TuS Heidkrug "Team muss Charakter zeigen"

Delmenhorst. Matthias Trätmar wird die neuformierten Fußball-A-Junioren des TuS Heidkrug als Trainer in die schwere Rückrunde der Niedersachsenliga führen.Über die Gründe seiner Zusage und seine sportlichen Ziele sprach der 45-Jährige mit unserem Redakteur Rainer Jüttner.
18.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Delmenhorst. Matthias Trätmar wird die neuformierten Fußball-A-Junioren des TuS Heidkrug als Trainer in die schwere Rückrunde der Niedersachsenliga führen. Diese Entscheidung teilte Manfred Imhoff, kommissarischer Abteilungsleiter, am Montag-Vormittag mit, und sie ist alles andere als überraschend. Denn jahrelang lief Matthias Trätmar für den TuS Heidkrug als Spieler auf, trug bereits als Trainer die Verantwortung für die erste Herrenmannschaft und kickt immer noch bei den Oldies vom Bürgerkampweg mit. Über die Gründe seiner Zusage und seine sportlichen Ziele sprach der 45-Jährige mit unserem Redakteur Rainer Jüttner.

Frage: Wie schwer ist Ihnen diese Entscheidung gefallen?

Matthias Trätmar: Nicht sonderlich. Der TuS Heidkrug ist so etwas wie meine Heimat, und da helfe ich gern. Für mich war nur wichtig, was mein Sohn und meine Lebensgefährtin dazu sagen. Denn nach dem Ausscheiden beim VfL Stenum hatte ich mich eigentlich erst einmal auf eine fußballfreie Zeit eingestellt. Beide hatten nichts dagegen, und da war die Sache klar.

Unklar war lange ja auch die Zukunft der Mannschaft. Es gab Unruhe im Verein, Trainer Oliver Kluth und zahlreiche Spieler waren zu anderen Vereinen gewechselt. Hatten Sie die Entwicklung verfolgt?

Ich habe das Ganze nur aus der Ferne betrachtet und konnte mir ehrlich gesagt keinen Reim darauf machen. Bislang ging es in Heidkrug immer geradeaus und nach oben. Aber ich will mich damit auch gar nicht lange beschäftigen. Passiert ist passiert. Jetzt ist wichtig, dass wir die Mannschaft aufrecht erhalten.

Haben Sie ihre Spieler schon kennen gelernt?

Nein, dafür ging es von Freitag Abend bis jetzt einfach zu schnell. Am Dienstag werden wir uns um 18.30 Uhr erst einmal zusammen setzen und natürlich auch sofort trainieren. Schließlich müssen wir uns mit einer neuen Mannschaft auf eine schwere Rückrunde vorbereiten.

Bislang haben Sie noch keine A-Juniorenmannschaft trainiert. Könnte das problematisch werden?

Nein, denn am Fußball wird sich nichts ändern, und auch der Umgang mit 17- oder 18-Jährigen sehe ich nicht als Problem.

Die Lage scheint als Tabellenletzter mit drei Punkten mehr als prekär zu sein. Ist der Klassenerhalt noch realistisch?

Rein sportlich gesehen, ist es wohl kaum noch möglich. Und natürlich traut uns das auch niemand zu. Aber genau das könnte ja ein Vorteil sein. Ich setze da ganz einfach auf die Mentalität der Spieler. Für sie muss es wichtig sein, überhaupt in der Niedersachsenliga spielen zu dürfen. Selbstverständlich werden wir Niederlagen einstecken müssen. Mir ist eines wichtig. Das Team muss Charakter zeigen, um vielleicht doch noch den einen oder anderen Gegner zu ärgern.

Wie sehen Ihre Ziele aus?

Im Vordergrund steht, dass es hier in Heidkrug mit den A-Junioren weitergeht. Auch in Hinblick auf die anderen Jahrgänge. Und wenn nicht in der Niedersachsenliga, dann eben in der Landes- oder Bezirksoberliga. Auch das wird schon schwer genug.

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