Ob der neunte Platz zum Klassenerhalt in der Landesklasse reicht, ist aber weiterhin unklar

SVGO II bleibt über dem Strich

Bremen-Nord. Der SV Grambke-Oslebshausen II ist gerettet. Zumindest wenn es nach der Tabelle der Handball-Landesklasse der Männer geht, nach der das Rutenburg-Team nicht mehr unter den Strich rutschen kann.
09.05.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Christian Thiemann

Bremen-Nord. Der SV Grambke-Oslebshausen II ist gerettet. Zumindest wenn es nach der Tabelle der Handball-Landesklasse der Männer geht, nach der das Rutenburg-Team nicht mehr unter den Strich rutschen kann. Durch die gleitende Skala bleibt der Ligaverbleib jedoch ungewiss, da durch verschiedenste Konstellationen der oberen ­Ligen durchaus noch ein oder zwei Absteiger mehr dazukommen könnten. Laut Staffelleiter Marcel Lichtenberg wird in ein bis zwei Wochen Klarheit herrschen.

Die HSG Lesum/St. Magnus indes hat mit ihrem 51:39 (28:19)-Sieg beim TSV Morsum noch einen Platz gut gemacht, ist jetzt Siebter. Die HSG Stedingen gewann zudem das Topspiel gegen den TS Woltmershausen mit 25:21 (12:11).

SVGO Bremen II – Dollerner SC 35:15 (15:8): „Am Ende müssen wir gucken, ob es reicht. Wir haben jetzt alles getan, um überm Strich zu bleiben“, äußerte sich SVGO-Trainer Jörg Rutenberg nach dem Sieg über Dollern zum Abstiegskampf, der nun nicht mehr in seinen Händen liegt. Selbst ein Sieg ­heute Abend gegen die HSG Stedingen (19.30 Uhr, Sperberstraße) sowie ein Erfolg in Hastedt würden an der Tabellensituation der Grambker nichts mehr ändern.

Das Spiel gegen Dollern hatte eher Freundschaftsspielcharakter, weil der Gast bereits sicher abgestiegen war und nur mit acht Spielern antrat. Fünf Minuten nach der ­Pause war die Partie beim 20:10 entschieden. Rutenberg lobte seinen Torwart Michael Mulinski und Marlon Allerheiligen und ließ zudem viel rotieren.

SVGO Bremen II: Entelmann, Mulinski; Wendler (5), Stellmascek (6), Stegemann (2), Wendt (1), Feldermann, Rüttjerott, Allerheiligen (4), Hellmann (9/1), Bangert, Lange (1), Metzscher (3), Behrmann (4).

TSV Morsum – HSG Lesum/St. Magnus 39:51 (19:28): Der Halbzeitstand von 28:19 ist in manchen Hallen schon ein Endstand. Bei einer Beteiligung der HSG Lesum/St.Magnus fallen jedoch immer wieder mehr Tore, auf beiden Seiten wohlgemerkt. Während Spielertrainer Holger Langer bei seiner Offensive wenig Kritikpunkte fand, da diese immer wieder konzentriert abschloss, war der HSG-Coach mit seiner Deckung alles andere als zufrieden.

Langer suchte Defensivstabilität mit verschiedenen Systemen und wechselndem Personal – ohne Erfolg. „Ich glaube, dass es menschlich ist, nach hinten nicht mehr alles reinzuhauen, wenn du weißt, dass du vorne sowieso wieder triffst. Trotzdem ärgert einen so was natürlich“, so Langer. Romek Poplawski, der ansonsten eher selten trifft, erzielte gleich acht Treffer, worüber sich Langer ­besonders freute.

HSG Lesum/St. Magnus: Walther; Steven Hinrichs (9), Foege (2), Poplawski (8), Hergerth (6), Wendland (10/3), Zerjatke (12), Maul (3), Langer (1), Helmut Hinrichs.

HSG Stedingen – TS Woltmershausen 25:21 (12:11): Hauke Dierks hatte die Gastgeber so eingestellt, dass sie aus einer sicheren Abwehr heraus schnell umschalten sollten. Nach fünf Minuten führte der Gast jedoch mit 3:0, weil das Umschalten nicht gut funktionierte.

Dann drehte die HSG jedoch das Spiel. Das 3:3 besorgte Marcel Tytus, danach ging die HSG in Führung und gab diese bis zur Pause nicht mehr her (12:11). Nach dem Wiederanpfiff wurde die Partie zunehmend hektischer, auch weil die Gäste unbedingt einen Sieg benötigten, um im Kampf um die Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden zu können.

Für kurze Zeit ließ Dierks seine Mannschaft mit einer Manndeckung spielen, ­ansonsten hielt der Coach an einer 6:0-­
Deckung fest. TSW-Akteur Daniel Düsmann, der im Hinspiel acht Treffer ­markierte, wurde so im Verbund gestoppt und ­schaffte diesmal nur drei Tore, während Stedingens Marcel Tytus insgesamt achtmal ins ­Schwarze traf. Vermisst wurde Nico Nolte, der sonst viel Druck über links ausübt.

Betreuer Hartmut Kranz fand Gefallen am Sieg gegen den Dritten und warf einen Blick auf die beiden verbleibenden Partien: „Jetzt wollen wir die auch noch schaukeln.“

HSG Stedingen: Kranz, Nocon; Sönke Dierks (4), Marcel Tytus (8/2), Döhle (4), Janßen (4), Friese (1/1), Treichel (1/1), Lapsien (1), Patrick Tytus, Hagestedt, Scharp, Petrick.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+