NFV-Pokal TB Uphusen erreicht Halbfinale

Uphusen. Der Traum vom Einzug in den DFB-Pokal ist beim TB Uphusen präsenter denn je. Der Fußball-Oberligist schaltete nach dem SV Meppen nun auch im Viertelfinale des NFV-Pokals den Regionalligisten SV Wilhelmshaven aus.
22.08.2013, 05:00
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TB Uphusen erreicht Halbfinale
Von Malte Bürger

Uphusen. Der Traum vom Einzug in den DFB-Pokal ist beim TB Uphusen präsenter denn je. Der Fußball-Oberligist schaltete nach dem SV Meppen nun auch im Viertelfinale des NFV-Pokals den Regionalligisten SV Wilhelmshaven aus. Mit einem satten 5:1 (3:0) wurde der Favorit von der Anlage geschossen, letztlich war der Triumph zu keiner Zeit in Gefahr. Glückt nun noch ein weiterer Erfolg in der Vorschlussrunde, geht es für die Elf von André Schmitz tatsächlich im kommenden Jahr in den DFB-Pokal.

Die Anhänger des SV Wilhelmshaven hatten sich bestens präpariert. Pünktlich zum Anpfiff hielten sie ein Spruchband in die Höhe, auf dem zu lesen war: "Noch 180 Minuten bis...? Bayern!" Knappe zwei Stunden später war die Stimmung gekippt. Lautstark wurde per Sprechchor sogar der Rauswurf von Trainer Farat Toku gefordert, erst minutenlange Gespräche zwischen der Mannschaft, den Verantwortlichen und den Fans am Zaun sorgten für eine Beruhigung der Gemüter.

Dabei erging es den Gästen augenscheinlich nur ähnlich wie dem Rest des Publikums: Sie konnten einfach nicht glauben, was sich da soeben auf dem Platz ereignet hatte. Vor allem die erste Halbzeit war von einer derartigen Uphuser Stärke und Abgezocktheit geprägt, wie es die Sportanlage am Arenkamp wohl noch nie erlebt hatte. Fünf Minuten dauerte die Drangphase des SVW, dann sorgten fast nur noch die Platzherren für Angst und Schrecken im gegnerischen Strafraum.

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Nach zehn Minuten traf Saimir Dikollari in bester Torjägermanier, nur wenig später jagte Benjamin Titz den Ball per Direktabnahme unhaltbar in die Maschen (20.). Eine weitere Viertelstunde später war es erneut der Mittelfeldmann, der nach einem Dikollari-Pass traf. Der Wilhelmshavener Anhang flüchtete sich bereits in einen höhnischen Gesang: "Vierte Liga, keiner weiß warum."

Auch André Schmitz tat sich mit einer Einschätzung ein bisschen schwer: "Ich hätte nie gedacht, dass es so laufen würde, vor allem mit einem 3:0-Halbzeitstand", erklärte er. "Wir waren aber wieder einmal konzentriert und gewillt und haben damit genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben."

Nach dem Seitenwechsel wurde es kurz etwas unruhig, der Regionalligist erhöhte verständlicherweise den Druck und erzielte auch den Anschlusstreffer, nachdem TBU-Torhüter Oliver Blum bei seinem Debüt an einer Hereingabe vorbeisegelte. Tim Scheffler köpfte ungehindert ein (51.). "Das war der Weckruf zur richtigen Zeit, danach haben wir wieder die Tugenden aus der ersten Hälfte an den Tag gelegt", meinte Schmitz.

Zwar waren die Gäste auch im weiteren Verlauf aktiver als im ersten Abschnitt, doch dazu brauchte es auch nicht viel. "Jedes Wort zur Leistung meiner Mannschaft ist eigentlich überflüssig", zürnte SVW-Trainer Farat Toku. "Mir tut es vor allem leid für unsere Zuschauer, die extra mitgereist sind. Insbesondere für die erste Halbzeit kann man sich nur entschuldigen."

So blieb es letztlich bei einer einzigen richtig guten Möglichkeit des Favoriten, die Oliver Blum jedoch stark entschärfte (84.). Kurz darauf machte Saimir Dikollari mit einem Doppelschlag endgültig alles klar, nachdem ihm der eingewechselte Philip Schönewolf jeweils mustergültig aufgelegt hatte (88., 90.).

Nach der Partie durfte sich vor allem Dikollari wegen seines Dreierpacks vom Publikum feiern lassen. "Es war ein tolles Spiel, insbesondere, weil die gesamte Mannschaft einen solch tollen Job gemacht hat", gab er jedoch direkt sämtliche Komplimente an die Kollegen weiter. "Das ist natürlich ein toller Tag, ein richtig schöner Erfolg. Doch viel, viel wichtiger ist es, dass wir am Sonnabend ein gutes Spiel abliefern. Dann kommt der Tabellenführer FT Braunschweig, da müssen wir zeigen, was wir können."

Vielleicht gibt es später aber sogar noch ein weiteres Duell mit den Braunschweigern – sie sind nämlich wie der VfB Oldenburg (3:2 in Goslar) und der BSV Rehden (1:0 gegen Cloppenburg) ebenfalls ins Halbfinale eingezogen (7:5 n. E. gegen Havelse). So oder so, da sich beide Finalisten automatisch qualifizieren, sind es nur noch 90 Minuten bis zum ganz großen Spiel im DFB-Pokal – allerdings nicht für Wilhelmshaven, sondern den TB Uphusen.

TB Uphusen - SV Wilhelmshaven 5:1 (3:0)

TB Uphusen: Blum – Spitzer (69. Günes), Wahlers, Duhn, Yildirim, Dikollari, Titz (61.), Airich (80. Schönewolf), Yücel, Temp, Peek

SV Wilhelmshaven: Siegl – A. Hyde, Buduar (68. Kawachi), Etsumori, Braun, Tietz, Jahdadic, Eleftheriadis, Siala (73. Gödde), Scheffler, Plendiskis (37. Fossi)

Tore: 1:0 Saimir Dikollari (10.), 2:0, 3:0 Benjamin Titz (20., 35.), 3:1 Tim Scheffler, 4:1, 5:1 Saimir Dikollari (88., 90.)

Schiedsrichter: Lennart Dornieden (Osnabrück) mit seinen Assistenten Martin Heck und Lasse Braun(mbü)

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