Tischtennis TV Hude III mit weißer Weste

Nach wenigen Partien in den Bezirksoberligen stehen die hiesigen Teams unterschiedlich da. Eine makellose Zwischenbilanz weist die Drittvertretung des TV Hude auf.
03.02.2021, 18:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Andreas Lehmkuhl

Ganz unterschiedlich sind die ersten Spiele bis zur Corona-Unterbrechung für die einheimischen Vertreter in den Tischtennis-Bezirksoberligen verlaufen. Die Damen der SG Jahn/DTB stehen nach gerade erst drei Spielen mit 4:2 Punkten auf Rang drei. Bei den Herren hat der VfL Wildeshausen noch eine Partie weniger bestritten und ist mit 1:3 Zählern Zehnter. Unter anderem kassierte der VfL eine Niederlage beim TV Hude III, der immerhin fünf Spiele austragen konnte und ohne Punktverlust an der Tabellenspitze steht.

„Bisher ist alles so gelaufen, wie es zu erwarten war“, meint Carolin Steineker, die Nummer zwei der SG Jahn/DTB. Gegen den SV Wissingen IV gab es ein 8:4, gegen die SF Oesede ein 9:3. Nur beim SV Hesepe/Sögeln setzte es eine 3:9-Niederlage. „Da hatten wir auch keine Chance, die sind zu stark“, erklärt Steineker. Zwar hatte die SG die vergangene Saison vor Hesepe/Sögeln abgeschlossen und das Hinspiel noch gewonnen, seitdem ist allerdings die ehemalige Bundesligaspielerin Annette Mausolf bei Hesepe/Sögeln regelmäßig dabei und gab auch im September gegen die SG keinen Satz ab.

Mit den anderen beiden Siegen liegen die Jahn/DTB-Damen aber voll im Soll. Mannschaftsführerin Irene Dölle musste zwar in allen Spielen aussetzen, wurde aber von Annette Hofmann sehr gut vertreten. Ob sich der Blick nun in Richtung Landesliga richte, nachdem der Aufstieg im Frühjahr 2020 nur um einen Punkt verpasst wurde? „Das wäre natürlich schon super, wir hätten auch gerne den Sprung schon geschafft. Alleine, weil die Fahrten viel günstiger wären, weil nicht so viele Mannschaften aus dem Emsland dort mitspielen wie in der Bezirksoberliga“, antwortet Steineker. „Durch die Rückzüge vor dieser Saison von Oldendorf und Venne in unsere Liga ist die Bezirksoberliga aber wohl zu stark, um aufsteigen zu können“, befürchtet Irene Dölle.

Sie und Steineker sind skeptisch, ob der Spielbetrieb in dieser Saison noch einmal aufgenommen wird. „Ich hoffe, dass man es noch mal versuchen kann, aber das wird natürlich sehr schwierig angesichts der wenigen Spiele, die viele Mannschaften erst bestritten haben. Selbst wenn es wieder losgehen könnte, können ja auch jederzeit Spiele wegen Corona-Fällen oder Quarantäne ausfallen“, gibt Dölle zu bedenken.

Wildeshausen für Abbruch

Einen klaren Schlussstrich unter die Saison wünscht sich Martin Hakemann, Kapitän des VfL Wildeshausen. „Bei uns herrscht Unverständnis, dass man noch keine Nägel mit Köpfen gemacht hat. Es dürfte doch kaum mehr möglich sein, die Saison irgendwie zu beenden. Und selbst wenn: Unter den Hygiene-Bedingungen der Vorrunde hat es auch wenig Spaß gemacht, da hat einfach auch das Gesellige gefehlt“, findet er. Der VfL müsste trotz des schon beschlossenen Wegfalls der Rückrunde noch neun Spiele absolvieren, der Ligakonkurrent STV Barßel zum Beispiel konnte noch gar nicht antreten, ihm fehlen noch elf Partien.

Wildeshausen begann mit einem 4:8 beim TV Hude III. Dabei haderte der VfL etwas damit, dass das verletzt ausgefallene untere Paarkreuz der Huder unter anderem durch Joshua Martin ersetzt wurde, der eigentlich vor allem in der zweiten Mannschaft spielt, aber im oberen Paarkreuz der dritten aufgestellt ist. Dafür profitierte Wildeshausen beim 6:6 gegen Aufsteiger Papenburg allerdings auch davon, dass dessen ausgefallene Nummer zwei Thomas Winsenborg nicht adäquat ersetzt werden konnte. „Natürlich würden wir uns auch darüber freuen, wenn wir bei einem Abbruch der Saison auf jeden Fall noch eine Saison in der Liga spielen würden. Für uns geht es klar gegen den Abstieg“, gibt Hakemann zu.

Beim TV Hude III spricht sich die Mehrheit des Teams dagegen für die Option aus, den Spielbetrieb vielleicht noch einmal aufzunehmen. „Natürlich nicht um jeden Preis“, erklärt Cedric Meißner. „Aber wir würden schon gerne spielen, sofern das zu verantworten ist, und würden uns wünschen, dass man sich die Option offen lässt. Abbrechen kann man immer noch, wenn es wirklich keinen Sinn macht“, findet er.

Nach dem gelungenen Auftakt gegen den Landkreis-Rivalen Wildeshausen ließen die Huder noch vier weitere Siege folgen. Wirklich eng wurde es nur beim 7:5-Erfolg gegen den SV Nordhorn, der erst mit zwei Siegen in den letzten beiden Einzeln gesichert wurde.

Eine überragende Saison spielt bisher im oberen Paarkreuz Julian Meißner mit 10:0 Siegen, der allerdings für eventuell noch stattfindende Spiele den Platz mit Jonas Schrader getauscht hat und nun für die zweite Mannschaft eingeplant ist. „Mit dem bisherigen Abschneiden sind wir natürlich sehr zufrieden. Da waren schon einige potenzielle Stolpersteine dabei. Wir hatten eher mit einem guten Mittelfeldplatz gerechnet, könnten aber tatsächlich um den Aufstieg spielen. Es ist schon schön, mit der Tabellenführung in die lange Pause gegangen zu sein“, erklärt Cedric Meißner, betont aber auch: „Gerade mit dem Osnabrücker SC oder den SF Oesede III warten noch ganz starke Gegner, gegen die wir nicht unbedingt favorisiert wären.“

Neben den auch bei den Herren deutlich kürzeren Auswärtsfahrten in der Landesliga hätte ein Aufstieg einen weiteren Vorteil für Hude: Durch die Umstellung auf Vierermannschaften in der Oberliga könnten in der kommenden Saison einige Spieler nach unten rücken. Die leise Hoffnung, durch diese dann die dritte Mannschaft zu verstärken, ist sicherlich ein zusätzlicher Grund für den Wunsch, die Aufstiegsträume durch eine Wiederaufnahme der Spiele und eine Wertung der Saison am Leben erhalten zu können.

Weitere Informationen

Bezirksoberliga Damen

SG Jahn/DTB – SV 28 Wissingen IV 8:4

SV Hesepe/Sögeln – SG Jahn/DTB 9:3

SG Jahn/DTB – SF Oesede 9:3

Bilanzen SG Jahn/DTB

Miriam Hansen 3:3

Carolin Steineker 5:4

Wibke Krüger 5:1

Irene Dölle 0:0

Annette Hofmann 7:2

Wiebke Klahr 0:3

Christine Niemeyer 0:3

Bezirksoberliga Herren

TV Hude III – VfL Wildeshausen 8:4

SC BW Papenburg – VfL Wildeshausen 6:6

TV Hude III – TuS Lutten II 11:1

TV Hude III – SV Nordhorn 7:5

VfL Emslage – TV Hude III 4:8

SV Wissingen II – TV Hude III 1:11

Bilanzen TV Hude III

Joshua Martin 2:0

Julian Meißner 10:0

Matthias Tapken 6:4

Cedric Meißner 7:3

Giuseppe Castiglione 0:4

Julian Ewert 8:2

Tom Piper 6:0

Andreas Lehmkuhl 6:2

Bilanzen VfL Wildeshausen

Guido Grützmacher 1:3

Helmut Rang 1:3

Frank Schröder 0:4

Michael Rüdebusch 2:2

Carsten Scherf 3:1

Fabian Rang 3:1

Martin Hakemann 0:0 ALE

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