Handball-Landesliga TSV Bassum feiert den ersten Sieg des Jahres

Br.-Vilsen· Bassum. Der Fluch ist beendet. Nach sechs Niederlagen in Folge haben die Handball-Frauen des Landesligisten TSV Bassum ihren ersten Sieg im neuen Jahr eingefahren. Die HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf befindet sich dagegen im freien Fall.
15.03.2011, 05:00
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Von Christine Leska-Ottensmann

Br.-Vilsen· Bassum. Der Fluch ist beendet. Nach sechs Niederlagen in Folge haben die Handball-Frauen des Landesligisten TSV Bassum ihren ersten Sieg im neuen Jahr eingefahren. In eigener Halle gab es einen 24:16 (11:6)-Erfolg gegen den Tabellenletzten VfL Horneburg. Die HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf befindet sich dagegen im freien Fall. Das 19:23 (9:16) gegen den TSV Bremervörde bedeutete bereits die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Partien.

TSV Bassum - VfL Horneburg 24:16 (11:6). "Damit ist die Wende eingeläutet", freute sich Interimstrainerin Dagmar Putjenter. Die Schlüsselszenen ereigneten sich gleich zu Beginn der Partie. "Kristina Strauß hat direkt einige gute Chancen abgewehrt und der Mannschaft dadurch Sicherheit gegeben", lobte Putjenter. Vorne übten die Bassumerinnen enormen Druck aus und gingen so mit 6:0 in Führung. Den ersten Gegentreffer mussten sie erst in der 13. Minute hinnehmen. Dank einer sehr disziplinierten Leistung verwalteten sie diesen Fünf-Tore-Vorsprung bis zur Pause.

Die abstiegsgefährdeten Horneburger schienen sich ihrem Schicksal zu ergeben, denn auch in der zweiten Hälfte kam beispielsweise aus dem Rückraum sehr wenig. So war bereits beim 19:10-Zwischenstand (46.) eine Vorentscheidung gefallen. Einen großen Anteil am Sieg hatte Kristina Strauß. "Kristina war die geilste Braut auf dem Feld", grinste Putjenter. "Sie hat etliche hundertprozentige Chancen des Gegners entschärft. Sie war unser großer Rückhalt." Ein weiteres Lob ging an Melanie Hilbig. "Als Nadine Berger kurz genommen wurde, hat Melli das Spiel und die Verantwortung übernommen und für Druck aus dem Rückraum gesorgt", befand die Interimstrainerin. Eine gute Leistung zeigte zudem Kathrin "Koko" Paesler, die am Kreis immer anspielbar war.

Am Rande der Partie wurden noch drei Personalien bekannt: Kristina Strauß, die (eigentlich) nur bis zum Saisonende aushelfen wollte, gab ihre Zusage für die kommende Spielzeit. "Kristina hat den Anspruch, bei jedem Training dabei zu sein. Das konnte sie nicht gewährleisten, weshalb sie sich für diese Saison abgemeldet hatte. Zwar wird sich an ihrer Trainingssituation nichts ändern, aber Kristina hat wieder Blut geleckt und ist mit Freude dabei", verrät Putjenter. Zudem kehrt Nadine Sander, die gegen Horneburg aushalf, zurück. Sie hatte sich am Ende der vergangenen Spielzeit zurückgezogen und sich eine Pause gegönnt. Außerdem hat Kathrin Paesler für die kommende Serie zugesagt.

Bassum: Strauß, Landwehr - Hilbig (5), Witt (5), Paesler (4), Fischer (1/1), Sander (2), Berger (7/3), Sprick, Pacem, Herlein.

HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf - TSV Bremervörde 19:23 (9:16). "Momentan zehren wir von der guten Hinrunde. Ansonsten wären wir mit dieser Leistung ein Abstiegskandidat", resümierte Martin Eschkötter. Bitter ist natürlich, dass die beiden Torfrauen Bianca Krogemann und Maren Gaedicke verletzt ausfallen. "Bei Bianca hat sich der Verdacht auf einen Meniskuseinriss nicht bestätigt. Sie hat aber einen eingedrückten Knochen und läuft derzeit auf Krücken", verriet der HSG-Coach. Für Krogemann ist die Saison wohl ebenso gelaufen wie für Gaedicke (Muskelfaserriss).

Als Ersatz sprang Sanne Schröder aus der zweiten Mannschaft ein. "Leider wurde sie von der Deckung sträflich im Stich gelassen", monierte Eschkötter. "Egal ob eine 6:0- oder später sogar 3:3-Abwehr: Individuell wurde im Deckungsverbund nicht gut gearbeitet."

Eine Steigerung war immerhin in der zweiten Halbzeit zu erkennen. Dort legten die Vilserinnen den gewünschten Kampfgeist an den Tag, die Wende schafften sie dadurch aber nicht. Denn vorne wiederholte sich die Leistung aus den jüngsten Partien. "Da haben wir uns an Hilflosigkeit überboten. Fang- und Passfehler häuften sich mal wieder. Beste Möglichkeiten wurden nicht genutzt", monierte der HSG-Coach. Immerhin durfte er mal wieder ein paar leichte Gegenstoßtore notieren.

Entscheidend für die Niederlage war bereits die Phase nach dem 2:2, als die Gastgeberinnen 16 Minuten lang ohne Torerfolg blieben und mit 2:11 ins Hintertreffen gerieten. Lediglich dank zweier Zeitstrafen für den Gegner kamen die Vilserinnen auf 8:14 heran. In der zweiten Halbzeit verkürzten sie sogar auf 16:20 (46.).

Nach dem 16:21 fiel sieben Minuten lang auf beiden Seiten kein Tor. In dieser Zeit vergab die Heimmannschaft drei Siebenmeter. Ein weiterer Gegentreffer bedeutete dann den Genickbruch. "Eine ärgerliche Niederlage, denn die Bremervörder waren nur mit einer Auswechselspielerin angereist. Daher hatte ich gehofft, dass wir den Gegner läuferisch so fordern können, dass ihm am Ende die Luft ausgeht."

HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf: Schröder - L. Igwerks (5), Eiskamp, Jülke (1), Wolters (2/1), Gräpel (2), Warninck (2), Gräb (4/4), Brockmüller (2), M. Igwerks, Meyer (1).

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