Erfolg für Bremer Beachhandballer

Torben Knop holt EM-Bronze

Bremen. Die Müdigkeit war Torben Knop bei seiner Ankunft am Bremer Hauptbahnhof anzusehen, der Stolz über seine um den Hals baumelnde Bronzemedaille noch mehr: Der in Findorff wohnende deutsche Beachhandball-Nationalspieler ist von der U 17-EM aus Zagreb mit dem dritten Platz heimgekehrt. „Es war schon ein Traum, an der EM teilnehmen zu dürfen.
22.06.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Olaf Kowalzik

Bremen. Die Müdigkeit war Torben Knop bei seiner Ankunft am Bremer Hauptbahnhof anzusehen, der Stolz über seine um den Hals baumelnde Bronzemedaille noch mehr: Der in Findorff wohnende deutsche Beachhandball-Nationalspieler ist von der U 17-EM aus Zagreb mit dem dritten Platz heimgekehrt. „Es war schon ein Traum, an der EM teilnehmen zu dürfen. Dort sind meine Erwartung auch noch übertroffen worden“, sagte er strahlend. Der 1,99 Meter große Torwart, der in der Halle beim A-Jugend-Bundesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg spielt, zeigte sich rundum zufrieden. Bis Dezember des vergangenen Jahres hatte der Schwarzschopf noch dem ATSV Habenhausen angehört.

Der 17-Jährige war zwar auf seiner Position im Tor der Deutschen nur die Nummer zwei hinter dem überragenden Moritz Ebert (HSG Konstanz). Doch wenn Knop im Sand gebraucht wurde, war er zur Stelle. Die DHB-Auswahl hatte die Vorrunde mit drei Siegen gegen die Ukraine (2:1), Serbien (2:0) und die Schweiz (2:0) sowie einer Niederlage gegen Spanien (0:2) abgeschlossen. Schon da war es mit 16:17 und 14:16 äußerst knapp gewesen. Im Viertelfinale räumte das Team, das vor einem Jahr bei der U 16-EM Sechster geworden war, Polen mit 2:0 (24:16/25:21) aus dem Weg. Das erneute Duell im Halbfinale gegen Europameister Spanien verlief dann noch knapper: Die Deutschen mussten sich erst im Shootout mit 8:9 (15:14/17:19) geschlagen geben.

Im Spiel um Bronze fiel die Entscheidung erneut im Shoot-out. Diesmal mit dem besseren Ende für die DHB-Auswahl. Sie besiegte Russland mit 13:12 (19:16/16:17).
Danach musste der DHB-Trainer Konrad Bansa eine Wasserdusche über sich ergehen lassen. „Es ist unglaublich: Nach dem verlorenen Halbfinale waren wir am Boden zerstört. Aber wie meine Mannschaft wieder aufgestanden ist, ist unfassbar und macht mich stolz“, jubelte der DHB-Coach. Mit Emil Paulik (BHC Königsbrunn) wurde auch noch ein Münchner zum wertvollsten Spieler des Turniers gekürt.

Bronze holte sich in Zagreb auch die deutsche U 17-Mädchen-Nationalmannschaft. Sie setzte sich ebenfalls im Shootout mit 2:1 (18:16/12:21/9:6) gegen Ungarn durch.

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