Zuletzt beim VfB Oldenburg, wechselt der 34-Jährige zum Landesliga-Aufsteiger Sven Apostel wird Heidkruger

Delmenhorst. Die Phase, um wechselwillige Fußballer zu einem sportlichen Umzug an den Bürgerkampweg zu bewegen, ist für die Verantwortlichen des TuS Heidkrug tatsächlich schon weit fortgeschritten, doch offenbar ist es keinesfalls zu spät, um doch noch einen dicken Fisch an Land zu ziehen. Gestern meldete Heidkrugs Manager Horst Lenz Vollzug. Sven Apostel wird künftig den Landesliga-Aufsteiger verstärken.
18.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner

Delmenhorst. Die Phase, um wechselwillige Fußballer zu einem sportlichen Umzug an den Bürgerkampweg zu bewegen, ist für die Verantwortlichen des TuS Heidkrug tatsächlich schon weit fortgeschritten, doch offenbar ist es keinesfalls zu spät, um doch noch einen dicken Fisch an Land zu ziehen. Gestern meldete Heidkrugs Manager Horst Lenz Vollzug. Sven Apostel wird künftig den Landesliga-Aufsteiger verstärken.

"Die definitive Zusage von Sven liegt vor, das macht den TuS Heidkrug auch für andere talentierte Spieler der Region sicherlich interessanter", sagte Horst Lenz. Dabei hätte der Weg von Lenz zu Apostel kürzer kaum sein können. Noch im vergangenen Jahr lief der 34-Jährige für den TV Dötlingen auf, für eben jenen Verein, für den Horst Lenz bis dato die Fäden zog. 2010 trennten sich jedoch erst einmal ihre Wege. Sven Apostel, der zuvor jahrelang als Selbstständiger zeitlich enorm beansprucht wurde, inzwischen als Gebietsleiter bei der AOK geregeltere Arbeitszeiten hatte, wollte sportlich noch einmal angreifen. "Ich konnte wieder regelmäßiger trainieren, stellte mich in einem Test beim Oberligisten VSK Osterholz-Scharmbeck vor und wurde von Günter Hermann prompt genommen", sagte Sven Apostel.

Diese schnelle Entscheidung nach einem einmaligen Probetraining überrascht kaum, denn für Dauerrenner Apostel, in Delmenhorst noch bestens aus Zeiten mit dem SV Atlas bekannt, war Fitness nie ein Problem. Doch Osterholz-Scharmbeck blieb nur eine Zwischenstation, denn in der Winterpause schloss er sich dem VfB Oldenburg an. "Das war für mich natürlich schon eine echte Hausnummer. Die spielten zuwar mit dem VSK in einer Liga, doch die Euphorie in und um den Verein ist schon etwas ganz anderes", sagt Apostel. Dort bremste ihn in den letzten drei Saisonspielen allerdings ein Muskelfaserriss aus. "Zuvor habe ich sonst aber alle wichtigen Spiele mitgemacht."

Letztlich standen für Apostel Einsatz und Ertrag allerdings in keinem gesunden Verhältnis zueinander. "Bei vier, fünf Mal Training die Woche und den Fahrten von Delmenhorst nach Oldenburg war es unter dem Strich so, dass ich noch Geld mitgebracht habe", erklärt der Heidkruger Neuzugang. Kurz - der Aufwand wurde letztlich einfach zu groß. Just in diesem Moment trat Horst Lenz auf den Plan, seit kurzem wieder für Belange des TuS Heidkrugs als Manager verantwortlich und auf der Suche nach echten Verstärkungen. Die Gespräche führten zum Erfolg. Apostel entschied sich gegen andere Mitbewerber - unter anderem hatte Oberligist TSV Ottersberg Interesse bekundet - und für Heidkrug.

Vielleicht nicht zuletzt auch aus alter Verbundenheit. Seit einem Jahr wohnt Apostel mit seiner Freudndin in Delmenhorst und hatte über all die Jahre Kontakt zu einigen Heidkrugern. "Gerry Klenke und Christof Herbec, der ja leider nicht mehr dabei ist, kenne ich schon als Jugendliche, Dariusz Azadzoy und natürlich auch Schoko Faulhaber aus gemeinsamen Atlas-Zeiten", freut sich Sven Apostel auf seine neue Mannschaft. Und er weiß, was ihn am Bürgerkampweg erwartet. "Die Landesliga ist natürlich für einige schon Neuland. Aber der Kern der Mannschaft besitzt schon einige Rohdiamanten wie zum Beispiel Nils Giza oder Kevin Radke."

Mit Sven Apostel erhalten die Heidkruger einen fertigen Spieler, der sich im defensiven Mittelfeld wohl fühlt, dank seines Tempos zum Beispiel in Oldenburg aber durchaus auch auf der Außenbahn eigesetzt wurde. Apostel braucht für sein Spiel schon etwas Anlauf, da würde sich die Sechserposition mehr als anbieten. Der Neu-Heidkruger blickt auf jeden Fall optimistisch auf die kommende Saison. "Wer mich kennt, weiß, dass ich immer hungrig bin. Als ranghöchster Delmenhorster Verein wird das sicherlich eine nette Aufgabe, wenn alle mitziehen."

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