Fußball-Landesligist muss 780 Euro Strafe zahlen für die Vorkommnisse nach dem Heimspiel gegen Rotenburg Teures Nachspiel für die „Kometen“

Pennigbüttel. Insgesamt 780 Euro – so viel muss Fußball-Landesligist SV Komet Pennigbüttel zahlen, weil ein Zuschauer beim Heimspiel gegen den Rotenburger SV am 5. April gegenüber den beiden Schiedsrichterassistenten handgreiflich geworden ist.
20.05.2017, 00:00
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Teures Nachspiel für die „Kometen“
Von Tobias Dohr

Pennigbüttel. Insgesamt 780 Euro – so viel muss Fußball-Landesligist SV Komet Pennigbüttel zahlen, weil ein Zuschauer beim Heimspiel gegen den Rotenburger SV am 5. April gegenüber den beiden Schiedsrichterassistenten handgreiflich geworden ist. Das Bezirkssportgericht Lüneburg unter Vorsitz von Rüdiger Wiegand (Rotenburg) hat nun in einem schriftlichen Verfahren das Urteil gefällt. 750 Euro Strafe für das Vergehen plus 30 Euro Verfahrenskosten sind so am Ende zusammengekommen.

Bis Dienstag kann der SV Komet Pennigbüttel Einspruch gegen dieses Urteil einlegen, doch Olaf Windhorst, erster Vorsitzender der Fußballsparte deutete bereits an, darauf verzichten zu wollen: „Wir distanzieren uns von diesem Vorfall, werden aber natürlich dennoch dafür geradestehen.“ In seiner Begründung beruft sich das Sportgericht darauf, dass der Verein gegen Paragraf 39 der Rechts- und Verfahrensordnung verstoßen hat. Dieser gibt vor, dass „jeder Verein für den Schutz und die Sicherheit des Schiedsrichters und der Assistenten verantwortlich ist“. Zudem wurde laut dem Gericht gegen den Punkt 4.1 der Ausschreibung des Bezirksspielausschusses verstoßen.

Dort wird vorgeschrieben, dass mindestens vier deutlich gekennzeichnete Ordner vor Ort sein müssen und das Schiedsrichtergespann nach Abpfiff von der Mittellinie bis zur Kabine begleiten müssen. Laut Aussage des Schiedsrichtergespanns um Referee Nikolas Wilckens (SV Drochtersen/Assel) waren nur zwei Ordner auszumachen. Und die sollen zum Zeitpunkt des Vorfalls an der Eckfahne gestanden haben. Das Bezirkssportgericht hatte auch eine Platzsperre in Betracht gezogen, davon aber aufgrund einer möglichen „negativen Beeinflussung des Wettbewerbs“ abgesehen.

Im Anschluss an die Partie der „Kometen“ gegen Rotenburg, in der der Ausgleichstreffer der Gäste erst in der 99. Minute gefallen war, hatte ein Zuschauer die beiden Linienrichter ins Gesicht geschlagen. Der betreffende Mann hat bereits Stadionverbot. Ob der Verein die Strafe von dem langjährigen Vereinsmitglied zurückfordern wird, soll in den kommenden Wochen hinter verschlossenen Türen entschieden werden.

Im letzten Auswärtsspiel der Saison tritt der SV Komet Pennigbüttel beim akut abstiegsbedrohten TSV Ottersberg an. „Genau wie in Cuxhaven wollen wir noch mal ein gutes Auswärtsspiel abliefern“, sagt Trainer Malte Jaskosch. Auch wenn es für die Lila-Weißen selbst um nichts mehr geht, wolle man mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit in diese Partie gehen. „Wir wollen uns schließlich nichts nachsagen lassen“, sagt Jaskosch, „aber das würde auch nicht dem Charakter meiner Mannschaft entsprechen.“ Stefan Hobbie fällt erneut aus, dafür kehrt Routinier Rene Thiel zurück in die erste Elf und wird voraussichtlich wieder als Innenverteidiger auflaufen. Im Tor wird wieder Stammkeeper Philip Böttjer zwischen den Pfosten stehen. Am Dienstag wurde übrigens das neue Trainerteam um Chefcoach Marco Meyer und Co-Trainer Norman Thies erstmals der Mannschaft vorgestellt. Doch jetzt stehen erst einmal die letzten beiden Spiele für Malte Jaskosch als verantwortlicher Trainer der „Kometen“ an. TD
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