Fußball-Oberliga

Throls erneute Rückkehr

Daniel Throl verlässt zum zweiten Mal den TB Uphusen und wechselt wieder nach Langwedel zurück.
10.06.2019, 18:04
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Throls erneute Rückkehr
Von Patrick Hilmes
Throls erneute Rückkehr

Kehrt dem TB Uphusen erneut den Rücken: Daniel Throl wechselt von der Oberliga in die Bezirksliga.

Björn Hake

Ausnahmen bestätigen die Regel. Daniel Throl ist eine dieser Ausnahmen unter den Fußballern. In der Regel wollen sich alle immer weiter verbessern, den nächsten Schritt machen, immer höher hinaus. Die höchstmögliche Liga ist das Ziel. Doch nicht so für Daniel Throl, er hat sich nun endgültig dazu entschieden, zwei Schritte zurück zu machen, nicht höher hinauszuwollen, er geht in die andere Richtung. Er verlässt den Oberligisten TB Uphusen und schließt sich dem Bezirksligisten FSV Langwedel-Völkersen an.

Daniel Throl, TB Uphusen, FSV Langwedel-Völkersen – das ist eine Dreiecksbeziehung im On/Off-Modus. Im vergangenen Sommer war Throl nicht das erste Mal vom FSV zum TBU gewechselt und nimmt diesmal nicht zum ersten Mal den umgekehrten Weg. Bereits im Winter 2016 brach er seine Zelte in Uphusen ab, damals aus beruflichen Gründen. Diesmal ist das anders, diesmal lautet der Grund Perspektive. „Ich will in Langwedel etwas aufbauen und in zwei, drei Jahren aufsteigen. Nächste Saison wollen wir ein paar Mannschaften wie unseren Nachbarn Etelsen ärgern, mit Verstärkungen im darauffolgenden Sommer wollen wir dann oben mitspielen. Ich bin nicht gekommen, um nur in der Bezirksliga mitzukicken“, erzählt Throl.

Seine Entscheidung, die andere Richtung einzuschlagen, habe er sich gut und lange überlegt, schwergefallen sei sie ihm trotzdem. „Ich habe in den letzten Wochen noch nie so viel über Fußball nachgedacht und geredet. Es gab immer nur Langwedel oder Uphusen. Ich frage mich auch jetzt noch, warum ich so entschieden habe. Aber jetzt bin ich auch entschlossen, das mit Langwedel durchzuziehen“, betont Throl. Ein Grund war auch Coach Emrah Tavan, sein bester Kumpel, sein „Bruder“. Tavan übernahm den FSV kurz vor Saisonbeginn, damals hatte Throl schon in Uphusen zugesagt. „Hätte es vorher festgestanden, dass Emrah Trainer wird, wäre ich gar nicht erst nach Uphusen gegangen“, sagt Throl, „das ist bei uns ein Geben und Nehmen. Er hätte auch verstanden, wenn ich in Uphusen geblieben wäre.“

Das hätten die Verantwortlichen vom Arenkamp auch gerne gesehen, haben sie dem schnellen Außenbahnakteur doch deutlich mehr Einsatzzeiten als in der abgelaufenen Saison in Aussicht gestellt. „Er brauchte diese eine Saison und ich bin mir sicher, er hätte bei uns eine ganz starke Oberliga-Saison gespielt. Es ist ein mutiger Schritt und wir finden es sehr schade, dass Daniel geht. Aber es hat sich für ihn bei uns zu wenig verändert“, kommentiert Mike Gabel, neben Florian Warmer Uphusens zweiter Sportlicher Leiter, den Wechsel. Unerwartet trifft er Gabel und Co. nicht, über mehrere Wochen hatte sich Throl Gedanken gemacht. Und diese Zeit wurde genutzt, um einen Plan B in der Tasche zu haben. „Wir sind an einer Alternative dran“, verrät Mike Gabel. Zudem konnte er bekannt geben, dass mit Mert Bicakci und Philipp-Bruno Rockahr zwei weitere Spieler ihre Zusage für die nächste Saison gegeben haben. Damit sind beim TBU fast alle Personalien bezüglich des bisherigen Kaders geklärt. Einzig hinter dem Verbleib von Rilind Neziri steht noch ein Fragezeichen.

Zurück zu Throl: Der hatte einerseits seine Bedenken in Bezug auf die Einsatzzeiten, da er zu Beginn der Vorbereitung im Urlaub weilt, und andererseits reizte ihn sein „Zuhause“ zu sehr. Und dieses Zuhause freut sich ungemein über die erneute Rückkehr. „Keine Frage, Daniel ist natürlich ein super Gewinn für uns. Allein mit ihm hat man bereits zehn Punkte auf der Habenseite. Diesmal haben wir den Klassenerhalt nur knapp geschafft, das soll nun nicht mehr so sein. Mit ihm haben wir ein Alpha-Tier, was uns noch fehlte, einer, zu dem alle hochsehen“, ist Tavan begeistert.

Bleibt der Punkt mit der Spielklasse: In der Oberliga wird mehr Fußball gespielt als in der Bezirksliga. Ist jemand schneller, wird dieser in der Bezirksliga auch gerne mal rustikal von den Beinen geholt, wie Throl selbst nur zu gut weiß. „Das nehme ich alles in Kauf.“ Er weiß, was auf ihn zukommt, und er will es dennoch so. Er ist halt die Ausnahme.

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