Fußball-Bezirksliga

TuS Heidkrug gegen VfL Stenum: Ein Derby auf Augenhöhe

Der TuS Heidkrug und der VfL Stenum treten am vorgezogenen Spieltag am Mittwoch bereits zum Rückspiel gegeneinander an.
29.10.2019, 17:19
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
TuS Heidkrug gegen VfL Stenum: Ein Derby auf Augenhöhe
Von Michael Kerzel
TuS Heidkrug gegen VfL Stenum: Ein Derby auf Augenhöhe

Julian Dienstmaier war mit zwei Treffern im Hinspiel der Matchwinner für den VfL Stenum.

INGO MÖLLERS

Gerade mal zwei Monate ist es her, da standen sich der VfL Stenum und der TuS Heidkrug im Derby am Kirchweg gegenüber. Die Stenumer siegten in einem engen Match mit 4:2. An diesem Mittwoch kommt es in einer vorgezogenen Partie bereits zum Rückspiel in der Fußball-Bezirksliga. Anpfiff ist um 20 Uhr am Bürgerkampweg in Heidkrug.

Beide Teams sind gut in die Saison gestartet und so treffen der Vierte (Stenum) und der Siebte (Heidkrug) aufeinander. Da in Delmenhorst gespielt wird, gleicht sich das Niveau noch weiter an. Immerhin ist der Aufsteiger heimstark und Stenum auswärtsschwach. Den etwas besseren Kader haben insgesamt jedoch die Gäste. Zudem sind Derbys grundsätzlich offener als andere Begegnungen. Die Distanz zwischen den Fußballplätzen beider Teams beträgt keine zehn Kilometer. Heidkrug teilte am Wochenende mit dem Tabellendritten FC Rastede die Punkte, Stenum verlor beim Abstiegskandidaten SV Ofenerdiek.

Die Heidkruger gehen mit breiter Brust ins Match. Von den vergangenen sechs Partien entschied der TuS vier für sich, verlor nur einmal. Dabei setzten sich die Mannen von Trainer Selim Karaca in zwei Derbys gegen den FC Hude und den SV Baris Delmenhorst durch. Stenum sieht der Coach auf Augenhöhe. „Wir hätten im Hinspiel schon einen Punkt verdient gehabt. Wir brauchen uns nicht verstecken. Wir haben zu Hause den Tabellenzweiten geschlagen (4:2 gegen den SV Wilhelmshaven) und hatte den Dritten am Rand einer Niederlage (1:1 gegen FC Rastede). Da brauchen wir uns auch vor Stenum nicht verstecken“, meint Karaca. Die Form sei gut, alle Mann seien an Bord. „Am Wochenende hatten wir zehn Spieler auf der Bank und drei Leuten hab ich zudem frei gegeben. Wir können aus dem Vollem schöpfen“, freut sich der TuS-Trainer. Da sein Team über die mannschaftliche Geschlossenheit komme und keine herausragenden Einzelspieler habe, spiele die Kraftfrage in einer englischen Woche keine große Rolle. „Wir sind breit aufgestellt, ich kann jeden reinwerfen ohne Qualitätsverlust“, meint er.

Die Stenumer sind in dieser Spielzeit bislang Derbyspezialisten: Neben den Heidkrugern im Hinspiel besiegten die Mannen von Trainer Thomas Baake auch den SV Tur Abdin Delmenhorst und den FC Hude. Die Leistung von Sonntag gegen Ofenerdiek reicht für den vierten Derbyerfolg in dieser Saison jedoch nicht. „Wir müssen eine ganz andere Leistung zeigen“, weiß der VfL-Coach. Er hat am Dienstag noch mal die Niederlage gegen den Aufsteiger angesprochen – „die kann man nicht einfach stehen lassen“ – und an die Mannschaft appelliert: „Es geht um die Basics. Laufbereitschaft, gutes Zweikampfverhalten“, sagt Baake. Nur mit spielerischen Lösungen gehe es nicht. Zudem müsse seine Mannschaft Standardsituation vermeiden. „Und die Jungs müssen mutiger sein als gegen Ofenerdiek. Die Erwartungshaltung war da extrem, deshalb waren einige Spieler auch zu ängstlich. Aber das ist falsch“, sagt der Coach.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+