Grohns Hampel hält beim 4:2 Strafstoß, Sebaldsbrücks Mergard sieht "Rot"

Torhüter stehen im Blickpunkt

Grohn. Der SV Grohn unternahm einen ersten Schritt, um seine in der vergangenen Saison den Heimweg oftmals enttäuscht antretenden Zuschauer zu versöhnen und zurückzugewinnen: Beim Heimdebüt in der Fußball-Landesliga gelang den "Husaren" gestern ein 4:2 (1:1)-Erfolg über den ATSV Sebaldsbrück.
29.08.2011, 05:00
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Von Jens Pillnick

Grohn. Der SV Grohn unternahm einen ersten Schritt, um seine in der vergangenen Saison den Heimweg oftmals enttäuscht antretenden Zuschauer zu versöhnen und zurückzugewinnen: Beim Heimdebüt in der Fußball-Landesliga gelang den "Husaren" gestern ein 4:2 (1:1)-Erfolg über den ATSV Sebaldsbrück.

"Das ist für meine Jungs super und war auch ein schönes Spiel für die Zuschauer. Das haben wir aber ja letztes Jahr auch oft vermissen lassen", erklärte Grohns Trainer Juan Schrader, der sich zwar sehr zufrieden zeigte, die Mängel aber keineswegs verschwieg: "Wir spielen noch nicht schnell genug." Außerdem waren ihm die anfänglichen Probleme der Viererabwehrkette nicht verborgen geblieben.

Probleme, die der ATSV in der Anfangsphase auch zu mehr als einem Treffer von Torjäger Mustfa Celik (15.) hätte nutzen können. Doch Grohns routinierter Marco Hampel erwies sich als Meister seines Faches und hielt unter anderem einen - völlig unnötig an der Torauslinie von Enis Baki verursachten - Foulelfmeter (10.) von Celik. Obwohl in dieser Phase noch gehörig unter Druck stehend, hatte Grohn die passende Antwort parat und glich durch den starken Alexander Krail aus - 1:1 (17.).

Stand zuvor "Husaren"-Keeper Marco Hampel im Blickpunkt des Geschehens, so wendete sich das Blatt jetzt Richtung ATSV-Schlussmann Dirk Mergard. Zunächst war er an einem folgenschweren Zusammenprall mit Grohns Stürmer Elvan Öksel beteiligt. Öksel stürzte so unglücklich, dass er mit einer Schulter- und Rippenverletzung ins Krankenhaus transportiert werden musste. Die Partie war für rund 20 Minuten unterbrochen.

Vom Ergebnis her folgenschwer die Torwart-Aktion in der 58. Minute: Mergard rannte den allein auf ihn zustürmenden Andreas Dederer um, der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Carsten Fistler (Hannover) und der Platzverweis waren die logische Konsequenz. Dennis Tanski verwandelte sicher zum 2:1. "Natürlich kam uns die Rote Karte gelegen", meinte Juan Schrader, der von diesem Moment an mehr Freude am Auftritt seiner Mannschaft hatte. Endlich entwickelte das mit Sergej Bachmann, Dennis Tanski, Ayhan Yazgi und Fouad Aoulad namhaft besetzte Mittelfeld mehr Torgefahr, auch wenn der Abschluss wie das Zusammenspiel mit den Angreifern noch verbesserungswürdig sind. Welches Potenzial vorhanden ist, zeigten die Grohner in der 66. Minute. Dennis Tanski umkurvte im Strafraum mehrere Gegenspieler und legte für den mühelos zum 3:1 einschiebenden Fouad Aoulad auf. Savas Kaleli beseitigte mit dem 4:1 (80.) letzte Zweifel am Sieg des SV Grohn, das 2:4 von Berkay Emren (90.) bedeutete nur Ergebniskosmetik.

Ein Sonderlob vor versammelter Mannschaft verteilte Juan Schrader nach dem Abpfiff noch auf dem Platz an seinen Sechser Ayhan Yazgi: "Ganz stark. Er hat nicht einen Zweikampf verloren." Yazgi persönlich musste die Anhänger als Neuzugang zwar nicht versöhnen, dürfte sie aber vollends überzeugt haben.

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