Rodeln Tatjana Hüfner hat keine Angst vor Favoritenrolle

Cesana. Nur noch zwei Wochen bis Olympia, doch auch bei der Generalprobe für die Winterspiele hat Ausnahmerodlerin Tatjana Hüfner nur ihren ersten großen Saisonstreich im Sinn.
29.01.2010, 12:40
Lesedauer: 2 Min
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Cesana. Nur noch zwei Wochen bis Olympia, doch auch bei der Generalprobe für die Winterspiele hat Ausnahmerodlerin Tatjana Hüfner nur ihren ersten großen Saisonstreich im Sinn.

«Ich bin so nah dran, jetzt will ich natürlich den dritten Gesamtsieg in Serie auch», gesteht die 26 Jahre alte Oberwiesenthalerin vor dem Weltcup-Finale im italienischen Cesana. Ihren ersten Gesamtsieg haben die Doppelsitzer André Florschütz/Torsten Wustlich vor Augen, für die Routiniers wäre dies im Jahr der Winterspiele aber nicht mehr als eine schöne Zugabe. «In einem Olympia-Winter gibt es andere Prioritäten, da zählt nur die Entscheidung in Whistler», blickt Wustlich fast etwas ungeduldig auf das olympische Rennen auf der kanadischen Hochgeschwindigkeitsbahn.

Sieben Rennen, fünf Siege - zum Abschluss einer fast perfekten Weltcup-Saison reicht der zweimaligen Weltmeisterin Hüfner auf der Olympia-Bahn von 2006 schon ein achter Rang für den erneuten Gesamtsieg. Nach fast 30 Jahren kann die Oberwiesenthalerin auch das 1981 vollbrachte Kunststück der Österreicherin Angelika Schafferer wiederholen, dreimal in Serie die Gesamtwertung zu gewinnen. Doch Statistik ist nicht die Sache der 26-Jährigen, ihr geht es wie immer um das bestmögliche Rennen. «Ich bin immer hochmotiviert, ich bin immer sehr, sehr ehrgeizig», erklärt Hüfner ihren Antrieb.

Ein weiterer Erfolg, und Hüfner würde endgültig zur großen Gold- Anwärterin für Olympia avancieren. «Deswegen werde ich aber nicht bremsen in Cesana», verspricht die zweimalige Weltmeisterin ohne große Angst vor der Olympia-Favoritenrolle. Und die WM-Bahn von 2011 ist wahrlich ein gutes Pflaster für Hüfner: Hier fuhr sie vor vier Jahren Olympia-Bronze ein und etablierte sich endgültig in der Weltspitze. «Ich habe sehr schöne Erinnerungen an Turin und an die Bahn in Cesana.» Als einzige kann Natalie Geisenberger den Weltcup- Gesamtsieg streitig machen, auch die Miesbacherin hat gute Erinnerungen an die Bahn. Immerhin holte sie hier vor zwei Jahren mit dem EM-Sieg ihren ersten internationalen Titel.

Noch klarer wie bei den Frauen stehen die Dinge einmal mehr bei den Männern: Dem italienischen Ausnahmefahrer Armin Zöggeler reicht ein 21. Rang, um seinen neunten Gesamtsieg perfekt zu machen. Da dürfte nichts mehr schief gehen, immerhin ist der zweimalige Olympiasieger auf seiner Heimbahn noch immer ungeschlagen. Angesichts der Dominanz Zöggelers in Cesana geht es für die deutschen Olympia-Starter Felix Loch, David Möller und Andi Langenhan wohl nur darum, noch einmal Selbstvertrauen für Olympia tanken. (dpa)

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