Auf Werders U 23 kommt in Chemnitz eine schwere Aufgabe zu – vor allem wegen Stürmer Anton Fink Torschütze vom Dienst

Bremen. Seine Name ist Anton Fink, sein Auftrag lautet: Tore schießen. Das macht er ziemlich gut.
29.10.2016, 00:00
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Von Stefan Freye

Bremen. Seine Name ist Anton Fink, sein Auftrag lautet: Tore schießen. Das macht er ziemlich gut. Der 29-jährige Stürmer des Chemnitzer FC ist Rekordtorschütze der dritten Liga, traf insgesamt mehr als 100 Mal. In dieser Saison hat er bereits neun Tore erzielt – Ligabestwert. „Man kann ihn nicht ignorieren”, sagt Florian Kohfeldt mit einem Lachen. Der Trainer von Werders U 23 unterstreicht zwar, seine Mannschaft vor dem Duell in Chemnitz (Sa., 14 Uhr) nicht stundenlang mit Videos von den Großtaten des gegnerischen Torjägers konfrontiert zu haben. Aber aufpassen müsse man schon auf diesen Anton Fink.

Doch Fink ist längst nicht der einzige Kicker in Reihen des CFC, der über eine gewisse Reputation verfügt. „Sie haben insgesamt eine hohe individuelle Qualität”, sagt Kohfeldt und bezeichnet das Duell beim Tabellensiebten folglich als „schwere Aufgabe”. Er dürfte richtig liegen. Die Sachsen benötigten zwar eine gewisse Anlaufzeit, schienen im September sogar noch auf dem Weg in den Tabellenkeller. Mittlerweile zählen sie aber zu den formstärksten Teams der Liga. Vor allem die jüngsten Auftritte dürfen als Demonstration Chemnitzer Stärke gelten: In Magdeburg gelang zuletzt ein 4:2-Erfolg, und gegen den FSV Mainz 05 II ein ungefährdeter 4:1-Heimsieg – insgesamt drei Treffer erzielte Anton Fink.

„Optimistisch” geht Florian Kohfeldt trotzdem an die Aufgabe. Seine Mannschaft habe schließlich das „Ergebnis vom letzten Wochenende im Rücken”. Der 1:0-Sieg über Rot-Weiß Erfurt war nach vier Niederlagen in Folge nicht unbedingt erwartet worden. Er tut gut, obwohl auch gegen die Thüringer noch immer nicht alles nach Plan lief. „Ich hoffe auf die gleiche Einstellung, aber wir müssen die Abläufe weiter festigen”, fordert Werders U 23-Trainer.

Seit gut drei Wochen ist Kohfeldt nun in verantwortlicher Position. Stück für Stück will er die U 23 zu seiner Mannschaft formen. Dabei helfen könnte eine gewisse Kontinuität in Personalfragen. Das Aufgebot, das am Freitag um 8 Uhr die Busreise in Richtung Chemnitz antrat, ähnelte jedenfalls dem Kader des Spiels gegen Rot-Weiß Erfurt: Johannes Eggestein, Schütze des goldenen Tores, war an Bord, ebenso Sambou Yatabaré; lediglich Niklas Schmidt blieb in Bremen. Noch keine Option ist Fallou Diagne. Der Abwehrspieler war nach einer Grippe, die bereits seinen Einsatz gegen Erfurt verhindert hatte, zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Nun verhinderten allerdings private Gründe sein Debüt in der U 23. „Außerdem hatte er gerade erst zwei Einheiten mit uns absolviert”, sagt Kohfeldt. Es sei jedoch nur eine Frage der Zeit, bis Diagne in der 3. Liga auflaufen würde. In Chemnitz verpasst der 27-Jährige nun erst einmal das Duell mit dem herausragenden Stürmer der Spielklasse. Aber ein Mann allein könne Anton Fink sowieso nicht stoppen, betont Florian Kohfeldt. Gegen den Torjäger würde nur helfen, was generell für die Defensive gilt: „Wir müssen als Mannschaft dagegenhalten.”

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