Tour de Ski

Teichmann: Olympia hat absolute Priorität

Val di Fiemme. Vor den letzten beiden Etappen der Tour de Ski der Langläufer in Val di Fiemme liegt der Bad Lobensteiner Axel Teichmann als 3. in Lauerstellung. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa spricht der Thüringer über seine Aussichten und die weitere Saisonplanung.
08.01.2010, 11:40
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Teichmann: Olympia hat absolute Priorität

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dpa

Val di Fiemme. Vor den letzten beiden Etappen der Tour de Ski der Langläufer in Val di Fiemme liegt der Bad Lobensteiner Axel Teichmann als 3. in Lauerstellung. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa spricht der Thüringer über seine Aussichten und die weitere Saisonplanung.

Sie haben als gegenwärtig Dritter der Tour de Ski beste Aussichten, Ihren dritten Gesamtrang vom vergangenen Jahr zu wiederholen. Oder wollen Sie sogar mehr?

Teichmann:«Die Ausgangssituation ist wirklich gut, der Rückstand nach vorn okay. Das Finale der Tour wird spannend, zumal wir alle schon ordentlich Kräfte gelassen haben. Die Tour entscheidet sich definitiv erst am Alpe Cermis. Aber ehrlich gesagt ist es mir am Sonntag egal, ob ich Dritter, Vierter oder Fünfter bin. Ich wollte zeigen, dass ich weiter zur Weltspitze gehöre. Das ist mir gelungen. In jedem Fall hat Olympia für mich absolute Priorität. Ich habe noch keine Medaille, die möchte ich dort holen. Deshalb ist mir der Tour-Ausgang am Ende wirklich egal.»

Vor dem Aufstieg zum Alpe Cermis gibt es noch ein Massenstartrennen mit mehreren Zwischensprints. Das haben Sie im vergangenen Jahr dominiert, es gab eine gute Mannschaftstaktik. Spekulieren Sie auch diesmal darauf?

Teichmann:«Was am Samstag wird, werden wir aus der Situation heraus entscheiden. Es wird noch mal ein schönes Rennen, darauf freue ich mich. Was dann heraus kommt, wird man sehen.»

Wie verläuft der Ruhetag am Freitag?

Teichmann:«Ruhetag ist gut. Ich werde Skilaufen. Wenn ich relaxe und lange im Bett bleibe, brauche ich am Samstag gar nicht erst anzutreten. Schlafen kann ich ab Montag. Dann setzt die Regenerationsphase ein, der schließt sich dann die unmittelbare Olympia-Vorbereitung an.»

Die Tour de Ski hat sich im Kalender etabliert, mit dem von Ort-zu-Ort-Rennen kam in diesem Jahr ein neues Format dazu. Wie schätzen Sie die Rennserie ein?

Teichmann:«Ich glaube schon, dass die Tour ihren Stellenwert hat. Klar gibt es immer noch etwas zu verbessern. So ist beispielsweise der Umweg über Prag nicht gerade förderlich, vor allem, wenn man solche Verhältnisse wie in diesem Jahr vorfindet. Und dann sollte wirklich überlegt werden, ob vor Olympia acht Etappen sein müssen. Voriges Jahr waren es vor der WM sieben Tagesabschnitte. Die Etappe von Cortina nach Toblach aber war ein Erlebnis.»

Sie gelten besonders krankheitsanfällig. Wie verkraften Sie die diesjährige Tour?

Teichmann:«Nach meiner Erkrankung vor Weihnachten habe ich alle möglichen Tests gemacht, die Medikation wurde umgestellt. Seitdem geht es mir ganz gut. Seit Prag hat sich der Husten zwar wieder etwas verstärkt, aber es geht. Deshalb ist mein vorrangiges Ziel, gesund auf dem Alpe Cermis anzukommen und dann die Olympia-Vorbereitung anzugehen.»

Interview: Gerald Fritsche, dpa (dpa)

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