Langlauf Teichmann gelassen: Tour geht erst los

Prag. Axel Teichmann hat seinen Optimismus in Prag nicht verloren, auch wenn der Langläufer beim traditionellen City-Sprint in der tschechischen Hauptstadt im Rahmen der Tour de Ski erwartungsgemäß in der Qualifikation scheiterte und seinen zweiten Gesamtplatz abgeben musste.
04.01.2010, 21:00
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Prag. Axel Teichmann hat seinen Optimismus in Prag nicht verloren, auch wenn der Langläufer beim traditionellen City-Sprint in der tschechischen Hauptstadt im Rahmen der Tour de Ski erwartungsgemäß in der Qualifikation scheiterte und seinen zweiten Gesamtplatz abgeben musste.

Da aber auch für den bisherigen Tour-Spitzenreiter Petter Northug (Norwegen) überraschend noch vor der K.o.-Runde Endstation war, hält sich der Schaden in Grenzen. Neuer Träger des Roten Trikots ist der Schwede Emil Jönsson, der den Sprint gewann, unmittelbar danach aber seinen Ausstieg bekanntgab. Bester Deutscher war Tim Tscharnke (Biberau), der im Halbfinale scheiterte.

Favoritenstürze gab es auch bei den Damen, wo Justyna Kowalczyk die Führung an die Fünftplatzierte Aino Kaisa Saarinen (Finnland) verlor. Den Sieg holte sich die Russin Natalia Korostelewa, die damit die Tour beendete. Die beiden deutschen Viertelfinalistinnen Denise Herrmann (Oberwiesenthal) und Nicole Fessel (Oberstdorf) schieden nach Stürzen aus. Für Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) und Katrin Zeller (Oberstdorf) kam das Aus bereits in der Qualifikation.

Sachenbacher-Stehle beendete daraufhin die Tour und steigt mit den anderen Olympia-Kandidatinnen Claudia Nystad (Oberwiesenthal), Steffi Böhler (Ibach) und Miriam Gössner (Garmisch) in ein längeres Trainingslager ein, um vielleicht doch noch eine olympia-würdige Form zu kommen.

«Die ersten vier Etappen werden voraussichtlich ab Mittwoch Makulatur sein, da beginnt die Tour mit der Etappe von Cortina nach Toblach von vorn», sagte Teichmann, der nach dem Ausstieg Jönssons jetzt Siebter mit einem Rückstand von 16 Sekunden auf den als Führenden startenden Schweden Marcus Hellner ist. Trotzdem war er unzufrieden. «Man sollte sich überlegen, ob man Leute, die nicht so gut sprinten können, durch halb Europa schickt, wo dann auch noch die Schneequalität alles andere als Tour-würdig ist», sagte der Thüringer angesichts der Tatsache, dass wegen eines 3-Minuten-Auftritts die meisten Sportler insgesamt 12 Stunden Autofahrt auf sich nehmen mussten. Wie fast alle Tour-Beteiligten wünscht sich auch Teichmann auf dem Weg von Oberhof nach Val die Fiemme zukünftig eine direkte Linie ohne den Extrem-Abstecher nach Osten.

Glücklich war Tscharnke über die halbe Olympia-Qualifikation. «Die Fahrt hierher hat sich gelohnt. Ich bereite mich jetzt auf die Junioren-WM vor, habe aber Vancouver noch nicht aus den Augen verloren», sagte der Thüringer. (dpa)

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