Fußball

TSV Melchiorshausen: Angekommen im Abstiegskampf

Der TSV Melchiorshausen verliert das Duell der Enttäuschten gegen den TuS Komet Arsten. Die Elf von Trainer Lars Behrens verpasst einen wichtigen Befreiungsschlag.
13.10.2019, 16:44
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Bödeker
TSV Melchiorshausen: Angekommen im Abstiegskampf

Der Einsatz stimmte, aber letztlich machten die Melchiorshauser (rechts: Dominik Resow) vor allem aus ihrer starken ersten halben Stunde zu wenig.

Michael Braunschädel

Melchiorshausen. Der TSV Melchiorshausen ist mittlerweile mittendrin im Abstiegskampf der Bremer Fußball-Landesliga. Mit einem 1:3 (1:1) gegen den TuS Komet Arsten gab es die dritte Niederlage in Folge. Der drittletzte Tabellenplatz ist das Ergebnis dieses Resultats.

Entschieden war das Spiel übrigens schon nach nicht mal einer Stunde. Ramazan Gülac (2) und Ismael Bozkurt erzielten Tore kurz vor und gleich nach der Pause. Nach dem 3:1 tat Komet dann nicht mehr viel, und den Melchiorshausern gelang nicht mehr viel in der Offensive. In der ersten halben Stunde waren die Gastgeber noch äußerst spielfreudig und das bessere Team gewesen. Lucas Heinemann hatte Melchiorshausen früh in Führung gebracht. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, meinte Trainer Lars Behrens. „Die Gegentore waren wieder mal völlig unnötig. Das zieht sich schon durch die ganze Saison.“ Behrens spielte damit auf die Partie gegen Woltmershausen an, als es in der Nachspielzeit zu slapstick-artigen Aktionen im eigenen Strafraum gekommen war. Ähnlich war es am Sonnabend gegen Arsten vor dem 1:2. Komet hatte einen Eckball mäßig qualifiziert an den kurzen Pfosten befördert. Dort trat Kevin Sökel am Ball vorbei. Der prallte gegen weitere Melchiorshauser Beine, ehe ihn Ismael Bozkurt aus kurzer Distanz ins Tor bugsierte (49.). „Kevin hat sich nach dem Spiel entschuldigt“, so Behrens. „Solche Fehler passieren, aber danach müssen wir den Ball klären. Ich wünsche mir in solchen Szenen einfach mehr Konzentration“, ergänzte der Coach nach diesem Déjà-vu.

Nur wenigen Minuten später lief ein Komet-Stürmer gegen Sökel und Schiedsrichter Luca Fritsch (FC Union) pfiff Strafstoß. „Das kann man auch anders sehen, Kevin ist einfach nur stehen geblieben und der Stürmer läuft in ihn hinein“, schilderte Behrens die Situation aus seiner Sicht. Wie auch immer, Ramazan Gülac verwandelte vom Punkt zum 1:3 (52.). Behrens haderte zudem mit einer Szene, in der Melchiorshausen einen Strafstoß hätte bekommen können. Außerdem wurde ein Schuss von Tom Scharwies auf der Linie abgeblockt (85.). Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Melchiorshausen in der letzten halben Stunde eben auch keine Tore mehr schoss. Komets Effektivität vor allem in den Schlüsselszenen war letztlich entscheidend.

Melchiorshausen hätte vor der Pause aus der Überlegenheit eine höhere Führung heraus schießen müssen. Kevin Nienstermann über links und Abdassamed Sabbar über rechts setzten immer wieder Akzente. Auch Marcel Drygalla beteiligte sich an dem mutigen Spiel nach vorne. „Wir haben in dieser Phase und hatten auch in den Wochen zuvor gezeigt, dass wir es können“, so Behrens. Deswegen ist er wegen der Tabellensituation auch noch nicht beunruhigt. „Wir haben das Potenzial, aber natürlich mache ich mir Gedanken, was wir ändern müssen.“ Nach Flanke von Kevin Nienstermann hat Lucas Heinemann den Ball zum 1:0 in den Winkel geschossen (10.). Komet kam danach immer besser ins Spiel. Nach hoher Hereingabe glich Gülac aus (41.).

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