Tennis

Ottersberg legt Auftakt nach Maß hin

Die Herren 50 des Ottersberger TC haben einen Traumstart hingelegt und auch ihr zweites Punktspiel für sich entschieden. Der TC Völkersen verlor sein Auftaktmatch klar, für den TC Oyten wurde es am Ende bitter.
30.06.2020, 15:30
Lesedauer: 4 Min
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Von Maurice Reding und Florian Kastens
Ottersberg legt Auftakt nach Maß hin

Marco Wingerning von den Herren 50 des Ottersberger TC gewann sein Einzel knapp. Im Doppel siegte er mit seinem Partner Sebastian Weil dagegen souverän.

Björn Hake

Die Herren 50 des Ottersberger TC haben in der Nordliga auch ihr zweites Punktspiel in dieser Saison gewonnen. Dagegen mussten sich die Herren 60 des TC Völkersen, die ebenfalls in der Nordliga antreten, klar geschlagen geben. Bitter wurde es für die Herren 55 des TC Oyten, die in ihrem Oberliga-Punktspiel bereits mit 4:2 führten, am Ende aber doch noch unterlagen.

Ottersberger TC - SC Condor 6:3: Wieder 6:3 gewonnen, erneut 4:2 nach den Einzeln und 2:1 nach den Doppeln: Die Herren 50 des Ottersberger TC haben in der Nordliga eine exakte Kopie ihrer ersten Punktspiels hingelegt. „Diesmal war der Gegner aber stärker“, sagte Mannschaftsführer Christoph Engelke. Nachdem die Ottersberger zum Auftakt den Klipper THC besiegt hatten, zeigte die Mannschaft auch gegen den SC Condor keine Schwäche und gewann souverän. Ein Start nach Maß also. „Es ist ein gelungener Auftakt, es läuft gut für uns. Wir können dementsprechend zufrieden sein“, freute sich Engelke über die zwei gewonnenen Spiele. Gegen den SC Condor, der sein Auftaktspiel ebenfalls für sich entschied, musste Ottersbergs Nummer eins Michael Weiß erneut eine Niederlage einstecken (4:6, 2:6). Doch Andreas Busch glich mit seinem gewonnenen Einzel aus. Marco Wingerning musste gegen Andreas Becker in den dritten Satz, sicherte sich diesen aber mit 10:6 und brachte die Ottersberger in Führung.

Neu an Nummer vier war diesmal Torsten Hartjen. „Er war das erste Mal nach einem Jahr wieder dabei. Und er hat direkt gut eingeschlagen“, freute sich Engelke über die Rückkehr seines Mannschaftskollegen. Gut eingeschlagen war dabei noch untertrieben. Hartjen deklassierte seinen Gegner mit zwei souveränen Satzgewinnen (6:0, 6:1). Mannschaftsführer Engelke sorgte mit einem souveränen 6:3, 6:1-Erfolg für eine komfortable Führung, auch wenn Sebastian Weil an Nummer sechs sein Einzel verlor. Damit fehlte den Ottersbergern nur noch ein Punkt, um den Sieg perfekt zu machen. Im ersten Doppel traten Weiß und Hartjen an. Sie verloren ihren ersten Satz knapp mit 6:7, glichen mit einem 6:2 aber aus. Im dritten Satz behielten sie mit 10:6 die Oberhand und machten den Erfolg damit vorzeitig perfekt. Dass Busch und Engelke ihr Doppel verloren (7:5, 4:6, 8:10), fiel nicht mehr ins Gewicht.

Zum Abschluss setzten sich Wingerning und Weil noch mal deutlich mit 6:3, 6:2 durch und sorgten damit für den 6:3-Gesamtsieg. „Wir hatten das dritte Doppel wieder stark gemacht. Nachdem wir das erste aber direkt gewonnen hatten, war die Luft raus. Dennoch herrschte eine gute Stimmung“, berichtete Engelke. Für den Ottersberger TC geht es am dritten Spieltag gegen den Pinneberger TC, der sein Auftaktspiel verlor, weiter.

1. Kieler HTC v. 1907 - TC Völkersen 7:2: Wenig zu holen gab es für die Herren-60-Mannschaft des TC Völkersen beim 1. Kieler THC von 1907. Mit 2:7 ging das erste Nordliga-Punktspiel der Vereinsgeschichte verloren.

Da die Gastgeber nicht auf den Verlegungswunsch des TC Völkersen eingingen, konnten die Gäste im hohen Norden nicht in Bestbesetzung antreten. So fehlte Mannschaftsführer Manfred Goetjes. „Aber selbst in voller Besetzung wäre die Aufgabe nur ungleich einfacher geworden. Kiel ist ein Absteiger aus der Regionalliga, und insgesamt wird die Luft in dieser Liga für uns einfach dünner. Trotzdem haben wir uns ordentlich verkauft und in einigen Matches gezeigt, dass wir durchaus mithalten können“, sagte Völkersens Michael Schmitz. Die Gegner präsentierten sich durch die Bank extrem spielstark und entschieden das Punktspiel schon nach den Einzeln. Manfred Meyer und Friedrich Kahrs hatten nicht den Hauch einer Chance und verloren glatt in zwei Sätzen. Auch die anderen Einzel wurden in zwei Sätzen entschieden, verliefen aber teilweise deutlich ausgeglichener. So verlor Frank Held den ersten Satz knapp im Tiebreak. Werner Kreutzträger verpasste bei gleich vier Satzbällen im zweiten Durchgang nur hauchdünn einen Entscheidungssatz.

Im Spitzeneinzel benötigte Volker Velewald etwas Anlaufzeit. Spätestens mit Beginn des zweiten Durchgangs fand er aber immer besser in die Partie und gestaltete diese offener. „In meinem Einzel hätte ich den ersten Satz gewinnen können. Im zweiten war mein Gegner dann einfach sicherer und druckvoller“, kommentierte Michael Schmitz seine 5:7, 2:6-Niederlage. Freude kam dann zumindest noch nach den Doppeln auf. Zwar verloren Volker Velewald und Friedrich Kahrs chancenlos. Dafür punkteten Michael Schmitz und Manfred Meyer sowie Werner Kreutzträger und Frank Held gleich doppelt und sorgten für die ersten Punktgewinne des TC Völkersen in der Nordliga.

TC Fredenbeck - TC Oyten 5:4: „Es passiert wohl wirklich selten, dass man nach einer 4:2-Führung noch alle drei Doppel abgibt und das Punktspiel verliert, aber genau das ist uns leider passiert.“ Hartmut Schmidt-Klute, Mannschaftsführer der Herren 55 des TC Oyten, fiel es nicht so leicht, die erlittene 4:5-Niederlage beim TC Fredenbeck zu erklären. Zu gerne wollte sich sein Team revanchieren für die ebenfalls unnötige 3:6-Pleite auf eigener Anlage aus der Vorwoche.

Die Gäste wähnten sich dabei lange auf einem sehr guten Weg. An den beiden Einzel-Niederlagen gab es wenig zu deuteln. Im Spitzeneinzel vertrat Martin Kehmna den verletzten Hilmar Wagner und hatte das „Vergnügen“, sich mit dem überragenden Stefan Poppe auseinandersetzen zu dürfen. Auch Hartmut Schmidt-Klute verlor glatt. „Ich habe nie zu meinem Spiel gefunden, weil mein Gegner extrem variabel gespielt hat“, erkannte der Kapitän an. Freude hatte er an den Auftritten von Philipp Uphoff und Thomas Weber, die ihre Partien dominierten und ungefährdet gewannen. Erfolgreich Revanche nahm Helmut Ludwig gegen den unangenehm zu bespielenden Thomas Schulze. Wieder lieferten sich beide lange Zeit ein komplett ausgeglichenes Duell. Erst als Ludwig mit einem 8:6 im Tiebreak des zweiten Satzes den Matchverlust verhinderte, war die Gegenwehr seines Kontrahenten gebrochen – 6:0 lautete das Ergebnis im dritten Satz. Der an Position drei spielende Gerd Scheinert profitierte in seinem Match von der frühen Aufgabe seines Gegners. Schon im zweiten Aufschlagspiel verletzte sich Dietmar Naumann so schwer an der Schulter, dass ein Weitermachen unmöglich war.

„Für die Doppel waren wir dann guter Dinge. Die Gegner haben so aufgestellt, wie wir es erwartet hatten, und wir haben für uns vor allem im ersten und im dritten Doppel realistische Siegchancen gesehen“, sagte Hartmut Schmidt-Klute, der einige Zeit später dann aber konstatieren musste, dass „die Ergebnisse ziemlich ernüchternd waren, weil man einfach anerkennen muss, dass Fredenbeck alle drei Doppel verdient gewonnen hat. So ist es leider im Tennis manchmal.“

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