Tischtennis

TSV Heiligenrode und SC Twistringen eint dasselbe Ziel

Der TSV Heiligenrode und SC Twistringen stehen vor einer kniffligen Saison in ihren jeweiligen Tischtennis-Spielklassen.
02.09.2020, 06:09
Lesedauer: 3 Min
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Von Fritz Ehlers
TSV Heiligenrode und SC Twistringen eint dasselbe Ziel

Jens Oehlmann wird beim TSV Heiligenrode an Position eins spielen.

Vasil Dinev

Landkreis Diepholz. In der neuen Spielzeit werden aufgrund der Corona-Pandemie keine Doppelspiele ausgetragen. Das ist das Ergebnis der jüngsten Präsidiumssitzung des Niedersächsischen Tischtennisverbandes (TTVN). Das bedeutet, dass alle laut Spielsystem vorgesehenen Einzel bis zum Schluss der Begegnung durchgespielt werden. Das sind für alle Tischtennis-Aktiven allerhand neue Perspektiven. Bei den beiden leistungsstärksten Männerteams aus dem Diepholzer Nordkreis steht dennoch der Klassenerhalt als oberstes Ziel auf der Prioritäten-Liste.

TSV Heiligenrode

Die erste Herrenmannschaft des TSV Heiligenrode, Absteiger aus der Verbandsliga Süd, muss sich nach dem Verlust gleich zweier Stammspieler vorrangig erst einmal mit der Neufindung der Mannschaft in der Landesliga Hannover beschäftigen. Für die abgewanderte Nummer zwei Jan Mudroncek (wechselte zum Bezirksligisten SV Erichshagen) und dem Verlust der starken Nummer vier Andre Nieber (zog es zurück zum heimatlichen TV Falkenberg) rückten zwei Spieler aus der zweiten Bezirksliga-Mannschaft ins Rampenlicht des Vereins. Außerdem konnte Viktor Mittelstädt nur für sporadische Einsätze, wenn wirklich Not am Mann ist, auf Position fünf reaktiviert werden. So bilden das untere Paarkreuz der nunmehr 58-jährige Marius Hubert, langjährige Nummer eins der Bezirksligamannschaft aus den ruhmreichen 90er Jahren, und Uwe Hünnekens. Auf diesen beiden routinierten Akteuren ruhen große Hoffnungen, dass sie am Ende der Saison mit ihrer langjährigen Erfahrung zu den großen Punktesammlern des unteren Paarkreuzes gehören werden. Sehr schwer wird es für Jens Oehlmann und Stefan Schulz an Position eins und zwei werden, um auf eine positive Bilanz im ersten Paarkreuz zu kommen, da in dieser aufgestockten Elfer-Staffel letztendlich alle Teams über ein starkes oberes Paarkreuz verfügen. Mit ausgeglichenen Punktverhältnissen wollen in der Mitte Jörn Brosowsky und Andre Meyer zum angestrebten Klassenerhalt beitragen.

Für Mannschaftsführer Andre Meyer steht neben dem Verbleib in der Staffel aber ganz klar im Vordergrund: „Wir wollen diese Übergangssaison vernünftig und möglichst ohne gravierende Unterbrechungen durchspielen können und weiterhin unseren Spaß am Sport haben. Am klaren Favoriten FC Bennigsen mit dem starken Holger Pfeiffer an eins und dem Twistringer Neuzugang Hendrik Wiese an Position vier müssen wir uns nicht unbedingt messen. Sehr stark wird auch die junge Nachwuchsmannschaft von Hannover 96 III mit den jugendlichen Talenten rund um den Ausnahmespieler David Mikus eingeschätzt. Doch sind mit dem TSV Fuhlen, dem MTSV Eschershausen, der TSG Ahlten und dem Post SV Alfeld gleich einige Mannschaften vom Niveau her mit uns auf Augenhöhe.“

Das Heiligenroder Sextett beginnt die Saison auswärts direkt mit einem Doppelspieltag. Am Sonnabend, 12. September, um 16 Uhr ist der Verein aus dem Diepholzer Nordkreis zu Gast beim TSV Schwalbe Tündern und liebäugelt zumindest mit einem Punktgewinn, während tags darauf die Partie beim großen Meisterschafts-Mitfavoriten FC Bennigsen eine reine Standortbestimmung sein dürfte.

Die Aufstellung: Jens Oehlmann, Stefan Schulz, Jörn Brosowsky, Andre Meyer, Viktor Mittelstädt, Marius Hubert, Uwe Hünnekens.

SC Twistringen

Der in der Bezirksoberliga Nord agierende SC Twistringen muss zunächst einmal den Wechsel seiner so erfolgreichen Nummer eins Hendrik Wiese zum FC Bennigsen verschmerzen. Der trug im Vorjahr mit seinen ausgezeichneten 18:11 Zählern ganz wesentlich zum vorzeitigen Klassenerhalt der Delmestädter bei. Diese Position eins wird in der kommenden Saison 2020/21 – wie früher schon einmal – der routinierte Jens Kramer einnehmen. Das neue untere Paarkreuz bilden der talentierte 19-jährige Lukas Bollhorst und der routinierte Andreas Leder.

Mannschaftsführer Jens Kramer wünscht sich in dieser schweren Staffel mit zwölf Mannschaften, in der sechs Teams am Ende absteigen müssen, Folgendes: „Hoffentlich können wir die komplette Saison durchspielen und den Klassenerhalt schaffen. Klare Favoriten auf die Meisterschaft sind für uns der Badenstedter SC II mit seinen beiden Neuzugängen und der RSV Hannover mit dem erfahrenen Thomas Jendrich als Topspieler und den Brüdern Murat und Mesut Singin im mittleren Paarkreuz. Wir müssen versuchen, unsere notwendigen Punkte gegen Mannschaften wie FC Bennigsen II, Hannover 96 IV, SSV Langenhagen sowie gegen die beiden Aufsteiger TSV Langreder und TSV Neustadt zu holen.“

Die Twistringer beginnen die Saison bereits an diesem Sonnabend, 5. September, mit einem Heimspiel um 14 Uhr gegen den durchaus schlagbaren Hannover 96 IV. Optimistischer Ausblick von Jens Kramer: „Wenn es gut läuft, sollen es die ersten beiden Punkte zum angestrebten Klassenerhalt sein.“

Die Aufstellung: Jens Kramer, Marvin Kramer, Dennis Wünschmann, Felix Kramer, Lukas Bollhorst, Andreas Leder.

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