Tischtennis

Tischtennisverband bricht Saison ab und wertet nach aktuellem Tabellenstand

Der Verband hat die Tischtennissaison abgebrochen und wertet diese nach dem aktuellen Tabellenstand. Der TV Hude steigt damit in die Oberliga auf. Auch Hasbergens Damen dürfen eine Liga rauf.
02.04.2020, 13:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Lehmkuhl
Tischtennisverband bricht Saison ab und wertet nach aktuellem Tabellenstand

TV Hudes Felix Lingenau ist froh über die Verbandsentscheidung.

INGO MÖLLERS

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Nach dem Aussetzen der Tischtennis-Saison gab es viele Spekulationen, wie es weitergeht. Gerade Mannschaften mit Aufstiegsambitionen schauten bange auf die ausstehenden Entscheidungen der Verbände, so auch der Verbandsliga-Tabellenführer vom TV Hude. Das Spekulieren und Bangen hat nun ein Ende: Die Huder steigen auf in die Oberliga.

Der Deutsche Tischtennis Bund (DTTB) hat in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden eine deutschlandweit gültige Regelung für alle Klassen von der Bundesliga bis hinunter zur untersten Kreisklasse getroffen und die Spielzeit 2019/20 für beendet erklärt. „In dieser abgebrochenen Saison wird die Tabelle zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussetzung der Spielzeit als Abschlusstabelle gewertet. Die in diesen Abschlusstabellen auf den Auf- und Abstiegsplätzen befindlichen Mannschaften steigen auf beziehungsweise ab “, heißt es in der Mitteilung auf der DTTB-Homepage. Wie mit den Mannschaften auf den Relegationsplätzen zu verfahren ist, wurde in die Hände der Landesverbände gelegt. Der niedersächsische Verband (TTVN) hat daraufhin beschlossen, dass jeder potentielle Relegationsteilnehmer als -sieger angesehen wird, also jeder Tabellenachte die Klasse hält und jeder Zweite aufsteigen kann – ungeachtet der Ligengröße.

Für die Huder Verbandsligamannschaft bedeutet das nun vor allem Planungssicherheit, wie auch Felix Lingenau bestätigt: „Jetzt können wir mit potentiellen Neuzugängen auch vernünftig sprechen und nicht immer nur unter dem Vorbehalt, ob wir in die Oberliga aufsteigen“, erklärt der Huder. Er sei allerdings vom Zeitpunkt und Inhalt der Entscheidung etwas überrascht, meint Lingenau und präzisiert: „Ich hätte nicht gedacht, dass man tatsächlich eine Tabelle wertet, in der die Mannschaften unterschiedliche viele Spiele gemacht haben“.

Irgendeine Lösung habe der Verband aber finden müssen und es sei auch klar, dass jedes Szenario seine Nachteile gehabt hätte. „Ich bin aber auf jeden Fall froh, dass meine Sportart jetzt auch einen Schlusstrich gezogen hat und nicht so ein Eiertanz veranstaltet wird wie bei der Fußball-Bundesliga“, betont Lingenau. Auch sein Mannschaftskollege Florian Henke findet es wichtig, dass eine Entscheidung getroffen wurde. „So langsam musste etwas passieren, um nun auch besser planen zu können. Für unsere Liga ist die Regelung auch absolut in Ordnung, da die meisten Mannschaften ähnlich viele Spiele absolviert haben. Ich kann mir aber vorstellen, dass es da auch andere Ligen gibt, in der das Ergebnis verfälscht ist“, gibt er zu bedenken.

So sind die Damen des TuS Hasbergen in der Bezirsksklasse Meister mit 22:4 Punkten vor dem VfL Edewecht, gegen den sie zweimal verloren haben. Der VfL weist 20:2 Zähler aus. Als Zweiter darf aber auch Edewecht aufsteigen. „Wir wissen sowieso noch gar nicht, ob wir überhaupt hoch wollen, das müssen wir noch einmal besprechen“, erklärt Hasbergens Hannelore Harfst.

Entspannung herrscht nun beim VfL Wildeshausen, obwohl Mannschaftsführer Martin Hakemann betont: „Wir hatten uns eigentlich noch gar keine großen Gedanken gemacht, momentan gibt es für alle wichtigere Themen als Tischtennis“. Der VfL hatte sich in der bisherigen Rückrunde vom neunten auf den achten Rang hochgearbeitet und bleibt somit in der Liga. „Eigentlich hatte ich mit der Relegation gerechnet. Dass Ankum noch an uns vorbeizieht, war eher unwahrschienlich“, meint Hakemann. Dass der VfL nun die Klasse hält, freut ihn. „Das hatte uns vor der Saison wohl keiner zugetraut, nachdem Kai Beecken und Michael Rüdebusch aufgehört hatten“, erklärt der Wildeshauser Kapitän.

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