Im Finale bezwingt der Kreisklassist den SV Heiligenfelde II mit 3:1 / Vorzeitiges Aus für den TuS Syke TSV Okel sichert sich die Stadtmeisterschaft

Syke. Mit einer faustdicken Überraschung hat das Hallenfußball-Turnier um die Syker Stadtmeisterschaft geendet. Nicht die großen Namen wie der SV Heiligenfelde oder TuS Syke machten das Rennen, sondern der TSV Okel aus der 2. Kreisklasse Nord. Und das völlig verdient, den die Okeler rockten mit insgesamt 22 erzielten Treffern die Halle.
28.01.2013, 05:00
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Von Sven Hermann

Syke. Mit einer faustdicken Überraschung hat das Hallenfußball-Turnier um die Syker Stadtmeisterschaft geendet. Nicht die großen Namen wie der SV Heiligenfelde oder TuS Syke machten das Rennen, sondern der TSV Okel aus der 2. Kreisklasse Nord. Und das völlig verdient, den die Okeler rockten mit insgesamt 22 erzielten Treffern die Halle.

Während der Außenseiter TSV Barrien bereits in den vergangenen zwei Jahren mächtig am Thron der Etablierten rüttelte und jeweils erst im Finale scheiterte, verhinderten die Okeler nun den Titel-Hattrick des gastgebenden SV Heiligenfelde. Noch keiner Mannschaft gelang es, drei Mal in Folge die begehrte Hallenkrone zu gewinnen. "Anscheinend lastet ein Fluch darauf", schmunzelte SVH-Spartenleiter Florian Jamer über den vergeblichen Versuch seines Teams, erstmals den Dreifachtriumph zu besiegeln. "Dass die Okeler verdienter Turniersieger wurden, kann ich absolut unterstreichen. Sie haben schnörkellos und gut gespielt. Wer zudem noch den besten Spieler und besten Schützen stellt, hat es mehr als verdient", kommentierte Jamer die vorzügliche Vorstellung des Nachbarn.

Es war schon beeindruckend, wie sehr sich der TSV in Szene setzte. Mit einem 5:0-Erfolg über den FC Gessel-Leerßen begann der spätere Turniersieger seinen Triumphzug. Es folgte ein 3:2-Sieg gegen die Zweitvertretung des SVH, wobei die Mannschaft von Trainer Frank Köhler einen 0:2-Rückstand durch Tore von Rico Volkmann (2) und Dennis Dahme in einen Erfolg umwandelte. Im letzten Gruppenspiel demontierte der Außenseiter den Kreisligisten TuS Syke mit 5:2. Auch im Halbfinale lief die Okeler Tormaschine beim 4:0 über die TSG Osterholz-Gödestorf auf Hochtouren. Mit einem Dreierpack trug Volkmann im Finale und der Neuauflage der Vorrundenpartie gegen den SV Heiligenfelde II beim 3:1 wesentlich zum Titelgewinn bei. Für die Gastgeber traf lediglich Frank Janshen zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Mit "Hurra, Hurra, die Okeler sind da"-Rufen", feierte der lautstarke TSV-Anhang während der letzten Spielzüge. "Unsere Vorstellung hat mir sehr gut gefallen", strahlte Coach Frank Köhler, der vor seiner Okeler Zeit das Team des Finalgegners unter seinen Fittichen hatte. "Wir haben schon beim eigenen Turnier den zweiten Platz errungen und diese Euphorie mitgenommen", ergänzte Köhler, der neben der Leistung seiner Routiniers vor allem vom Auftritt seiner drei A-Junioren Sebastian Kühn, Jannis Webel und Tom Holthusen sehr angetan war.

Turnierorganisator Florian Jamer war mit der Veranstaltung zufrieden. 300 Zuschauer sorgten für einen passenden Rahmen in der voll besetzten Olympiahalle. "Die Rivalität zwischen den Ortsrivalen macht den Reiz aus", erklärte Jamer die passable Besucherzahl. Mit dem Abschneiden der eigenen Mannschaften war der Spartenleiter nur bedingt zufrieden. Es war unser Ziel, mit beiden Mannschaften ins Halbfinale einzuziehen – das ist uns gelungen. Ernüchternd war, dass wir mit der Erstvertretung nicht ins Finale einzogen." Mit dem zweiten Platz der Reserve war er aber einverstanden. "Mehr ging einfach nicht", bilanzierte Jamer.

Ein Schatten seiner selbst war der Kreisligist TuS Syke. Nach mitunter peinlichen Vorstellungen schied der Mitfavorit bereits nach der Vorrunde aus. Zwei Niederlagen gegen den SV Heiligenfelde II (0:1) und TSV Okel (2:5) sorgten für lange Gesichter im rot-weißen Lager. Und auch beim 2:2 gegen den FC Gessel-Leerßen bekleckerten sich die Syker nicht gerade mit Ruhm, sodass am Ende lediglich der enttäuschende dritte Rang in der Gruppe B heraussprang. "Zumindest das Halbfinale wäre Pflicht gewesen", gestand TuS-Kapitän Björn Kitow, der nach auskurierter Verletzung aus Vorsichtmaßnahmen auf eine Teilnahme verzichtete und das Spektakel von der Tribüne aus verfolgte.

"Dieses Mal hat es nicht gereicht", kommentierte derweil Trainer Frank Otersen vom Vorjahresfinalisten TSV Barrien das frühe Aus. Lediglich gegen die TSG Osterholz-Gödestorf gelang ein Erfolg (1:0).

TSV Okel sichert sich die Stadtmeisterschaft

Im Finale bezwingt der Kreisklassist den SV Heiligenfelde II mit 3:1 / Vorzeitiges Aus für den TuS Syke

Zitat:

"Die Rivalität

macht

den Reiz aus."

Florian Jamer, SV Heiligenfelde

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