Bezirksligist weist nach 1:0 gegen Borgfeld Maximalausbeute von neun Punkten auf / Aumund kommt in Fahrt Traumstart von DJK Blumenthal ist perfekt

DJK Blumenthal hat sich in der Fußball-Bezirksliga in eine hervorragende Position gebracht: Das 1:0 gegen den SC Borgfeld war der dritte Sieg im dritten Spiel – gemeinsam mit dem FC Huchting bilden die Nordbremer das verlustpunktfreie Spitzenduo.
18.09.2012, 05:00
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Von Oliver Meibohm

DJK Blumenthal hat sich in der Fußball-Bezirksliga in eine hervorragende Position gebracht: Das 1:0 gegen den SC Borgfeld war der dritte Sieg im dritten Spiel – gemeinsam mit dem FC Huchting bilden die Nordbremer das verlustpunktfreie Spitzenduo.

UND JENS PILLNICK

Bremen-Nord. Neben DJK Blumenthal – neun Punkte aus drei Partien – bewegt sich auch der SV Eintracht Aumund in der Fußball-Bezirksliga in höhere Tabellenregionen. Nach dem 6:3 gegen Tura ist das Damaschke-Team jetzt Dritter. Für die SG Aumund-Vegesack II, die erst zwei Spiele bestritten hat, war das 5:5 gegen TuS Komet Arsten der zweite Teilerfolg. Dem SV Lemwerder gelang gegen den Blumenthaler SV II mit dem 2:1 der erste Saisonsieg.

SV Lemwerder – Blumenthaler SV 2:1 (1:1): In den Lagern herrschte Einigkeit darüber, dass die Platzherren sich den Sieg verdienten. "Wir hatten die größeren Spielanteile", stellte ein zufriedener SVL-Teammanager Gerd Kuhn fest. BSV-Trainer Thomas Schindler bescheinigte dem SVL, mehr investiert zu haben und fand den Auftritt seines Teams "enttäuschend". Allerdings glaubte er auch, dass die Partie möglicherweise einen anderen Verlauf genommen hätte, wenn Patrick Bruns (4.) oder Oliver Miehlau (7.) den BSV in Führung gebracht hätten. Doch die Gäste nutzte die anfängliche Unsicherheit in der verletzungsbedingt neu besetzten Innenverteidigung des SVL nicht aus.

Mit dem Führungstreffer von Ali Turan (20.), nach doppeltem Doppelpass mit Roy Rother, stabilisierten sich die Platzherren und bekamen die Partie in den Griff. Vor allem die Doppelsechs mit den spielstarken Ali Turan und Roy Rother hatte auf ungewohnter Position erheblichen Anteil daran.

Der Ausgleich, den Oliver Miehlau drei Minuten vor der Pause nach Hereingabe von Ramzi Mahjoub erzielte, hatte sich nicht abgezeichnet. Das 1:1 sorgte bei Gerd Kuhn für "schlimmste Befürchtungen", doch sein Team setzte die Anweisungen aus dem Pausengespräch um, legte kämpferisch noch eine Schippe drauf und wurde für das Engagement belohnt. Adem Özel brachte den Ball von der Torauslinie auf den zweiten Pfosten, Christian Krieg köpfte überlegt ein (58.). Die bissigen Lemwerderaner legten zwar nicht mehr das mögliche 3:1 nach, ließen aber auch nur noch ganz wenig zu. "Wir konnten unsere fußballerische Qualität nicht umsetzen", erklärte BSV-Coach Thomas Schindler.

DJK Blumenthal – SC Borgfeld 1:0 (1:0): Dritter Sieg im dritten Spiel – der Traumstart der Blumenthaler ist perfekt. Dennoch hält Trainer Torben Reiß den Ball flach: "Wir freuen uns über diesen Lauf, backen aber lieber kleine Brötchen." Gegen die bislang ebenfalls verlustpunktfreien Gäste erwischte DJK einen klasse Start und traf durch Christian Bohnhardt nach Zuspiel von Dennis Tanski bereits in der 14. Minute zum 1:0. Die erste Halbzeit gehörte klar den Gastgebern, die durch Marcel Stöver aber drei glasklare Möglichkeiten vergaben. "Wir hätten uns das Leben deutlich leichter machen können", bemängelte Reiß die schlechte Chancenauswertung. Auch Ismail Toska scheiterte später zweimal aus guter Position. In der letzten Viertelstunde (Reiß: "Da hatten wir Dusel") drängte Borgfeld auf den Ausgleich und hatte Pech mit einem Ball, der vom einen an den anderen Innenpfosten und dann zurück ins Feld prallte. Zudem vereitelte DJK-Torhüter Patrick Wilhelm in der Schlussphase den durchaus möglichen Ausgleich.

SV Eintracht Aumund – Tura Bremen 6:3 (3:1): Die Aumunder boten gegen den Landesliga-Absteiger eine deutlich bessere Leistung als zuletzt beim Derby-Sieg gegen den SV Lemwerder. "Wir kommen ins Fahrt. Wir investieren viel, und das wird jetzt belohnt", war SVEA-Trainer René Damaschke vollauf zufrieden. Dabei steckten die Nordbremer auch einen frühen Rückstand nach 180 Sekunden gut weg (Damaschke: "Das war der richtige Weckruf") und drehten den Spieß durch Treffer von Burak Aydin (22.), Fatih Akyildiz (27.) und Daniel Trojahn (33.) bis zur Pause um. Erneut Burak Aydin (66.) sowie Deniz Semerci mit einem sehenswerten Freistoß (70.) bauten den Vorsprung auf 5:1 aus. Weil Aumund nun etwas Dampf rausnahm, kamen die Gäste zu zwei Treffern, bevor Christoph Kübler mit einem Volleyschuss den Schlusspunkt zum 6:3 setzte (85.). René Damaschke war von der Spielfreude und dem schnellen Kombinationsspiel seiner Schützlinge angetan.

SG Aumund-Vegesack II – TuS Komet Arsten 5:5 (2:2): "Die Zuschauer haben etwas geboten bekommen", stellte SAV-Trainer Thorsten Minke, der von seiner Mannschaft durch ein Wechselbad der Gefühle gejagt worden war, fest. Den 0:1- und 1:2-Rückständen folgte eine 4:2-Führung, dann wieder ein 4:5 und nach dem späten 5:5 vergab Manuel Kiveva Dombaxi in der Nachspielzeit sogar noch eine hervorragende Möglichkeit zum Siegtreffer.

Nicht nur während, sondern auch nach dem Spiel war Thorsten Minke hin- und hergerissen: "Beim 4:2 spielen wir auf das fünfte Tor und kassieren einen Konter. Das war nicht gerade intelligent. Andererseits ist es schön, dass wir nach den Rückständen wiedergekommen sind und nicht aufgegeben haben."

Trotz der fünf Gegentore hob Minke die Leistung seines Schlussmannes Vincent Edler hervor: "Nach dem 1:2 und 4:5 hat er super gehalten und dafür gesorgt, dass wir im Spiel bleiben." Unter dem Strich bezeichnete der SAV-Trainer das 5:5 als "gerechtes Ergebnis." Das schönste Tor des Tages gelang Mustafa Can, der einen Abpraller aus 30 Metern zum 3:2 (53.) in den Winkel hämmerte. Die weiteren SAV-Treffer erzielten Florian Radzun (35., 55.), Tiemo Bülter (18.) und Michael Wronski (88.).

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