Handball-Spielklassenreform: Tage der 2. Handball-Bundesliga Nord bereits gezählt

Oyten. Nachdem sich der Meister der Nordstaffel (SG Handball Rosengarten) und der Tabellendritte der Südgruppe (SG Bietigheim) in den Play-Off-Spielen zur 1. Liga durchgesetzt haben, gab die Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen e.V. (HBVF) am Montagabend die Einteilung der zweiten Ligen für die Saison 2010/11 bekannt.
19.05.2010, 02:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Oyten. Nachdem sich der Meister der Nordstaffel (SG Handball Rosengarten) und der Tabellendritte der Südgruppe (SG Bietigheim) in den Play-Off-Spielen zur 1. Liga durchgesetzt haben, gab die Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen e.V. (HBVF) am Montagabend die Einteilung der zweiten Ligen für die Saison 2010/11 bekannt.

Der TV Oyten wird in der Nordstaffel unter anderem auf Erstliga-Absteiger SVG Celle und die Aufsteiger MTV 1860 Altlandsberg, VfL Wolfsburg und TuS Lintfort treffen. Der zweite Erstliga-Absteiger, BVB Dortmund, wurde der Südstaffel zugeordnet. Wie in der vergangenen Spielzeit beginnt die Saison für den TV Oyten am 11./12. September, diesmal aber mit einem Auswärtsspiel gegen die TSG Wismar. Eine Woche später empfängt die Mannschaft des neuen Trainers Gert Anton den SV Union Halle Neustadt zum ersten Heimspiel in der Pestalozzihalle.

In der Spielzeit 2010/11 wird in der zweithöchsten deutschen Spielklasse im Frauen-Handball letztmalig in einer Nord- und Südstaffel um Meisterschaftspunkte gespielt. Von der der übernächsten Saison an ist eine eingleisige 2. Bundesliga mit 16 Mannschaften vorgesehen. Somit wird die kommende Punktrunde auch zu einer Qualifikation. Die sportliche Startberechtigung für die eingleisige 2. Bundesliga bekommen die jeweils fünf besten Mannschaften beider Ligen.

Finanzkraft gefragt

Ob jeder Verein die Erstliga-Möglichkeit auch wahrnehmen wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier. Es ist abzuwarten, ob alle Klubs wirtschaftlich in der Lage sind, den Spielbetrieb in der neuen 2. Liga zu ermöglichen. Im Extremfall müssten beispielsweise die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee von der dänischen Grenze bis an den Bodensee zum SV Allensbach fahren. In mehrfacher Hinsicht ein immenser Aufwand, um zwei Punkte zu gewinnen.

Vereine wie der TV Oyten, der wegen begrenzter finanzieller Mittel Wert auf die Ausbildung von Talenten aus der Region legt, dürften unfreiwillig von der Bundesliga-Landkarte verschwinden. Im Überlebenskampf der 2. Bundesliga werden sicherlich viele Vereine auf die Qualitäten von erfahrenen - und wohl auch ausländischen - Spielerinnen setzen.

Nach dem siebten Tabellenplatz in der abgelaufenen Zweitliga-Saison darf man der Entwicklung in Oyten (zumindest vorübergehend) etwas entspannt entgegenblicken. Wegen des zusätzlichen Spieljahrs in der 2. Bundesliga Nord hat der TVO im Anschluss an die Spielklassenreform schon jetzt einen Startplatz in der Regionalliga-Saison 2011/12 sicher.

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