Tennis Torsten Spille schlägt für Blau-Weiß auf

Nach zehn Jahren im Süden Deutschlands kehrt Torsten Spille zurück und schlägt ab der Hallensaison für den Verein auf, für den er mit sechs Jahren erstmals einen Schläger in die Hand nahm.
10.06.2018, 16:36
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Torsten Spille schlägt für Blau-Weiß auf
Von Michael Kerzel

Delmenhorst. Zehn Jahre ist es her, dass Torsten Spille für den Tennis-Club Blau-Weiß Delmenhorst aufschlug. In der kommenden Hallensaison steht er jedoch wieder für den Verein auf dem Platz, für den er mit sechs Jahren erstmals mit der gelben Filzkugel in Kontakt trat. Mit Carsten Glander – vor zehn Jahren ebenso wie heute Kapitän der Blau-Weißen – spielte Spille häufig zusammen. Die beiden Delmenhorster kennen sich seit der Schulzeit, sind eng befreundet (der eine ist jeweils der Patenonkel der Tochter des anderen) und bald wieder in den Farben vereint.

Grund dafür ist, dass Spille nach rund zehn Jahren im Großraum Stuttgart zurück in die Heimat zieht. „Der Kontakt zu Carsten ist immer bestehen geblieben, und auch die anderen Spieler des Teams kenne ich gut und habe sie regelmäßig getroffen, wenn ich hier zu Besuch war“, sagt Spille. Aus beruflichen Gründen zog es ihn 2008 gen Süden, nun kommt er mit Frau und Kind dauerhaft zurück. „Ich freue mich persönlich und sportlich sehr darüber“, meint Glander.

Den Tennisschläger hängte Spille auch im Süden nicht an den Nagel, spielte bei den Herren in der Verbandsliga und den Herren 30 in der Oberliga für den TV Oeffingen. Auch wenn sich die Ligenstruktur in Baden-Württemberg etwas von der in Niedersachsen unterscheidet, kann er sicherlich das Niveau in der Landesliga (Halle) beziehungsweise der Verbandsliga in der kommenden Saison mitgehen. Mehr noch: Er dürfte das Herrenteam der Blau-Weißen verstärken.

Derzeit weist er Leistungsklasse acht auf. An welcher Position er spielen wird, weiß er noch nicht. „Ich habe früher zwar vor Carsten gespielt, aber mittlerweile ist er im Vorteil. Ich reihe mich ein, vielleicht an drei oder vier“, meint Spille. Das hängt von der Leistungsklasse ab, die Ende September neu berechnet wird. „Stand jetzt wäre er wohl die Nummer vier nach Leistungsklasse, aber das wird man sehen“, meint Glander. Wie die Doppel zusammengestellt werden, ist ebenso noch unklar. „Ich will mich nicht reindrängen“, sagt Spille. Grundsätzlich sei das Niveau bei den Blau-Weißen sehr ausgeglichen. „Das hat die Mannschaft auch immer ausgemacht. Da ich alle Spieler kenne, freue ich mich sehr auf die Saison. Das ist eine Supertruppe“, sagt der 35-Jährige. Auch Glander betont, dass alle Spieler ungefähr ein Niveau hätten.

Doch erst mal muss Spille eine Verletzung auskurieren. „Ich bin noch angeschlagen nach einem Muskelfaserriss und befinde mich im Aufbautraining“, berichtet der 35-Jährige. Ohne Fitness hätte es keinen Wert, bei Punktspielen aufzuschlagen, aber noch hat er Zeit, die Punktspielsaison beginnt im Januar. „Wenn ich nicht fit bin, gewinne ich kein Spiel“, blickt Spille voraus. Er sei schon ehrgeizig und wolle nicht nur daddeln, sondern gewinnen. „Aber es ist schon klar, dass das in der Landesliga ein ordentliches Stück Arbeit sein wird“, weiß er.

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