Tennis

Ottersberg siegt in einem wahren Krimi

Die Herren 40 des Ottersberger TC haben den Pinneberger TC erst mit dem letzten Doppel geschlagen. Der TC Oyten musste dagegen eine deftige Pleite einstecken.
06.07.2020, 15:53
Lesedauer: 3 Min
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Von Maurice Reding und Florian Kastens
Ottersberg siegt in einem wahren Krimi

Ottersbergs Mannschaftsführer Christoph Engelke behielt in seinem Einzel im Matchtiebreak die Oberhand.

Björn Hake

Der Ottersberger TC hat einen wahren Tennis-Krimi für sich entschieden. Damit bleiben die Herren 40 in der Nordliga an der Tabellenspitze. Die Herren 55 des TC Oyten gingen in ihrem Oberliga-Match dagegen sang- und klanglos unter.

Ottersberger TC - Pinneberger TC 5:4: Nach zwei souveränen Siegen zum Start haben die Herren 40 des Ottersberger TC ihr Nordliga-Match gegen den Pinneberger TC knapp gewonnen. Das 5:4 sollte sich als wahrer Tennis-Krimi herausstellen. Nach den ersten drei Einzeln lagen die Gäste bereits mit 3:0 in Front. „Wir hatten aber auch Pech mit Verletzungen“, erklärte Mannschaftsführer Christoph Engelke den Rückstand. Ottersbergs Nummer eins Michael Weiß zog sich eine Zerrung zu, sodass die etatmäßige Nummer zwei Andreas Busch an eins startete. Busch gewann zwar den ersten Satz, musste sich am Ende aber im Matchtiebreak geschlagen geben. André Stelling sah bei seiner 2:6, 1:6-Niederlage keinen Stich. „Das war der erwartet starke Gegner“, sagte Engelke. Marco Wingerning musste wie Busch in den Matchtiebreak, hatte aber ebenfalls mit einer Verletzung zu kämpfen. „Marco war bis zu seiner Verletzung auf dem Siegerweg. Er hat im zweiten Satz mit 3:1 geführt. Dann hat aber der Rücken blockiert“, berichtete Engelke. Torsten Hartjen an Nummer vier löste seine Aufgabe mit zwei 6:3-Satzgewinnen souverän. Engelke hingegen verlor seinen ersten Satz. „Den Anfang habe ich total verpennt“, gestand der Mannschaftsführer. Doch Engelke glich im zweiten Satz aus und entschied den Matchtiebreak für sich.

Sebastian Weil sorgte mit einem deutlichen 6:0, 6:1-Erfolg für ein Unentschieden nach den Einzeln. Nach dem ersten Doppel gingen die Ottersberger erstmals in Führung. Busch und Stelling gewannen souverän (7:5, 6:2). Im zweiten Doppel versuchte es Weiß noch einmal. Doch am Ende stand mit seinem Partner Torsten Hartjen eine 2:6, 4:6-Niederlage.

Somit musste das letzte Doppel über Sieg und Niederlage entscheiden. Wingerning, dessen Rückenblockade rechtzeitig gelöst wurde, sowie Weil hielten dem Druck stand und dominierten ihren Gegner deutlich (6:0, 6:3). Damit war der dritte Sieg im dritten Spiel perfekt – und das, obwohl beide Mannschaften in den Doppeln unter widrigsten Bedingungen gegeneinander spielten. „Es hat die ganze Zeit geregnet. Dass der Gegner zu Ende gespielt hat, war eine faire Geste“, lobte Engelke die Gäste. Die Ottersberger haben nun knapp zwei Wochen Pause, in denen sie regenerieren können. Danach tritt der Spitzenreiter beim TSV Kirchrode Hannover an, der sein bislang einziges Spiel verloren hat.

TC Oyten - TC Eckernworth Walsrode 0:9: Wie schon befürchtet, hat die Herren-55-Mannschaft des TC Oyten eine hohe Niederlage einstecken müssen. Im dritten Punktspiel der Oberliga-Saison setzte es auf eigener Anlage ein klares 0:9 gegen den Meisterschaftsfavoriten vom TC Eckernworth Walsrode. Die Gäste aus Walsrode liefen im Vorjahr noch als Herren-50-Mannschaft in der Nordliga auf. Daher war im Lager des TC Oyten bereits im Vorfeld klar, welche Aufgabe anstand. Als ebenso unlösbar sollten sich dann auch viele dieser Aufgaben darstellen. So gelangen Hilmar Wagner, Martin Kehmna und Philipp Uphoff an den vorderen Positionen – ohne zu enttäuschen – nur wenige Spielgewinne pro Satz. Dichter dran waren an den Positionen vier, fünf und sechs ihre Mitspieler. Hartmut Schmidt-Klute verlor Durchgang eins trotz einer 4:1-Führung und eines späteren Satzballes doch noch knapp im Tiebreak. Anschließend konnte er den Siegeszug seines Gegners nicht mehr stoppen.

Helmut Ludwig entschied sogar den ersten Satz deutlich mit 6:2 für sich. Dann aber wurde sein Kontrahent immer stärker. Ludwig musste den Satzausgleich hinnehmen und gab auch den entscheidenden Matchtiebreak mit 4:10 ab. „Da waren wir zumindest dem verdienten Ehrenpunkt sehr nah, und auch Thomas Weber war nicht weit entfernt“, lobte Hartmut Schmidt-Klute den Kampfgeist seiner Teamkollegen. Weber versuchte in seinem Duell ebenfalls alles, lag in beiden Sätzen jeweils mit 5:3 in Front, musste sich letztlich aber äußerst knapp mit 5:7 und 6:7 geschlagen geben. Somit war das Punktspiel bereits nach den Einzeln klar zugunsten der Gäste entschieden, die sich auch in den abschließenden Doppeln ungefährdet durchsetzten. „Ein 0:9 klingt natürlich hart, aber gegen solch starke Gegner kann man das akzeptieren. Wir haben trotzdem gute Leistungen gebracht, alles gegeben und hatten unseren Spaß“, versicherte Hartmut Schmidt-Klute.

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