Fußball TSV Melchiorshausen kommt unter die Räder

Der zweite Spieltag des Württemberg-Cups in der Gruppe A ist vorbei. Der TV Stuhr drehte die Partie gegen den TSV Okel und siegte mit 3:1. Der Turnierfavorit TuS Sulingen deklassierte Melchiorshausen mit 8:1.
11.07.2019, 23:31
Lesedauer: 2 Min
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Von Jannis Klimburg

Ristedt. Der zweite Spieltag des Württemberg-Cups in der Gruppe A ist Geschichte. Bei anfangs starkem Regenschauer kamen dennoch 180 Zuschauer nach Ristedt. Und diese sollten ihr Kommen wahrlich nicht bereuen. Im ersten Spiel der Gruppe A zwischen den beiden Bezirksligisten TV Stuhr und TSV Okel behielt der Erstgenannte verdient mit 3:1 (0:1) die Oberhand. Viel einseitiger gestaltete sich dann die darauffolgende Begegnung. Der Turnierfavorit TuS Sulingen deklassierte den TSV Melchiorshausen deutlich mit 8:1 (4:0). Damit kommt es am letzten Spieltag, der am 15. Juli ausgetragen wird, zum direkten Duell um Platz eins zwischen dem TV Stuhr und TuS Sulingen.

TV Stuhr - TSV Okel 3:1 (0:1).

Es schien von Beginn an so, als würde der TV Stuhr besser mit dem nassen Geläuf zurecht kommen. Die Mannschaft von Trainer Stephan Stindt arbeitete viel mit kurzen Pässen gegen einen hochstehenden TSV Okel. Immer mal wieder kam der Pass in die Tiefe durch, doch die zahlreichen Chancen in der Anfangsphase wurden nicht genutzt. Besser machte es auf der anderen Seite der Underdog. Nach einer Ecke bekam der TVS das runde Leder nicht geklärt, also ergaunerte sich Timo Eggers das Spielgerät und markierte im Fallen das 0:1 (12.). Danach das gleiche Bild wie zu Beginn: Der TV Stuhr drückte weiter auf das Gaspedal, hatte bis zur Pause zig Chancen. Alleine Torben Drawert und Dimitri Steen hätten die Partie schon drehen können. „Das war schon ein extremer Chancenwucher, den wir uns da geleistet haben“, schüttelte Stindt mit dem Kopf.

Seine Laune verbesserte sich auch mit dem Start der zweiten Hälfte nicht. Im Gegenteil: Gleich zwei Elfmeter binnen weniger Minuten vergab der Favorit, weil TSV-Keeper Lucas Feldmann überragend reagierte. Eigentlich sogar drei, nur ein Elfmeter musste wiederholt werden. Sowieso sollte er im weiteren Verlauf noch öfter in den Mittelpunkt rücken. Denn mit Wut im Bauch stürmte der TV Stuhr weiter drauf los. Doch nach den verschossenen Elfmetern schienen die Mannen von Stindt zwischenzeitlich kurz am Zielwasser genippt zu haben. Erst Rückkehrer Daniel Horeis zum Ausgleich (54.), dann Steen zur Führung (55.) und schließlich Drawert besiegelten den 3:1-Sieg der Stuhrer. „Wir haben den Gegner 70 Minuten lang dominiert. Daher war das unterm Strich schon eine sehr solide Leistung für diesen frühen Zeitpunkt der Vorbereitung“, strahlte Stindt am Ende doch noch.

TuS Sulingen - TSV Melchiorshausen 8:1 (4:0).

Nur wenig Grund zum Lachen hatte der TSV Melchiorshausen. Von Sekunde eins an war der Klassenunterschied zum TuS Sulingen ersichtlich. Schnell und schnörkellos mit nur wenigen Kontakten raste der Turnierfavorit in die Hälfte des Underdogs. So war die Partie nach der ersten Hälfte eigentlich schon entschieden, weil der Turnierfavorit mit 4:0 vorne lag. „Sie haben uns einfach zerpflückt“, musste auch Melchiorshausens Co-Trainer Marc Schönthal eingestehen.

Kein Mitleid zeigten die Sulinger auch in Halbzeit zwei. Es waren nur sechs Minuten im zweiten Durchgang gespielt, da stand es schon 7:0. Zu diesem Zeitpunkt schien es so, als könnte die Partie auch zweistellig ausgehen. Denn der TuS ging weiter hohes Pressing an und der TSV konnte sich nicht wirklich aus der eigenen Hälfte befreien. Noch einen Treffer legte der Favorit nach, doch der krönende Abschluss gehörte dem Underdog. Jan Schmötzer setzte aus rund 35 Metern einen perfekten getimten Heber über den Keeper hinweg in die Maschen. „Eindeutig der Man of the Match“, konnte Schönthal trotz der deftigen Klatsche immerhin noch ein wenig schmunzeln. Auch wenn er weiß: „Das Spiel müssen wir jetzt ganz schnell aus den Köpfen kriegen und wieder nach vorne schauen.“ Stimmt. Weiter geht es für Melchiorshausen am 15. Juli mit der Partie gegen den TSV Okel. Immerhin: es kann nur besser werden.

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