Fußball-Kreisliga A TSV Weyhe-Lahausen peilt höhere Ziele an

Weyhe-Lahausen. Trotz erheblicher Turbulenzen ist dem TSV Weyhe-Lahausen in der Fußball-Kreisliga A Diepholz als Tabellenachter noch ein ruhiges Winterquartier vergönnt gewesen.
03.03.2011, 05:00
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Von Henning Reinke

Weyhe-Lahausen. Trotz erheblicher Turbulenzen ist dem TSV Weyhe-Lahausen in der Fußball-Kreisliga A Diepholz als Tabellenachter noch ein ruhiges Winterquartier vergönnt gewesen. "Wir haben das Feld vom vorletzten Platz aus ganz gut aufgerollt", sagt Spielertrainer Tim Arnebold. Er freut sich mächtig über den eindrucksvollen Aufwärtstrend. Begonnen hatten die Lahauser die Saison noch mit ihrem bewährten Coach Jörg Amrhein. Doch kaum hatte die Saison begonnen, war Amrhein auch schon weg, und Arnebold übernahm das Zepter.

Vor der Saison hatte Amrhein als Ziel den Aufstieg in die Kreisliga ausgegeben - für den Vierten der abgelaufenen Spielzeit sicherlich kein allzu vermessenes Vorhaben. Doch nach drei Partien stand nur ein magerer Punkt auf dem Konto - und Amrhein nicht mehr zur Verfügung.

Als nun ehemaliger Co-Trainer feierte Arnebold bei seinem Einstand als Spielercoach gleich ein 4:3 gegen den TSV Drentwede, und die Wende schien sich anzubahnen. "Aber es gab immer wieder Rückschläge, und nach dem elften Spieltag, als wir immerhin ein 2:2 gegen TuS Syke II erreichten, standen wir mit mageren acht Punkten auf dem vorletzten Platz und hatten eine schwarze Serie von vier Niederlagen in Folge hinter uns", erinnert sich Arnebold ungern an eine schwere Zeit zurück.

Endlich läuft's besser

Aber dann kamen die Lahauser auf einen grünen Zweig. "Wir sind eine noch sehr junge Mannschaft, und da braucht eben alles seine Zeit. Auch bis individuelle Stärken mannschaftsdienlich eingesetzt werden können. Unsere engagierte Arbeit wurde schließlich mit einer Serie von vier Siegen und zwei Unentschieden belohnt", blickt Arnebold zufrieden auf den Vormarsch ins gesicherte Mittelfeld.

Besonders auffällig ist, dass sich die Lahauser zur Torfabrik der Liga entwickelt haben. 45 Treffer sind spitze und ein Beweis überdurchschnittlicher Offensivkraft. 36 Gegentreffer schleppen die Lahauser aber noch als Altlast mit sich herum. "Inzwischen ist unser Abwehrverhalten wesentlich besser geworden", relativiert Arnebold allerdings. Torwart Marco Greimann ist ein solider Rückhalt, Tobias Wiegmann sowie Aljoscha Klatte verkörpern ein starkes Manndecker-Duo und Lars Bock überzeugt als Libero mit viel Übersicht. "Hinten brennt nicht mehr so viel an, auch weil die offensiv ausgerichteten Spieler gut mit nach hinten arbeiten", erklärt Arnebold.

Ein ganz besonderes Paar sind die beiden Sechser. Da ist zum einen der schon über 40-jährige Sven Rödenbeck und zum anderen der erst 20-jährige Dominik Jacobi. "Dass ich Rödenbeck, der mit Lahausen ja schon bessere Zeiten erlebt hat, wieder für das Team reaktivieren konnte, hat sich bestens ausgezahlt. Bei so viel Jugend kann ein Routinier eben doch sehr hilfreich sein", sieht sich Arnebold bestätigt.

In den Blickpunkt gespielt hat sich auch der erst 19-jährige Tobias Marquardt. "Er ist unser Spielmacher und mit zehn Treffern auch unser bester Torschütze", lobt ihn Arnebold, der selber sechs Mal getroffen hat.

Als Stützen der von ihm bevorzugten Offensivstrategie bezeichnet der Spielertrainer zudem die sehr effektive Flügelzange mit Bastian Bötjer und Ahmed Hossein. Und Sascha Erdmann, der beim 5:0 über den TuS Varrel vierfacher Torschütze war, hat sich bestens empfohlen.

"Meine Vorstellungen werden immer besser umgesetzt, und die vielen jungen Spieler haben leistungsmäßig noch Luft nach oben. Das sind beste Voraussetzungen für einen weiterhin erfolgreichen Saisonverlauf. Aber bei seiner Weiterentwicklung wird kein Spieler unter Druck gesetzt, und Fehler sind ohnehin nie ganz auszuschließen", findet Arnebold.

Zunächst einmal wollen die Lahauser ihren Platz im Mittelfeld stabilisieren, dabei eine eventuelle bessere Platzierung aber nicht aus den Augen verlieren. "Wir spielen konzentriert und motiviert weiter, sehen den weiteren Saisonverlauf aber auch unter dem Blickwinkel der nächsten Spielzeit. Da können wir uns dann ohne Wenn und Aber höheren Zielen widmen. Die Weichen dafür wollen wir schon jetzt stellen, und deswegen habe ich mich entschlossen, über die laufende Saison hinaus mein Amt fortzuführen", betont Tim Arnebold.

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