Handball: Grüppenbühren und Hoykenkamp träumen beide vom Sprung in die Verbandsliga – offen darüber reden wollen sie jedoch nicht Tabuwort: Aufstieg

Ganderkesee. Sven Engelmann kennt die Frage, schließlich wird er seit geraumer Zeit Woche für Woche mit ihr konfrontiert. „Ich bleibe dabei: Dieses Thema spielt bei uns keine Rolle“, sagt der Trainer des Handball-Landesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, der mit seiner Antwort nicht nur der Sache an sich ausweicht, sondern ganz bewusst ein Wort vermeidet: Aufstieg.
21.03.2015, 00:00
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Von Daniel Cottäus

Sven Engelmann kennt die Frage, schließlich wird er seit geraumer Zeit Woche für Woche mit ihr konfrontiert. „Ich bleibe dabei: Dieses Thema spielt bei uns keine Rolle“, sagt der Trainer des Handball-Landesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, der mit seiner Antwort nicht nur der Sache an sich ausweicht, sondern ganz bewusst ein Wort vermeidet: Aufstieg. Für Grüppenbühren, den Zweiten mit nur einem Punkt Rückstand auf den Ersten, ist es ein Tabuwort. „Wir haben sieben Endspiele. Mich beschäftigt jeweils nur das nächste“, sagt Engelmann.

Jörn Franke, der Trainer von Grüppenbührens Gemeinde-Rivalen TS Hoykenkamp, hält es ganz ähnlich, wobei er sportlich die besseren Argumente hat, nicht von der Verbandsliga zu sprechen. Mit 25:13 Punkten hat seine Mannschaft als Vierter die Rolle des Verfolgers inne. „Wir treten noch nicht konstant genug auf“, sagt er und verweist auf den jüngsten 38:23-Erfolg gegen die HSG Wilhelmshaven. „Trotz des klaren Ergebnisses war ich nicht rundum zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben zu viele Fehler gemacht.“

Nun ist es so, dass in der Landesliga zwischen dem Ersten TV 01 Bohmte und dem Vierten Hoykenkamp gerade einmal drei Pluspunkte Differenz liegen. „Es wird alles sehr, sehr eng“, weiß Franke, dessen Mannschaft – ähnlich wie Grüppenbühren – heute eine schwere Aufgabe vor sich hat.

Hoykenkamp gastiert ab 17.30 Uhr bei der TSG Hatten-Sandkrug II, die sich dem Vernehmen nach ordentlich Hilfe aus der Oberliga-Mannschaft holen will. Der Ex-Hoykenkamper Jannick Willmer, Marvin Muche und Keno Fokken sind Kandidaten. „Keno kenne ich gut. Wenn er spielt, wird es sehr schwer für uns“, ahnt Franke, der in seinem Team gleich fünf Ausfälle verkraften muss. So sind Hannes Ahrens, Martin Wessels, Christoph Müller-Hill, Dirk Egbers und Alexander Kirchhof nicht mit dabei. Kyan Petersen lag unter der Woche zudem mit Grippe flach – Einsatz fraglich.

Auch Sven Engelmann weiß, dass auf ihn und Grüppenbühren beim TV Dinklage (16.30 Uhr) eine knifflige Aufgabe wartet. Deshalb schickte der Trainer in Arne Klostermann und Tobias Sprenger jüngst zwei Spieler in den Kreis Vechta, die sich den 25:20-Heimsieg des Teams gegen Primus Bohmte ansahen. „Da können wir uns auf einiges einstellen“, betont Engelmann. Das Hinspiel in der Halle am Ammerweg endete im November 28:28. Es waren bis heute die einzigen zwei Punkte, die die Engelmann-Sieben vor eigenem Publikum abgegeben hat. Der Trainer ließ die Partie damals auf Video aufnehmen. Gestern Abend stand dann eine ausführliche Filmvorführung auf dem Programm.

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