Langlauf Teichmann Gesamtzweiter der Tour - Damen schwach

Oberhof. Die Herren im Soll, die Damen im Tief: Nach dem ersten Drittel der Tour de Ski haben sich die Prognosen der Experten bestätigt.
03.01.2010, 19:00
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Oberhof. Die Herren im Soll, die Damen im Tief: Nach dem ersten Drittel der Tour de Ski haben sich die Prognosen der Experten bestätigt.

Während Axel Teichmann (Bad Lobenstein) als Gesamtzweiter und Tobias Angerer (Vachendorf) weiter auf Tuchfühlung zum Tour-Spitzenreiter und zweifachen Oberhof-Sieger Petter Northug (Norwegen) sind, haben die Damen in der Gesamtwertung keine Chancen mehr. Nachdem Evi Sachenbacher-Stehle über 10 Kilometer im klassischen Stil als 16. noch beste DSV-Läuferin war, schied sie am Folgetag in der Qualifikation zum Klassik-Sprint aus und rutschte weiter ab.

Dafür kamen zwar Nicole Fessel und ihre Oberstdorfer Club-Kollegin Katrin Zeller weiter, doch im Viertelfinale bekamen auch sie die Grenzen aufgezeigt. Dagegen feierten Petra Majdic (Slowenien) im Sprint und Tour-Spitzenreiterin Justyna Kowalczyk (Polen) im Distanzrennen souveräne Siege.

Sein persönliches Oberhof-Ziel mit zwei Podestplätzen erreichte Teichmann mit etwas Glück. «Platz drei ist völlig in Ordnung im Sprint. Ich hatte zwar Glück als Lucky Loser im Halbfinale, aber es war auch harte Arbeit. Platz zwei in der Gesamtwertung ist eine sehr gute Ausgangsposition. Wir sind auf einem guten Weg», meinte Teichmann zufrieden, nachdem er nachträglich auf Rang drei vorrückte. Der Russe Ivan Alipow wurde wegen Behinderung zurückgestuft. Am Sieg des Norwegers Eldar Rönning vor Northug aber gab es keine Zweifel.

Das Klassik-Rennen über 15 km zeigte die weiter ansteigende Form der DSV-Herren. Zwar konnte keiner den erneut fulminant antretenden Northug halten, doch die Plätze fünf durch Angerer, sechs von Teichmann und acht von Jens Filbrich (Frankenhain) bedeuteten das beste Mannschaftsergebnis in diesem Winter. Mit diesem Ergebnis im Rücken wurde auch der Sprint am Sonntag zu einer Demonstration gewachsener Stärke.

Deshalb macht sich auch Angerer weiter Hoffnung trotz seines Scheiterns im Sprint-Viertelfinale. «Es war ein sehr schneller Lauf, aber morgen in Prag gibt es eine neue Sprint-Chance», meinte der Bayer. Für Filbrich, der im Viertelfinale stürzte, wird wie in den vergangenen Jahren die Aufgabe des Adjutanten für die besten deutschen Tour-Läufer übrig bleiben.

Bei den Damen geht dagegen das Wundenlecken weiter. Im Sprint überzeugten lediglich die beiden Oberstdorferinnen Fessel und Zeller zumindest in der Qualifikation. Für beide kam im Viertelfinale dann das Aus, womit die vorsichtige Hoffnung auf das Olympia-Ticket zunächst weiter schwand. «Die Kurve war vereist, die Spurrillen konnte man nicht sehen», sagte Zeller, die alle Chancen auf das Halbfinale bei einem Sturz begraben musste.

Nachdem Steffi Böhler (Ibach) wegen einer sich anbahnenden Erkältung vorsorglich von Behle aus dem Team genommen und nach Hause geschickt worden war, droht dieses Schicksal nun auch Claudia Nystad. Die Oberwiesenthalerin quälte sich durch die Sprint-Qualifikation und winkte dann resigniert ab. «Spätestens nach Prag am Montag geht sie auch raus», gab Behle bekannt und untermauerte anschließend seine Kritik an den Damen: «Wir sind natürlich nicht zufrieden, wollten wenigstens eine Läuferin ins Halbfinale bringen. Was wir hier sehen, ist ein Spiegelbild nicht nur dieser Saison. Die Damen haben extreme Defizite. Aber woher soll es auch kommen», fragte der Coach und verwies auf den Trainingsrückstand. (dpa)

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