Fußball-Bezirksliga Türkspor bleibt auf Aufstiegskurs

Ein torreicher Spieltag liegt hinter den vier Nordbremer Vereinen, die sich in der Fußball-Bezirksliga messen.
01.05.2018, 19:24
Lesedauer: 4 Min
Zur Merkliste
Von MARTIN PRIGGE

Bremen-Nord. Ein torreicher Spieltag liegt hinter den vier Nordbremer Vereinen, die sich in der Fußball-Bezirksliga messen. Sicherer Garant für drei Punkte ist derzeit aber nur der SV Türkspor – die Blumenthaler feierten gegen den FC Roland Bremen einen 4:2-Sieg und haben in diesem Jahr noch kein Spiel verloren. Im Aufsteigerduell zwischen dem Blumenthaler SV II und Bremer SV II hat es keinen Sieger gegeben (2:2). Zudem verlor die SG Aumund-Vegesack II bei Tuspo Surheide mit 2:3, und auch der 1. FC Burg musste eine schmerzliche 4:5-Niederlage in Findorff hinnehmen.

SV Türkspor – FC Roland Bremen 4:2 (2:1): Dicht an die Fersen des Tabellenführers SG Findorff geheftet, strebt Türkspor unter Neu-Trainer Bahadir Kilickeser den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga an. In den ersten 20 Minuten war Türkspor dominant, was in den 1:0-Führungstreffer mündete, den Juliano Barthel nach Vorarbeit von Ralf Bela Prieß per Direktabnahme erzielte (26.). Durch einen strittigen Strafstoß glich Roland in Person von Sadra Farokhnia elf Minuten später aus (37.). Noch vor der Pause köpfte aber erneut Barthel für SVT zum 2:1 (44.).

Der zweite Durchgang gehörte dann aber komplett der Heimelf, die zunächst mit einer Kombination über Can Kaya-Pavon und Teyfik Erkenekli und dessen Tor zum 3:1 ihre Führung weiter ausbaute (48.) – im Gegenzug aber direkt den Anschlusstreffer kassierte (Sadra Farokhnia/49.). „Den kann man über 90 Minuten einfach nicht ausschalten“, sagte Bahadir Kilickeser. Da Türkspor-Schlussmann Gökhan Kara ein gutes Spiel machte und Ralf Bela Prieß seine herausragende Spielleistung mit dem 4:2 per Strafstoß krönte (90.+1), strichen die Blumenthaler am Ende einen verdienten Sieg ein. „Solange wir unsere Hausaufgaben machen, bin ich zufrieden“, so Kilickeser.

Bremer SV II – Blumenthaler SV II 2:2 (1:0): Die Durststrecke geht weiter. Auch gegen den Bremer SV II kam die Mannschaft von Trainer Sven Landwehr nicht über ein Unentschieden hinaus. Langsam verdichten sich die Anzeichen für einen gefährdeten Klassenerhalt, zumindest zog Sven Landwehr den Vergleich mit dem ebenfalls abstiegsbedrohten Bundesliga-Dino HSV heran: „Vielleicht machen wir es wie die Hamburger und gewinnen irgendwann einfach wieder.“ Den ersten Durchgang verschlief die BSV-Reserve komplett. Bereits nach 20 Sekunden gingen die Westbremer nach einem katastrophalen Ballverlust des Blumenthalers Kevin Thiele durch Mouhamed Diallo in Führung (1.). In der Pause wies Landwehr seine Mannen an, lange Bälle in die Spitze zu probieren. Und tatsächlich – nach dem Wechsel konnte der Coach seinem Team keinen Vorwurf machen.

Blumenthal II kämpfte sich zurück ins Spiel. Tore durch Mola Lamine Khan (47.) und Kevin Thiele (59.) brachten die Burgwall-Elf sogar in Führung. Doch wie zuletzt hatte der Gast im Anschluss wieder Pech: Ein von Panzenberg-Kicker Alen Dedic aus 35 Metern ausgeführter Freistoß ging zum 2:2 in den Winkel (63.). Die letzten Minuten hagelte es Schüsse auf den Kasten der Gastgeber, doch am Ende blieb für die Landwehr-Truppe nur ein Punkt. „Momentan ist einfach der Wurm drin. In jedem Spiel fehlt irgendetwas, da läuft einiges gegen uns“, ärgerte sich Sven Landwehr.

Tuspo Surheide – SG Aumund-Vegesack II 3:2 (0:1): Zwar startete die Mannschaft des Trainerduos Manuel Broekmann/Michael Leopold sehr engagiert in die Begegnung und erzielte nach einem tollen Spielzug über die linke Seite auch das 1:0, doch dann dauerte es 50 Minuten, ehe Vegesack II erneut jubeln durfte. Nach einer Flanke von Ghandi Mohamad beförderte der frisch eingewechselte Marcel Niemczyk den Ball ins Tor (58.). „Wir waren 70 Minuten gleichwertig, wenn nicht sogar besser“, ärgerte sich Spielertrainer Manuel Broekmann. Denn dann fiel aufgrund kleiner Fehler der 1:2-Anschlusstreffer für Surheide durch den Kapitän Angelo Romano Pauls (69.), den SAV II nicht in den Griff bekam. Mit einer fragwürdigen Elfmeterentscheidung gab Schiedsrichter Christian Braun den Gastgebern dann die Chance zum Ausgleich, die Faton Rama nutzte (72.).

Surheide drehte das Spiel, und mit einer schönen Einzelaktion sorgte Goalgetter Pauls in der Schlussphase für den 3:2-Endstand (82.). „Ich habe die beste Leistung meiner Mannschaft seit Langem gesehen. Aber dank dem Schiedsrichter und dem Surheider Kapitän haben wir ein Spiel verloren, das wir niemals aus den Händen hätten geben dürfen“, resümierte Michael Leopold.

SG Findorff – 1. FC Burg 5:4 (5:1): „Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren“, lautete die klare Aussage von Burgs Spielertrainer Mirko Wendland. Wessen Mannschaft beim Halbzeitstand von 1:5 am Ende gegen den Tabellenführer noch fast ein Remis schafft, der hat mit einer solchen Aussage recht.

Nachdem Steffen Kamin (12.), Timo Kück (16.), Alexander Schlobohm (22.) und Marc-David Klewer (25.) für die 4:0-Führung der Findorffer gesorgt hatten, gelang Burgs Julian Kubicek der Anschlusstreffer noch vor dem Wechsel (40.), ehe Tobias Eick für die SG auf 5:1 erhöhte (45.). „Wir hatten keinen Zugriff aufs Spiel, sodass wir völlig zurecht auch in der Höhe in Rückstand gerieten“, so Wendland. Die zweite Halbzeit entschieden die Burger dann noch für sich. Erst Julian Kubicek (48.), dann Mirco Boltjes (54.) und erneut Kubicek (57.) verkürzten auf 4:5.

Die sensationelle Aufholjagd gipfelte in einem Elfmeter, den die Burger kurz vor dem Ende zugesprochen bekamen. Doch das triumphale 5:5 blieb ein geplatzter Traum, weil Kevin Stepput den Strafstoß verschoss. „Hätten wir in der ersten Halbzeit so gespielt wie in der zweiten, hätten wir gepunktet. So stehen wir mit null Punkten da und ärgern uns über den ersten Durchgang“, sagte Mirko Wendland.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+