Nach einem packenden Derby und einem 2:3 in Bremen geht es für Badens Volleyballer in die Relegation Titeltraum geplatzt

Bremen. Es war noch einmal ein echter Krimi, den sich die Regionalliga-Volleyballer des TV Baden da am letzten Spieltag der Saison geliefert haben. Beim Dauerrivalen Bremen 1860 gab es ein stimmungsvolles Derby, das diesen Namen voll und ganz verdient hatte.
14.03.2016, 00:00
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Titeltraum geplatzt
Von Malte Bürger

Es war noch einmal ein echter Krimi, den sich die Regionalliga-Volleyballer des TV Baden da am letzten Spieltag der Saison geliefert haben. Beim Dauerrivalen Bremen 1860 gab es ein stimmungsvolles Derby, das diesen Namen voll und ganz verdient hatte. Nach einer Partie mit Höhen und Tiefen aus Sicht der Gäste gab es letztlich eine 2:3 (9:25, 25:18, 20:25, 25:23, 11:15)-Niederlage, die an der Tabellenkonstellation allerdings nichts mehr änderte. Da die SVG Lüneburg II parallel nämlich mit 3:1 beim MTV 48 Hildesheim gewann, war der Meistertitel samt Aufstieg ohnehin schon vergeben. Die Mannschaft von Trainer Peter-Michael Sagajewski muss dagegen einerseits noch eine Zusatzschicht einlegen und andererseits darauf hoffen, dass diese bei erfolgreichem Ausgang überhaupt zum Gang in Liga drei berechtigen würde. Die Relegationspartien finden am 22. und 24. April statt.

Die Badener legten einen miserablen Start in die Partie hin. „Das war wirklich peinlich“, räumte auch Peter-Michael Sagajewski ein. Lediglich neun Punkte brachten die Gäste zustande. Es gibt Teams, die würde ein solches Resultat vollends aus der Bahn werfen – nicht so den TVB. „Ich sehe diese Begegnung insgesamt als Ausbildungsspiel und bin letztlich unheimlich stolz darauf, wie meine Jungs nach diesem schwachen ersten Satz aus dem Quark gekommen sind.“

Einen großen Beitrag dürfte die Unterstützung von den Rängen geleistet haben. Neben den Cheerleadern des TV Baden waren auch gleich 80 Fans mit in die Hansestadt gereist und sorgten für ordentlich Stimmung. Und plötzlich hatten die Gäste ihren Rhythmus gefunden und lieferten sich das erwartete Duell auf Augenhöhe. Durch ein 25:18 schafften sie den Ausgleich, nach einem neuerlichen Satzverlust holten sie sich Abschnitt vier. „Dass wir dann im Tiebreak ein Spiel verloren haben, das für uns aufgrund des Lüneburger Sieges letztlich für die Meisterschaft nicht mehr entscheidend war, ist zu verschmerzen“, sagte Peter-Michael Sagajewski, dem an diesem Tag besonders die Leistungen von Stefan Baum und Libero Jan-Henrik Radeke imponierten.

Ehe das nächste Pflichtspiel für den Vizemeister ansteht, geht es nun erst einmal in eine sechswöchige Pause. Erst Ende April ist das Team wieder gefordert, zunächst in der Fremde. Wo die Reise allerdings genau hinführen wird, steht derzeit noch nicht fest. In der Regionalliga West sind noch nicht alle Partien absolviert, hinter Spitzenreiter Moerser SC streiten sich aktuell der VV Humann Essen II und die SG Mondorf um Platz zwei. Wie gut die Chancen auf eine erfolgreiche Relegation für den TVB stehen, möchte Peter-Michael Sagajewski momentan nicht orakeln. „Egal, welcher Gegner es letztlich wird: Ich lasse diese Spiele komplett auf mich zukommen“, sagte der Coach der Badener. „Da hängt so viel von der Tagesform ab.“

Ob es nach einem möglichen Sieg in diesen Zusatzduellen tatsächlich für die Dritte Liga reicht, dürfte sich jedoch erst Ende Juni entscheiden – dann steht fest, inwiefern Teams aus den deutschen Topklassen aufgrund von Lizenzentzügen einen Platz frei machen würden.

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