Tennis

Startschuss in die Übergangssaison

Beckedorfer TC verzichtet im Erwachsenenbereich komplett, TSV Lesum-Burgdamm und TV Schwanewede sind hingegen stark vertreten.
09.06.2020, 15:01
Lesedauer: 3 Min
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Von Jens Pillnick
Startschuss in die Übergangssaison

Beim TSV Lesum-Burgdamm haben nur die Herren 70 zurückgezogen, alle anderen Erwachsenenteams bestreiten Punktspiele. Olaf Janßen ist für die Herren 30 II am Start.

Jens Pillnick

Bremen-Nord. Am Wochenende 13./14. Juni erfolgt der Start in die Übergangssaison des Tennisverbandes Niedersachsen Bremen (TNB). Eine Saison, mit der die Vereine in der Region ganz unterschiedlich umgehen. Der TSV Lesum-Burgdamm hat von der Möglichkeit, die Punktspielmannschaften kostenlos vom Spielbetrieb zurückzuziehen, nur einmal Gebrauch gemacht, der TV Schwanewede fünfmal und der Beckedorfer TC hat sich für den kollektiven Verzicht im Erwachsenenbereich entschlossen. Gar keine Punktspiele gibt es mit Beteiligung des TV Grohn, der ursprünglich fünf Erwachsenenteams aufgeboten hatte.

Geteilt ist das Echo auf die Teilnahme an der Übergangssaison auch in der Wesermarsch. Der SV Lemwerder, der nur die Herren 40 (Verbandsklasse) gemeldet hatte, tritt nicht an, der Berner TV schickt seine beiden Teams (Herren 30/Damen 40) indes ins Rennen. Beim LemwerDer TV mischen die Herren 60 mit, die Herren 50, Junioren A und Juniorinnen B haben hingegen zurückgezogen.

Bis zum 1. Juni war den Vereinen aus Niedersachsen und Bremen vom Verband die Möglichkeit eingeräumt worden, Mannschaften ohne das Erheben eines Ordnungsgeldes zurückzuziehen. Eine Option, die laut TNB 40 Prozent der Teams in Anspruch nahmen. Die Voraussetzungen an diesem Stichtag waren allerdings andere als heute. Zwar gibt es wegen der Corona-Pandemie weiterhin strenge Hygienevorschriften und auch am sportlichen Wert (es gibt keine Auf- und Absteiger) hat sich nichts geändert, doch das Gesamtpaket für Punktspiele stellt sich mittlerweile etwas interessanter dar. So steht fest, dass nicht nur Einzel, sondern auch Doppel gespielt werden dürfen. Ferner dürfen die Duschen und Umkleiden genutzt werden und auch eine Getränkeausschank ist wieder erlaubt.

„Eine tote Saison ohne Auf- und Absteiger macht keinen Sinn“, erklärt Thomas Patzelt vom Beckedorfer TC, warum er unter anderem für einen kollektiven Verzicht im 13 Teams umfassenden Erwachsenenbereich in seinem Verein geworben hatte. Beim Nachwuchs wollen fünf von ursprünglich neun Teams Punktspiele bestreiten. In ein, zwei Fällen hätte der BTC-Sportwart bei den Erwachsenen zwar Überzeugungsarbeit leisten müssen, doch ein gemeinschaftliches Auftreten des Vereins sei ihm wichtig gewesen. Zuerst wären die Herren 40 (Landesliga) und die Damen (Verbandsklasse) an ihn wegen eines Verzichtwunsches herangetreten, dann mehr und mehr Mannschaften. Auch wenn die Rahmenbedingungen sich binnen weniger Tage stark geändert hätten, würden sie ihm weiterhin nicht gefallen. Denn weiterhin fehle das gemeinschaftliche Zusammensitzen mit dem obligatorischen Essen nach dem Punktspiel. Außerdem habe man beim Beckedorfer TC keine Lust darauf, dass die Anlage wegen möglicher Verstöße gegen die Corona-Regeln bei Punktspielen vom Ordnungsamt geschlossen werde. Verwundert zeigt sich Thomas Patzelt darüber, dass jetzt wieder Doppel gespielt werden darf: „Wie soll man da im Eifer des Gefechts den Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern wahren. Das geht nicht.“ Da aber vor allem die älteren Mitglieder fast ausschließlich Doppel spielen würden, hat der BTC dies intern gestattet.

Ganz anders stellt sich die Situation beim TSV Lesum-Burgdamm dar. Bei den Nordbremern, bei denen Thomas Schlätzer gerade als Spartenleiter von Christine Winter und Jan-Dirk Bruns abgelöst worden ist, haben sich nur die Herren 70 gegen eine Punktspielrunde entschieden. Ob die fünf Jugendmannschaften auflaufen werden, ist laut Pressewart Hayo Hayen allerdings noch nicht entschieden. Die Punktspiele des Nachwuchses sind allerdings auch erst für Ende August terminiert. Überlegungen, ob der Nachwuchs um Spiel, Satz und Sieg wetteifern soll, betreffen den TV Grohn mit seinen fünf Teams (Herren 30, Herren 40, Herren 55 I und II sowie Damen 30) nicht. Bei diesem Quintett herrschte laut Sportwartin Julia Korte Einigkeit, alle Teams wären frei in ihrer Entscheidung gewesen und hätten ihr auf Anfrage einen Punktspielverzicht rückgemeldet.

Rund 80 Prozent aller Mannschaften haben beim TV Schwanewede der Übergangssaison ein Jawort gegeben. Von den 26 gemeldeten Team treten die Damen 30 II, Damen 40 II, Damen 55, Herren 65 und U8 Jungen II nicht an. „Wir haben die Entscheidungen dazu bewusst in die Hände der Spieler beziehungsweise Eltern gelegt. Auch weil wir weitere Lockerungen erwartet haben, die auch schon eingetreten sind“, erklärt Dennis Bokelmann. Der Abteilungsleiter ist heilfroh darüber, dass das Vereinsheim, die Duschräume und Umkleiden wieder geöffnet werden dürfen. „Es darf nur eine Person hinter dem Tresen sein, vier Personen pro Umkleide, zwei pro Duschraum und die Tische im Vereinsheim und Wintergarten müssen zwei Meter auseinanderstehen“, erläutert der TVS-Spartenleiter einige Details aus dem Dominzil am Flachsberg.

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