Württemberg-Cup TSV Okel: Traumstart, aber kein Traumergebnis

Der TSV Okel jubelt nach noch nicht einmal zwei Minuten, kann den TuS Sulingen aber nicht lange ärgern. Der TV Stuhr und der TSV Melchiorshausen trennen sich unentschieden.
08.07.2019, 22:59
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Ristedt. Der TSV Okel hat bei seiner Württemberg-Cup-Premiere eine Überraschung gegen den TuS Sulingen verpasst und trotz einer 1:0-Führung noch mit 1:5 verloren. Im zweiten Spiel der Gruppe A kam der TV Stuhr gegen den TSV Melchiorshausen nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Acht Tore waren ein guter Auftakt, den 350 sogar zu einem für die Organisatoren nahezu perfekten Abend machten.

TSV Okel - TuS Sulingen 1:5. Das erste Spiel der Okeler beim Württemberg-Cup begann wie gemalt für den TSV: Es lief noch die erste Minute, als Leon Helmke im Strafraum zu Fall gebracht wurde - Elfmeter. Rico Volkmann verwandelte sicher zu einem der schnellsten Tore der Turniergeschichte. Die 20. Auflage begann also mit einem Knall. Der Bezirksliga-Aufsteiger verteidigte seine Führung gegen den Landesligisten um den Ex-Twistringen-Coach Walter Brinkmann mit großem läuferischen Aufwand und hielt 25 Minuten den Laden dicht. Dann aber setzte sich die spielerische Klasse des TuS durch und Chris Brüggemann mit einem Doppelpack und Marcel Wind drehten die Partie noch vor der Pause. „Es war klar, dass wir es schwer haben würden. Uns hat natürlich auch der Ausfall von Leon Helmke getroffen, der ein wirklich guter Umschaltspieler ist und auch die Wege nach hinten mitmacht“, sagte Okels Trainer Lutz Schröder. Helmke musste mit einer Schulterverletzung raus, genauso wie Sulingens Taiki Hirooka.

An eine Okeler Wende war nach dem Seitenwechsel nicht mehr zu denken. Sulingen ließ Ball und Gegner laufen, zeigte einige tolle Spielzüge. Die Schröder-Elf musste weite Wege zurücklegen. „Man muss ganz ehrlich sagen, dass für mich noch zwei Klassen zwischen uns liegen. Wir sind ja noch gar nicht richtig in der Bezirksliga angekommen“, verriet Okels Rico Volkmann. Angesichts der Sulinger Erfolge über Falke Steinfeld (4:0) und den SV Heiligenfelde (9:1) zuletzt hielt sich die TSV-Niederlage im Rahmen, auch wenn der Aufsteiger durch Pascal Löhmann und Niklas Klare weitere Gegentreffer schlucken musste. Keeper Lucas Feldmann parierte sogar noch einen Strafstoß von Brüggemann. Der Okeler Auftakt beim Württemberg-Cup war einer, den beim TSV wohl niemand so schnell vergisst.

TV Stuhr - TSV Melchiorshausen 1:1. Stuhr hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel, ohne aber zu richtig guten Abschlussmöglichkeiten zu kommen. „Das war das einzige, was mir gefehlt hat“, monierte Trainer Stephan Stindt, der ansonsten einen starken Auftritt seiner Elf gesehen hatte. „Wir hatten viele gute Stafetten und haben uns auch immer wieder spielerisch befreit und das Spiel gut aufgebaut“, fand er. Die Melchiorshauser dagegen mussten sich erst in die Partie hineinarbeiten. „Wir haben aber auch erst zweimal trainiert. Dafür sah das schon ganz gut aus“, fand Jan Schmötzer, der erkannte, dass sich der TSV immer besser zurecht fand und durch Kevin Nienstermann und Abdessamad Sabbar die gefährlicheren Abschlüsse für sich verbuchte.

Richtig gefährlich wurden die Stuhrer das erste Mal nach dem Seitenwechsel - und prompt trafen sie: Tobias Peters leitete den Ball per Kopf in den Lauf von Torben Drawert, der auf der rechten Seite durchstartete und das Spielgerät vor das Tor brachte, wo René Rogalla nur noch den Fuß hinhalten musste (40.). Kurz darauf musste Tobias Peters nach erneuter Drawert-Vorarbeit aus nahezu gleicher Position wie Rogalla zuvor nachlegen, verfehlte aber das leere Tor. „Das muss natürlich das 2:0 sein“, wusste nicht nur Stindt. „Dann wäre das Ding wohl durch gewesen“, vermutete er. So aber blieb Melchiorshausen im Spiel, wurde offensiver und belohnte sich mit dem Ausgleich durch Tom Scharwies. Ole Discher hatte ihn von der linken Seite in Szene gesetzt. „Für uns ist das ein gutes Ergebnis, das uns alle Chancen offen hält, den Finaltag zu erreichen“, freute sich Schmötzer.

Am Dienstag geht der Württemberg-Cup weiter: In der Vorrundengruppe B spielen dann der Bremer SV gegen den TuS Sudweyhe (18.45 Uhr) und der Brinkumer SV gegen den SV Heiligenfelde (20.15 Uhr).

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