Zehn Sekunden vor dem Ende Siebener pariert / Daverden führt klar, verliert aber mit der Ruhe auch die Punkte

Torwart Thalmann hält Achimer Sieg fest

Achim. "Das war ein glücklicher Sieg. Ein Unentschieden wäre heute ein gerechtes Ergebnis gewesen", gab Florian Schacht, der Trainer der Verbandsliga-Handballer der SG Achim/Baden II nach dem 27:26 (11:12)-Sieg seiner Mannschaft im Derby gegen den TSV Daverden zu. Zehn Sekunden vor Ende der spannenden Partie in der Badener Lahofhalle war Daniel Beinker für die Gäste mit einem Siebenmeter an SG-Keeper Mirco Thalmann gescheitert.
21.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jürgen Prütt

Achim. "Das war ein glücklicher Sieg. Ein Unentschieden wäre heute ein gerechtes Ergebnis gewesen", gab Florian Schacht, der Trainer der Verbandsliga-Handballer der SG Achim/Baden II nach dem 27:26 (11:12)-Sieg seiner Mannschaft im Derby gegen den TSV Daverden zu. Zehn Sekunden vor Ende der spannenden Partie in der Badener Lahofhalle war Daniel Beinker für die Gäste mit einem Siebenmeter an SG-Keeper Mirco Thalmann gescheitert.

"Eigentlich war das Spiel doch schon gelaufen, als wir nach einer Dreiviertelstunde mit 20:16 geführt haben, der vergebene Siebenmeter war nur noch die logische Folge der letzten Minuten", wies Gäste-Trainer Thomas Panitz auf die "fehlende Cleverness" seiner Spieler hin.

Anstatt damit fortzfahren, geduldig ihre am Sonnabend treffsicheren Außen frei zu spielen, trugen die Grün-Weißen kräftig dazu bei, dass die mit dezimiertem Kader angetretenen Spielgemeinschaft doch noch mit zwei Punkten vom Platz ging.

Drescher verletzt

Nach der Vier-Tore-Führung suchten die Gäste den Abschluss über den Mittelblock der Heimmannschaft und leisteten sich dabei technische Fehler im Minutentakt, so dass die Begegnung nach dem Treffer von Jan Wiezorrek zum 23:23 (52.) wieder offen war. Achims mit neun Toren aus dem Feld heraus überragender Werfer brachte sein Team gegen die sichtlich angeknockten Daverdener mit einem Doppelschlag 25:23 in Front, als die Gastgeber einen Spieler weniger auf dem Feld hatten. Die Mannen von Thomas Panitz fighteten sich zwar noch einmal - 26:26 durch Hagen Sperling - zurück ins Spiel, mussten aber wenig später durch Linkshänder Wiezorrek den entscheidenden 27. Treffer hinnehmen.

"Unsere Fehlerquote war einfach zu hoch", ärgerte sich Panitz, dem allerdings auch zuletzt die personellen Alternativen ausgegangen waren. Bereits vier Minuten vor der Halbzeit hatte nach einem Foul an Benjamin Janssens der bis dahin drei Mal erfolgreiche Ruben Zeidler die Rote Karte gesehen. Anfang des zweiten Durchgangs musste dann auch noch Mirko Drescher (Muskelfaserriss in der Wade) passen.

Auf Seiten der Gastgeber konnte der nach dem Ausfall von Daniel Hoppe, Dirk Schriefer und Hendrik Meinken aus der ersten Mannschaft ausgeliehene Benjamin Janssens im zweiten Durchgang mit Brustschmerzen nicht mehr mitwirken. Warum die Schiedsrichter die Attacke von Linksaußen Zeidler an Janssens mit der Roten Karte ahndeten, gleichzeitig aber auf Stürmerfoul gegen den Rückraumspieler der SG entschieden, blieb ihr Geheimnis.

"Mit dem Sieg haben wir nicht nur unseren dritten Tabellenplatz gefestigt, sondern sind in dieser Saison auch zweitbeste Mannschaft im Kreis", freute sich Florian Schacht, der rund 20 Minuten aktiv auf der Platte stand und dabei zwei Treffer erzielen konnte, über den Erfolg gegen seinen Ex-Klub. Bester Akteur im Team von Thomas Panitz war Torwart Harald Lüthje, der insbesondere in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit kaum zu überwinden war und dabei auch zahlreiche aus kürzester Distanz abgefeuerte Bälle hielt. Panitz: "Heute haben wir endlich einmal wieder eine gute Vorstellung abgeliefert und uns dann selber um den Lohn gebracht."

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