Korbball-Bundesliga TSV Heiligenrode verpasst Überraschung knapp

Landkreis. Die Sensation war greifbar nahe: Mit 4:1 führten die Bundesliga-Korbballerinnen des TSV Heiligenrode zur Halbzeit gegen den Deutschen Meister SG Findorff. Am Ende zogen sie jedoch mit 4:5 den Kürzeren.
13.09.2010, 20:52
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Christine Leska-Ottensmann

Landkreis. Die Sensation war greifbar nahe: Mit 4:1 führten die Bundesliga-Korbballerinnen des TSV Heiligenrode zur Halbzeit gegen den Deutschen Meister SG Findorff. Am Ende zogen sie jedoch mit 4:5 den Kürzeren. Als Trostpflaster gab es später einen Kantersieg gegen den Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, der beim Spieltag in Preetz ohne Punktgewinn blieb.

TSV Heiligenrode - SG Findorff 4:5 (4:1): Die Bremerinnen warteten mit einer Überraschung auf: Da ihre langjährige Korbhüterin ihre Karriere beendet hat, stand mit Anke Kamp die sonst konterstärkste Spielerin am Korb und fehlte somit im Gegenstoß. 'Da wir selbst eine erstklassige Deckungsarbeit zeigten, haben wir nicht einen einzigen Konter der Findorfferinnen zugelassen', freute sich TSV-Akteurin Gabi Brosowsky.

Zur zweiten Halbzeit wechselte die SG dann ihre Korbfrau. Kamp war nun in der Abwehr tätig und 'leistete dort leider hervorragende Arbeit', seufzte Brosowsky. So kamen die Heiligenroderinnen zu keinem einzigen Treffer mehr, ihr Vorsprung aus Hälfte eins schmolz dahin. Am Ende setzte der Favorit zwei Konter nacheinander ins Netz und entschied so die Partie. 'Die Findorfferinnen haben sehr fair und auch in der Phase des Rückstandes professionell und ruhig weitergespielt. Wir waren so nah dran und hätten gerne einen Punkt mitgenommen', urteilte Brosowsky.

SV Brake - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 8:5 (4:1): Die Aufsteigerinnen aus Seckenhausen gaben ihr Debüt in der Bundesliga - und von Nervosität war keine Spur. Gegen den letztjährigen Fünftplatzierten der Deutschen Meisterschaft gingen sie sogar mit 1:0 in Führung und kassierten erst in der 13. Minute den Ausgleich. 'Meine Mannschaft hat sich viele Chancen herausgearbeitet. Die Partie war ziemlich offen. Zu jeder Zeit hatten wir die Möglichkeit heranzukommen, doch es gab zu viele Randtreffer', bedauerte Trainerin Manuela Glander. 'Am Ende haben wir die Deckung aufgemacht. Das ging leider schief und wir kassierten noch einen Korb. Dennoch bin ich mit unserem Auftritt zufrieden', betonte sie.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TSV Heiligenrode 1:11 (0:4): 'Man merkte schnell, dass uns das erste Spiel gegen Brake viel Kraft gekostet hat. Unsere Würfe kamen nicht mehr so gezielt. Trotz der einen oder anderen Chance konnten wir die Heiligenroder Korbfrau nicht wirklich fordern. Der Gegner war in der Abwehr wesentlich aggressiver, im Angriff war das Spiel flüssiger. Da merkte man die ganze Routine', resümierte Glander.

Das Erfolgsrezept der TSV-Trainerin Dagmar Schnelle lautete derweil 'offensive Deckung und schnelles Konterspiel'. 'Das haben wir gut umgesetzt. Durch die sehr offensive Abwehrarbeit konnten wir Seckenhausen unser Spiel aufdrängen. Wenn uns nicht so viele Konterfehlpässe unterlaufen wären, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen', analysierte Brosowsky. Ihr Bundesliga-Debüt gaben die Youngster Janina Rickmann und Jördis Detken, die beide auch gleich ihre ersten Körbe erzielten.

TSV Heiligenrode: Meike Daneke (5), Jessica Pawlowski (3), Gabi Brosowsky (2), Sinnika Zoric, Tatjana Erlewein, Janina Rickmann, Jördis Detken, Romina von Öhsen (alle je 1), Imke Meyer.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst: Lena Breitsprecher (3), Melanie Dobbertin, Michaela Böttger, Inga Sander (alle je 1), Luise Budig, Anna Tamsen, Nadine Wehrenberg, Mareike Rieckers.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+