Niedersachsenpokal-Viertelfinale TSV Ottersberg träumt vom Endspiel

Ottersberg. Am Mittwoch um 18 Uhr das Niedersachsenpokal-Viertelfinale und am Montag um 19.30 Uhr das Oberliga-Meisterschaftsspiel: Die Fußballer des TSV Ottersberg treffen innerhalb von fünf Tagen gleich zwei Mal auf ihren alten Rivalen VSK Osterholz-Scharmbeck.
07.09.2010, 06:20
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Am Mittwoch um 18 Uhr das Niedersachsenpokal-Viertelfinale und am kommenden Montag um 19.30 Uhr das Oberliga-Meisterschaftsspiel: Die Fußballer des TSV Ottersberg treffen innerhalb von fünf Tagen gleich zwei Mal auf ihren alten Rivalen VSK Osterholz-Scharmbeck.

In der Liga steht der nach fünf Spieltagen noch sieglosen Mannschaft von Axel Sammrey das Wasser zwar schon bis zum Hals (trotz des beachtlichen 2:2 in Rehden ist sie gerade um einen Rang auf Platz 18 zurückgefallen), doch das montägliche Aufeinandertreffen mit dem VSK wird vom Trainer 'noch völlig ausgeblendet' (Sammrey).

Aus gutem Grund: Das morgige Pokalderby wird an der Wümme als so etwas wie das Spiel des Jahres betrachtet. 'Noch zwei Siege, und wir haben das Endspiel erreicht', rechnet Sammrey vor. Gelängen sie dem TSV Ottersberg tatsächlich, hätte er auch den Einzug in die erste DFB-Pokalrunde der Saison 2011/12 erreicht. Die Brocken in der nächsten Runde werden zwar nicht kleiner (unter anderen sind noch Regionalligist TSV Havelse und Drittligist Eintracht Braunschweig im Rennen), doch die Qualifikation für das Niedersachsenpokal-Finale betrachtet Sammrey als ein 'realistisches Ziel'.

Zu Hause noch ungeschlagen

Immerhin bestreitet der im Umbruch befindliche TSV Ottersberg morgen zunächst wieder ein Heimspiel - und vor eigenem Publikum ist er in den den bisherigen vier Pflichtspielen der Saison 2010/11 noch ungeschlagen (im Pokal jeweils 1:0 gegen SV Drochtersen/Assel und Teutonia Uelzen sowie in der Meisterschaft 1:1 gegen Arminia Hannover und 0:0 gegen Hansa Lüneburg).

Obendrein steht mittlerweile das personelle Gerüst (mit Torwart Eggert sowie den Feldspielern Neumann, Nowotny, Peek, Patrick Peter, Koltonowski und Wahlers gibt es sieben Spieler, hinter denen fünf Oberliga-Vollzeiteinsätze liegen), und als taktisch flexibel darf sich der TSV Ottersberg auch bezeichnen lassen.

An den fünf Oberliga-Spieltagen präsentierte er sich bereits in drei unterschiedlichen System. 'Das einzige was jetzt noch fehlt, ist ein Punktspielsieg', stellt Sammrey fest. Allerdings konnte er noch etwas auf sich warten lassen. 'Unsere Mannschaft ist noch jung und naiv, in Rehden hat sie sich das Leben gerade wieder selbst schwer gemacht. Wir müssen Geduld haben und vorerst mit kleinen Schritten zufrieden sein.'

Seine Niedersachsenpokal-Reife jedoch hat der TSV Ottersberg mit zwei gegentorlosen Siegen bereits bewiesen. Eine zusätzliche Motivation für Kapitän Marco Wahlers & Co dürfte das letzte Aufeinandertreffen mit dem VSK Osterholz-Scharmbeck darstellen. Während der Saisonvorbereitungsphase ging der im Endspiel der Löhnhorster Turnierwoche mit drei Stürmern angetretene TSV Ottersberg mit 0:5 unter. 'Ein Nackenschlag, wir sind abgeschossen worden', hat Sammrey die vor allem in der Höhe überraschende Niederlage bis heute nicht vergessen.

Nach Ansicht von Sammrey genießt das morgige Pokalspiel auch im Lager des VSK Osterholz-Scharmbeck einen hohen Stellenwert. Der Ottersberger Coach vermutet sogar, dass sein VSK-Pendant Günter Hermann am vergangenen Sonntag wichtige Spieler geschont haben könnte. Beim 1:2 gegen den SV Meppen kamen der Ex-Ottersberger Aktas wie Apostel überhaupt nicht zum Einsatz, und Jorit Löhr wurde erst nach einer Stunde eingewechselt.

Drei Personalien, über die sich der im jüngsten VSK-Heimspiel unter den 300 Zuschauern weilende Ottersberger Trainer wunderte. Am System jedoch hatte Hermann nichts geändert, seine Mannschaft lief auch gegen Meppen im 4-2-3-1 mit Weinrich als einzige noninelle Spitze auf.

Auch morgen wird der TSV Ottersberg auf seine verletzten Mittelfeldspieler Huhn und Mirko Peter verzichten müssen. Der momentan beruflich extrem angespannte Kapitän Lars Behrens dagegen rückt allenfalls wieder in den 18er-Kader, für die Startelf kommt er noch nicht wieder in Frage. Ein Einsatz des in Rehden wegen einer Verletzung am Zeh vorsorglich geschonten Sechsers Stefan Denker dagegen würde nach Einschätzung von Sammrey 'kein Risiko mehr' darstellen.

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