SV Baris Delmenhorst Tolga Caki mit vier Toren bei Heimpremiere

Delmenhorst. Der SC Colnrade hat sich als äußerst dankbarer Gast erwiesen: Während des 7:3 (4:0)-Kantersieges hatte der SV Baris jedenfalls keine großen Schwierigkeiten.
17.02.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Daniel Cottäus

266 Tage mussten sie darauf warten, gestern Nachmittag war es dann endlich soweit: Die Fußballer des SV Baris konnten ihr erstes Heimspiel seit dem 26. Mai 2013 austragen. Wegen Umbauarbeiten auf der Anlage an der Lerchenstraße war das Team von Trainer Önder Caki in der Vorrunde 16 Mal am Stück auswärts angetreten. Erster Heimgegner war am Sonntag nun der SC Colnrade, der sich als äußerst dankbarer Gast erwies: Während des 7:3 (4:0)-Kantersieges hatte der SV Baris jedenfalls keine großen Schwierigkeiten.

Tolga Caki hat die Winterpause unter anderem dafür genutzt, um sich intensiv mit seinen Leistungen in der ersten Saisonhälfte auseinanderzusetzen. Dabei kam der 22-Jährige zu folgendem Schluss: Ein mageres Törchen in 14 Einsätzen sind für einen offensiven Mittelfeldspieler deutlich zu wenig. „Ich habe mir deshalb vorgenommen, in der Rückrunde mehr Tore zu schießen“, schmunzelte Tolga Caki am Sonntag nach dem Spiel gegen den SC Colnrade – wohlwissend, dass er sein Ziel bereits erreicht hat. Gleich vier Treffer steuerte der Mann mit der Rückennummer zehn zum 7:3 (4:0)-Kantersieg seines SV Baris bei. „Für uns war es ein sehr gelungener Einstand“, sagte er.

Eine Einschätzung, für die es im Falle des SV Baris zwei Lesarten gibt. Zum einen ist ein 7:3-Erfolg im ersten Spiel nach der Winterpause natürlich ein ziemlich guter Start ins neue Fußballjahr. Zum anderen war es für den Verein von der Lerchenstraße gestern das erste Heimspiel seit 266 Tagen, wenn man so will also der Saisoneinstand vor heimischem Publikum. Wegen Umbauarbeiten auf ihrer Sportanlage haben die Delmenhorster in der Hinrunde alle 16 Auswärtsspiele bestritten, nun stehen bis Sommer nur noch Heimspiele an.

Das erste davon war am Sonntag nicht viel mehr als ein lockerer Aufgalopp, da die Gäste aus Colnrade spielerisch nicht ansatzweise in der Lage waren, Baris das Wasser zu reichen. „Für uns ist das Ergebnis kein großer Rückschlag. Da derzeit fünf Stammspieler verletzt fehlen, ist gegen so einen Gegner einfach nicht viel mehr drin“, sagte Gäste-Coach Wolfgang Gloge, dessen Mannschaft schon zur Pause als Verlierer des Spiels feststand. Durch einen Freistoßtreffer von Baris Caki gingen die Hausherren mit 1:0 in Führung – Colnrades Torhüter Ole Grabowski hatte den leicht abgefälschten Ball durch die Finger rutschen lassen (4.). „Ärgerlich“, kommentierte Gloge. In der Folge erhöhten die Gastgeber durch einen Doppelpack von Tolga Caki auf 3:0 (23./31.), ehe wiederum Baris Caki per Foulelfmeter zum 4:0 traf (42.).

In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel dann zusehends, erst ab der 70. Minute kam es vor den Toren wieder zu nennenswerten Szenen – dafür dann aber zuhauf. Tolga Caki markierte mit seinem dritten Treffer des Tages das 5:0 (70.), dann bekam auch Colnrade einen Foulelfmeter zugesprochen, den Kay-Simon Sommerfeld zum 1:5 nutzte (72.). Tolga Caki stellte nur wenig später den alten Abstand wieder her – 6:1 (79.). In der Schlussphase schalteten die Hausherren dann gleich mehrere Gänge zurück, was Colnrade unter anderem das 2:6 durch Torjäger André Sommerfeld ermöglichte (83.). „Es hat mir nicht gefallen, dass wir das Tempo nicht hoch gehalten haben“, sagte Baris-Trainer Önder Caki nach dem Spiel. In der 84. Minute hatte seine Mannschaft einen äußerst fragwürdigen Foulelfmeter zugesprochen bekommen – Irfan Gök ließ sich nicht lange bitten und erzielte das 7:2 (84.). Den Schlusspunkt setzten dann wieder die Gäste: André Sommerfeld schob zum 3:7-Endstand ein.

„Wir haben leider nicht durchgehend das gezeigt, was wir können“, sagte Baris-Coach Önder Caki und sprach seinem vierfachen Torschützen Tolga Caki ein Sonderlob aus: „Es war im Training in der vergangenen Woche schon zu sehen, dass er sich viel vorgenommen hat. In dieser Form ist er sehr, sehr wertvoll für uns.“ Während sich die Delmenhorster durch den Erfolg in der Tabelle auf den neunten Platz verbessert haben, steckt Colnrade weiterhin im Keller fest.

Als Drittletzter belegt das Gloge-Team einen Abstiegsplatz und wird vermutlich bis zum Saisonende um den Liga-Verbleib zittern müssen. „Mit unserem Auftritt in der zweiten Halbzeit kann ich leben. Wir haben uns immerhin nicht aufgegeben und unsere Chancen in der Offensive gesucht“, sagte der Trainer – und hob hervor: „Die entscheidenden Spiele stehen für uns ohnehin erst im April an.“ Dann geht es für Colnrade unter anderem gegen die beiden direkten Konkurrenten SV Tungeln und SVG Berne.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+