Torreiches Derby mit hohem Unterhaltungswert - 4:4 beim SVH

Heiligenfelde. "Das ist eben ein Derby!", meinte Peter Hische und musste kurz schmunzeln. Insgesamt war dem Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Neubruchhausen nicht zum Lachen zumute, denn sein Team hatte beim SV Heiligenfelde 4:4 (3:2) gespielt. Nur 4:4 müsste es aus Neubruchhauser Sicht heißen, denn der Gast hatte drei Mal geführt und zudem beste Möglichkeiten nicht genutzt.
02.05.2011, 05:00
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Von karsten bödeker

Heiligenfelde. "Das ist eben ein Derby!", meinte Peter Hische und musste kurz schmunzeln. Insgesamt war dem Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Neubruchhausen nicht zum Lachen zumute, denn sein Team hatte beim SV Heiligenfelde 4:4 (3:2) gespielt. Nur 4:4 müsste es aus Neubruchhauser Sicht heißen, denn der Gast hatte drei Mal geführt und zudem beste Möglichkeiten nicht genutzt.

Und so kamen die Heiligenfelder drei Mal zurück und hatten deshalb nach Ansicht ihres Trainer Frank Fischer den Punkt verdient. "In unserer Situation gibt uns das Selbstvertrauen", sagte Fischer, der wie Hische und die rund 100 Zuschauer ein kurioses, bemerkenswertes und heftig umkämpftes Derby gesehen hatte.

Die Neubruchhauser ärgerten sich über Fehler, die ihnen den Sieg vermasselten. "Wir haben denen die Tore geschenkt", so Hische in Anspielung auf den Patzer seines Torwarts Jens Lange, der an einem hohen Ball vorbeisegelte und Richard Tischers 1:2 begünstigte (29.) Nur Sekunden später sorgte eine hoher Ball erneut für Aufregung - diesmal nutzte Michael Götzinger den Patzer von Arne Klusmann (30.).

Bis dahin war vom SVH gar nichts zu sehen. Neubruchhausen führte durch Treffer von Timo Timme (8.) und Rico Volkmann (12.) hochverdient und scheinbar unangefochten. "Die Tore waren schön heraus gespielt", fand sogar Frank Fischer.

Sobald der Ball vom Wind beeinflusst wurde und auf dem knochentrockenen und holprigen Platz aufsprang, kam Gefahr auf. Das merkte auch Heiligenfeldes Roman Obst, der ein Luftloch schlug, so dass Volkmann zum 2:3 traf (45.). Das war die zweite Führung für Neubruchhausen, doch auch die sollte nicht lange halten.

Gleich nach Wiederanpfiff traf Jannick Hoffmann nach Vorlage von Eric Stöver zum 3:3. Hoffmann ist noch für Heiligenfeldes A-Junioren spielberechtigt, und sein Tor war das schönste des Tages. "Wir waren dann das bessere Team", fand Hische und hatte Recht damit. Denn vor allem der nach langer Verletzung wieder eingewechselte Dennis Dahme machte mächtig Alarm, vergab zwei Mal nach schönen Kombinationen (67., 73.) und scheiterte an Keeper Christian Gerlach (75.). Neubruchhausens Führung fiel, wie konnte es anders sein, nach einem hohen Ball, den Norman Helms nicht kontrollieren konnte. Nutznießer zum 3:4 war Christian Nolte (62.).

Erneut gab niemand mehr einen Pfifferling auf den SVH, doch Schiedsrichter Rico Niemann (Varrel) beschenkte den Gastgeber, als er einem umstrittenen Strafstoß pfiff. Eric Stöver verwandelte und Neubruchhausens Christian Meyer sah wegen Meckerns noch die Ampelkarte (80.). Der Neubruchhauser Ärger richtete sich aber in erster Linie wohl auf das eigenen Unvermögen in den Szenen zuvor.

Am Ende behinderten sich Helms und Stefan Diers gegenseitig und vergaben so den möglichen Sieg der Gastgeber (88.).

SV Heiligenfelde: Gerlach - T. Schmidt, Obst, Isensee, Bolte, R. Schmidt (75. Diers), Stöver, Buchheister, Tischer, Götzinger, Hoffmann (60. Helms).

TSV Neubruchhausen: Jens Lange - Meyer, Hattesohl, Volkmann, Timo Timme, Alms, Nolte (82. Dannemann), Nico Timme, Schröder (46. Dahme), Klusmann, Vogel.

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