte er aber bisher bei seinen wenigen Einsätzen in Hülsen nicht bestätigen. 'Nils fehlt zum einen ein Erfolgserlebnis, zum anderen kann er aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren. Das ist natürlich für einen Neuzugang schlecht. Wöhlke ist aber von seinem Können überzeugt und glaubt, dass der Knoten in Kürze platzt. Das gilt auch für Kevin Weinholz und André Hiller, die jedoch auf ihren Positionen starke Konkurrenz haben. Jetzt erweist sich wieder einmal als großer Nachteil, dass der SVV keine zweite Herrenmannschaft hat, in der die Reservespieler Spielpraxis sammeln können.

Der bisherige Tiefpunkt für den Tabellendreizehnten war das 0:5 beim Neuling MTSV Selsingen. 'Da haben wir nicht nur schlecht, sondern auch sehr disziplinlos gespielt. Es kann nicht sein, dass wir uns zwei Gelbrote Karten wegen Meckerns einfangen', ärgert sich Wöhlke. 'Wir werden uns in den kommenden Spielen wieder anders präsentieren und keinesfalls unser Saisonziel, einen Platz im oberen Tabellendrittel, aus den Augen verlieren. Wenn man in dieser Saison in der Bezirksliga zwei Spiele hintereinander gewinnt, ist man von den Abstiegsplätzen weg. Bei drei Siegen kann man sogar schon wieder nach oben blicken', glaubt Wöhlke.

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