Werder überrolt Hannoverschen SC mit 46:16 – weiblicher B-Nachwuchs feiert ersten Saisonsieg Tore ohne Ende beim A-Jugend-Handball

Östliche Vorstadt. Deutlich ging es beim Handball-Nachwuchs des SV Werder Bremen in der Vorrunde zur Handball-Oberliga zu. Die weibliche A-Jugend brannte mit dem 46:14-Heimsieg über den Hannoverschen SC ein Torfeuerwerk ab und kletterte mit 4:0 Punkten an die Tabellenspitze.
27.09.2018, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Olaf Kowalzik

Östliche Vorstadt. Deutlich ging es beim Handball-Nachwuchs des SV Werder Bremen in der Vorrunde zur Handball-Oberliga zu. Die weibliche A-Jugend brannte mit dem 46:14-Heimsieg über den Hannoverschen SC ein Torfeuerwerk ab und kletterte mit 4:0 Punkten an die Tabellenspitze. Die weibliche B-Jugend fuhr mit dem 31:24 zuhause über den TV Oyten den ersten Saisonsieg ein (2:2 Punkte). Nur die weibliche C-Jugend musste sich im Spitzenspiel bei der JSG Wilhelmshaven mit 17:23 geschlagen geben (6:2 Punkte).

Bei der weiblichen A-Jugend des SV Werder Bremen war der Spuk eigentlich schon nach 13 Minuten vorbei. Als Isabel Schengalz zum 11:2 traf, hatten die Grün-Weißen den völlig überforderten Hannoverschen SC schon mehr als deutlich hinter sich gelassen. „Gegenüber der Vorwoche waren wir diesmal ab der ersten Minute konzentriert, sodass der Sieg auch in dieser Höhe verdient war“, sagte Werders Trainer Dominic Buttig. Er räumte auch den vier B-Jugendlichen Eske Dörgeloh, Nina Engel, Tony Schluroff und Alica Rißland reichlich Spielanteile ein. Das Quartett machte einen sehr guten Job und traf zusammen 25 Mal. Darüberhinaus überzeugte Larissa Gärdes im Tor mit zwei gehaltenen Siebenmetern und vielen Paraden der frei vor ihrem sechs Quadratmeter großen Arbeitsbereich auftauchenden Niedersachsen.

Da fiel bei den Gastgeberinnen auch nicht ins Gewicht, dass ihnen in diesem Match sechs Spielerinnen fehlten. Sie distanzierten die Gäste bis zum Seitenwechsel auf 15 Tore (23:8) und bauten ihren Vorsprung bis zum Abpfiff auf 32 Treffer aus.

SV Werder Bremen: Gärdes; R. Engel (2), Harjes (5), Dörgeloh (4), N. Engel (11), Majewski (4), Schluroff (6/2), Bösert, Ferber-Rahnhöfer (6/1), Rißland (4).

Die weibliche A-Jugend des SV Werder Bremen hatte bei ihrer erfolgreichen Heimpremiere mit dem TV Oyten keine Probleme. Die Grün-Weißen machten mit den ­Niedersachsen kurzen Prozess und legten durch die DHB-Kaderspielerin Nina Engel ein schnelles 8:2 vor (10.). Näher als bis auf vier Tore (4:8/13.) kam der TV Oyten danach nicht mehr an die Gastgeberinnen heran, im Gegenzug setzte sich der SV Werder, beginnend mit dem 15:7 von Tony Schluroff, sieben Mal auf acht Tore ab.

„Wir haben uns gegenüber der Auftaktniederlage in Oldenburg gesteigert“, stellte der SVW-Trainer Maximilian Busch fest. Dessen 3:2:1-Abwehr stand von Beginn an gut, dahinter knöpfte die Torhüterin Hanna Hinrichs dem Gast einige Bälle ab. Später zog der Bremer Trainer seine Spielerinnen in der Verteidigung zurück und übte mit ihnen über weite Strecken eine deutlich defensive Formation. Er konnte es sich problemlos leisten, da der TV Oyten vor allem gegen die Wurfkraft der beiden SVW-Linkshänderinnen Nina Engel (Halbrechts) und Eske Dörgeloh, die auf der Angriffsmitte außerdem geschickt die Fäden zog, kein geeignetes Mittel fand. Zu guter Letzt war im jungen SVW-Team Alica Rißland auf der linken Flanke für die Gäste ein ständiger Unruheherd.

SV Werder Bremen: Hohmann, Hinrichs; Kreft (1), Mosel, Ließmann (1), Engel (12/2), Schluroff (1), Rißland (4), Wehlau (1), Mackowiak, Dörgeloh (11/2).

Die weibliche C-Jugend des SV Werder Bremen verlor mit der 17:23 (9:13)-Niederlage bei der JSG Wilhelmshaven im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze zur Oberliga zwei wichtige Punkte. Sie nimmt in ihrer Staffel hinter dem TSV Altenwalde (8:0 Punkte) und JSG Wilhelmshaven (6:0 Punkte) den dritten Platz ein. Es dauerte zunächst etwas, bis sich die Grün-Weißen auf das in ihrer Altersklasse ungewöhnliche Spiel mit der Backe einstellten. Dadurch leisteten sie sich zunächst einige technische Fehler, trotzdem blieben sie bis zum 7:9 von Tessa Budelmann an den Jadestädterinnen dran (18.).

„Wir haben in der Abwehr die starke linke Wilhelmshavener Achse nicht in den Griff bekommen und vorne selbst zu statisch gespielt“, analysierte die SVW-Trainerin Grit Gerke die erste Saisonniederlage. Ihre Mannschaft fiel daher auf 11:17 zurück und kämpfte sich nicht mehr näher als bis auf 15:18 (Isabell Krawutschke/37.) an die Niedersachsen heran. Die machten neun Minuten später mit dem 22:15 alles klar.

Sollten am Ende zwischen Werder, Wilhelmshaven und Altenwalde die direkten Vergleiche zum Ermitteln der beiden Aufsteiger herangezogen werden müssen, dann wäre diese Sechs-Tore-Niederlage für den SVW eine große Hypothek.

SV Werder Bremen: Schikorra, Rau; Krawutschke (4), Krämer, Schmiemann (2), Otto, Jarocki, Budelmann (8/6), Paeslack (1), Mackowiak, Behrens (2).

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+