Traumtor entscheidet Finale

Delmenhorst. Im Endspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bochum waren erst wenige Minuten gespielt, als Patrice Kabouya Maß nahm. 15 Meter vor dem gegnerischen Tor stoppte die Nummer fünf der Hessen den Ball, schaute kurz hoch und schlenzte das Kunstleder maßgenau in den Torwinkel. Ein Traumtor, das den entscheidenden Schritt zum Titelgewinn der Frankfurter U11 beim 8. McDonald's Junior-Cup bedeutete. Letztlich gewann die Eintracht das Finale gestern 2:0.
20.06.2011, 05:00
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Traumtor entscheidet Finale
Von Christoph Bähr

Delmenhorst. Im Endspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bochum waren erst wenige Minuten gespielt, als Patrice Kabouya Maß nahm. 15 Meter vor dem gegnerischen Tor stoppte die Nummer fünf der Hessen den Ball, schaute kurz hoch und schlenzte das Kunstleder maßgenau in den Torwinkel. Ein Traumtor, das den entscheidenden Schritt zum Titelgewinn der Frankfurter U11 beim 8. McDonald's Junior-Cup bedeutete. Letztlich gewann die Eintracht das Finale gestern 2:0.

"Den Treffer sehen wir bald im Internet", sagte der Stadionsprecher nach Kabouyas Tor begeistert. Auch der Gegner aus Bochum zeigte sich nach der Frankfurter Führung beeindruckt und kam nur noch durch Weitschüsse zu einigen Chancen. Die Frankfurter hingegen bekamen bei einem Konter einen berechtigten Strafstoß zugesprochen, den Kapitän Julian Marquard sicher zum 2:0-Endstand verwandelte. Was nach dem Schlusspfiff folgte, war nur noch rot-schwarzer Jubel. Die Frankfurter Spieler verpassten ihrem vom Regen ohnehin durchnässten Trainer Freddy Egger mehrere Duschen aus Wasserflaschen. Dann durften sie den riesigen Siegerpokal von den Organisatoren Michael Zoll und Manfred Imhoff, Bürgermeister Hermann Thölstedt sowie Regina Klausch von McDonald's in Empfang nehmen.

"Ich war schon so oft beim McDonald's Junior-Cup und wollte schon immer unbedingt einmal das Finale erreichen. Mit dem Turniersieg geht für mich ein wahrer Traum in Erfüllung", gab Eggert Einblicke in seine Gefühlswelt. Die Harmonie in der Mannschaft sei der Schlüssel dafür gewesen, dass die Eintracht zum ersten Mal in Delmenhorst triumphierte, sagte der Eintracht-Trainer. "Jeder hat für jeden gekämpft. Fast alle Eltern waren dabei, um uns zu unterstützen."

Starker Außenseiter

Trotz der Niederlage im Endspiel brauchte sich auch Arminia Bochum nicht zu grämen. Die Mannschaft hatte sich erst durch einen Erfolg beim Qualifikationsturnier in Stenum den Start beim McDonald's Junior-Cup gesichert. Dass sie in Delmenhorst bis ins Finale marschierte, war nicht nur für Organisator Michael Zoll eine große Überraschung. Arminia-Trainer Roger Reinholz hatte sich hingegen gute Chancen ausgerechnet: "Wir haben in dieser Saison viele Titel und diverse Turnier gewonnen. Daher wollten wir schon unter die besten Zehn kommen." Dass es dann sogar für den Finaleinzug reichte sei ein Grund stolz zu sein, betonte der zweite Bochumer Trainer Stojance Josifov.

Bereits vor dem Endspiel hatten die Zuschauer auf der voll besetzten Tribüne im Delmenhorster Stadion ein hochklassiges Spiel um Platz drei gesehen. Borussia Dortmund, der Rekordsieger des McDonald's Junior-Cups, schlug den FC Basel mit 3:0. Überragender Spieler war Paul Basong, der zweimal traf und das Publikum zudem mit einem Flick-Flack-Torjubel zum Staunen brachte. Zudem war Casey Backhaus für den BVB erfolgreich. "Im Halbfinale gegen Frankfurt haben wir leider zu viele Chancen vergeben. Aber bei so einem stark besetzten Turnier ist der dritte Platz in jedem Fall als Erfolg zu werten", bilanzierte der Dortmunder Trainer Carsten Petermann.

Der im kleinen Finale unterlegene FC Basel durfte sich immerhin über die Auszeichnung als fairste Mannschaft freuen. Grund hierfür war ein Vorfall im Halbfinale, das die Schweizer nach Neunmeterschießen gegen Arminia Bochum verloren hatten. Ein Baseler Spieler verwandelte seinen Strafstoß sicher, wurde jedoch vom Schiedsrichter zurückgepfiffen, weil der Ball noch nicht freigegeben war. Im zweiten Versuch scheiterte der Schweizer und es gab anschließend heftige Diskussionen am Spielfeldrand. Der Baseler Trainer Timon Eilinger stellte jedoch sofort klar: "Das Ganze war etwas unübersichtlich, aber alles ist korrekt abgelaufen." Eilinger war am Ende auch mit dem Erreichen des vierten Platzes hochzufrieden: "Eine tolle Leistung. Wir sind immerhin die beste ausländische Mannschaft. Der perfekte Abschluss für unsere Saison."

Eine Fotostrecke zum Turnier finden Sie unter www.weser-kurier.de/sport

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