Kreisliga A: Sudweyhe wieder Dritter TuS Varrel wohl gerettet

Landkreis Diepholz. Mit einem 2:0 (0:0) im Lokalderby gegen den TuS Sudweyhe II hat der TSV Weyhe-Lahausen in der Fußball-Kreisliga A den dritten Platz zurückerobert, der nach Lage der Dinge zugleich auch ein Aufstiegsplatz wäre. Spitzenreiter TuS Syke II hatte beim SV Dickel mit 3:4 (2:2) das Nachsehen, liegt aber immer noch souverän in Front. TuS Varrel sollte nach dem wertvollen 1:0 (1:0) beim SV Lembruch endgültig den sicheren Hafen erreicht haben.
16.05.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Henning Reinke

Landkreis Diepholz. Mit einem 2:0 (0:0) im Lokalderby gegen den TuS Sudweyhe II hat der TSV Weyhe-Lahausen in der Fußball-Kreisliga A den dritten Platz zurückerobert, der nach Lage der Dinge zugleich auch ein Aufstiegsplatz wäre. Spitzenreiter TuS Syke II hatte beim SV Dickel mit 3:4 (2:2) das Nachsehen, liegt aber immer noch souverän in Front. TuS Varrel sollte nach dem wertvollen 1:0 (1:0) beim SV Lembruch endgültig den sicheren Hafen erreicht haben.

TSV Weyhe-Lahausen - TuS Sudweyhe II 2:0 (0:0). Ohne den verletzten Spielertrainer Tim Arnebold taten sich die Platzherren in einem an Höhepunkten armen Lokalderby sehr schwer. Immerhin waren es die Lahauser, die im ersten Spielabschnitt bei einem Lattenkopfball von Dominik Jacobi die einzige nennenswerte Torchance hatten. Die Gäste blieben auch nach dem Wechsel auf Augenhöhe, obwohl Trainer Herbert Plate mit Jan Stünkel, Sebastian Mömkes, Florian Bohl und Frank Dietrich wichtige Aktivposten ersetzen musste.

Bei der Lahauser Führung durch Sascha Erdmann (67.) gab es Diskussionsbedarf. "Ein klares Abseitstor", befand Plate, "habe ich so nicht gesehen", erklärte Arnebold. Da die Lahauser in der Offensive weiterhin sehr zerfahren agierten, blieb die Partie umkämpft. Erst in der 90. Minute machte Tobias Marquardt den Sack endgültig zu. Auch dieser Treffer hatte Sudweyher Proteste zur Folge. "Unser Spieler Timo Diephaus lag verletzt im Mittelfeld, aber Lahausen spielte dessen ungeachtet weiter, hatte dann sogar zwei Versuche, ehe der Ball im Netz war", ließ Plate wissen. "Wir haben sicherlich nicht bewusst weitergespielt, aber letztlich war das Tor ja auch nicht mehr entscheidend", hielt Arnebold dagegen.

SV Lembruch - TuS Varrel 0:1 (0:1). Es war der von Trainer Kai Huntemann herbeigesehnte große Befreiungsschlag im nun schon langen Kampf um den Klassenerhalt. Das goldene Tor erzielte nach 12 Minuten Sebastian Hübner nach einem Musterpass von Jens Stohwasser. "Im zweiten Spielabschnitt fanden wir dann nicht mehr statt. Es war nur noch eine vielbeinige Abwehrschlacht", erklärte Huntemann. Erst Recht, als Sven Schweneker (79.) die Ampelkarte sah. Allerdings hatten die Varreler bei den wenigen Befreiungsschlägen doch noch eine sehr gute Konterchance, aber Deniz Belin traf nur den Pfosten. "Die Mannschaft hat bis zur Erschöpfung gekämpft, war ein tolles Kollektiv", lobte Huntemann seine nun wohl endgültig geretteten Schützlinge.

SV Dickel - TuS Syke II 4:3 (2:2). Den frühen Rückstand (8.) durch einen Foulelfmeter machten die Syker durch Niels Lange (10.) fast postwendend wett. Das Gleiche wiederholte sich, denn die erneute Dickeler Führung (24.) egalisierte kurz darauf Nic Huntemann (26.). Kurz nach Wiederanpfiff ging der Tabellenführer durch Göksan Vurgun sogar erstmals in Front, musste aber schon fünf Minuten später den Ausgleich hinnehmen. Als Manuel Milkereit (68.) mit einem Querschläger ein unglückliches Eigentor unterlief, waren die Gäste geschlagen. Lange (85.) sah noch Rot wegen einer Tätlichkeit.

SV Heiligenfelde II - TSV Asendorf 1:3 (1:0). Normen Helms (5.) verwandelte einen an ihm selbst verursachten Elfmeter zur frühen Heiligenfelder Führung. "Ich habe acht Spieler für die in der 2. Kreisklasse um den Klassenerhalt kämpfende dritte Garnitur abgegeben und meine Mannschaft mit Akteuren aus der Dritten aufgefüllt. Dafür lief es noch ganz gut", stellte SVH-Coach Frank Köhler fest. Der Vorsprung hielt aber nur bis zur 75. Minute. Constantin Vienenkötter bescherte dem Schlusslicht den Ausgleich und legte dann sogar die Führung nach (82.) Als Patrick Tolle (87.) noch auf 3:1 erhöhte, hatten die Gäste ihren dritten Saisonsieg endgültig in trockenen Tüchern.

Vilsen II - SV Dreye 4:3 (1:2). Die schon zum Abstieg verurteilten Vilser verbuchten ihren zweiten Sieg in Folge, revanchierten sich zugleich für das unglückliche 2:3 im Hinspiel. Nach einer Vilser Ecke kamen die Dreyer zu einem Konter und durch Henning Wrede (25.) auch zur Führung. Nach einem weiten Freistoß von Kai Schiffbach stellte Sebastian Glade (35.) den Gleichstand her. Mit einem für Vadim Till sicherlich nicht unhaltbaren Kopfball brachte Louis Kelkenberg (40.) den Gast erneut in Front. Steffen Lange (60.) glich wieder aus. Durch Artur Brommer (65.) ging Dreye zum dritten Mal in Führung. Dem Ausbau der Führung stand bei einem Schuss von Kelkenberg der Querbalken im Wege. Dann rettete Till gegen Bronner. Als alles für einen Dreyer Erfolg sprach, sorgte Stephan Dahnke (80.) mit einem fulminanten Schuss aus gut 20 Metern für den dritten Gleichstand. Kurz darauf eine kritische Szene im Vilser Strafraum. "Da hätte es auch Elfmeter geben können", meinte Trainer Hartmut

Schmidt, der stattdessen in der Schlussminute noch den Siegtreffer durch einen leicht abgefälschten Schuss von Lionello Brandolino erleben durfte.

TSV Ristedt - SC Ehrenburg 1:0 (1:0). Gegen den als Absteiger feststehenden Gast bekleckerte Ristedt sich wahrlich nicht mit Ruhm. Den Siegtreffer erzielte Timo Huntemann (28.).

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