Bezirksliga TV Jahn hängt am Tabellenende fest

Delmenhorst. Wenig Kampfgeist und mangelnde Leistungsbereitschaft bescherten dem TV Jahn Delmenhorst im Bezirksliga-Heimspiel gegen den SV Eintracht Wiefelstede eine 0:2-Niederlage.
07.04.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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TV Jahn hängt am Tabellenende fest
Von Mareike Meyer

Wenig Kampfgeist und mangelnde Leistungsbereitschaft bescherten dem TV Jahn Delmenhorst im gestrigen Bezirksliga-Heimspiel gegen den SV Eintracht Wiefelstede eine 0:2-Niederlage. Ein Ergebnis, das nach Meinung von Trainer Stefan Blasy auch noch höher hätte ausfallen können.

In der 83. Minute fanden die Spieler des Fußball-Bezirksligisten TV Jahn Delmenhorst das Tor ihres Gegners verwaist vor. Hergen Gerdes, der Keeper von Eintracht Wiefelstede, hatte sich verletzt und musste behandelt werden. Schiedsrichter Lukas Meyer zeigte sich davon wenig beeindruckt und hätte weiterspielen lassen, wenn die Gästebank nicht lautstark protestiert hätte. Man könne schließlich nicht ohne Torwart weiterspielen, sagte Trainer Ralf Brumund irritiert. Jahn-Coach Stefan Blasy hatte dagegen seinen Spaß an der ungewöhnlichen Maßnahme. „Doch, das muss jetzt so gemacht werden, dann haben wir auch mal eine Chance“, rief er Brumund zu.

Was als Scherz gemeint war, war bezeichnend für die gestrige Leistung des TV Jahn, der mit 0:2 (0:0) verlor und kaum Torchancen hatte. Der Tabellenvorletzte Wiefelstede glänzte dagegen mit so vielen Möglichkeiten, dass Trainer Blasy nach dem Spiel erklärte: „Wiefelstede hat verdient gewonnen. Bei den ganzen Chancen hätten sie sogar noch das ein oder andere Tor mehr machen können.“

Riechers rettet mehrmals

Wiefelstede machte von Beginn an Druck, während Jahn versuchte, möglichst wenige Gegentore zu kassieren. Das gefiel Blasy überhaupt nicht. „Ihr guckt nur zu. Was ist los?“, schrie er sein Team schon in der neunten Minute an. Auch nach dem Spiel war der Ärger über die Tatenlosigkeit seiner Mannschaft noch nicht verflogen. „Wiefelstede wollte kämpfen, von der ersten Minute an. Aber einige von meinen Jungs haben den Kampf nicht angenommen“, resümierte Blasy. In der ersten Hälfte hatte vor allen Dingen Jahn-Torwart Thorben Riechers alle behandschuhten Hände voll zu tun. In der 29. Minute gab es einige tumultartige Szenen vor dem Tor der Gastgeber, in deren Verlauf Riechers immer wieder schnell reagieren musste, um seinen Kasten sauber zu halten. Sein Trainer sagte später: „Wenn du 15 Schüsse auf das Tor kriegst und einige davon abwehrst, siehst du natürlich gut aus. Ohne Thorben wären es vielleicht fünf Tore für Wiefelstede mehr gewesen.“

Das 1:0 für Wiefelstede in der 46. Minute konnte Riechers allerdings nicht verhindern. Gleich der erste Angriff nach dem Wiederanpfiff saß. Christoph Oltmanns traf für die Gäste und verlieh der Eintracht damit noch mehr Aufwind. Die Jahn-Spieler wurden zusehend frustrierter und so kam es in der 54. Minute zu einer unschönen Szene, in deren Folge Wiefelstedes Timon Sylvester und die Nummer zehn des TV Jahn, Okan Özcan, Gelb vom Unparteiischen sahen. Abdurrahmann Boydag ließ seinen Frust im Anschluss an seine Auswechslung in der 57. Minute an einem Ballsack aus, gegen den er verärgert trat. Außerdem nahm Blasy Jakob Regner aus dem Spiel. Für die beiden kamen Tarek Sato und Marvin Paul in die Begegnung.

Es folgten zahlreiche gute Chancen für Wiefelstede in der 61., 63., 64. und 67. Minute. In Minute 70 wechselte Blasy erneut aus: Für Okan Özcan kam Frank Palubitzki, eine Wende im Spiel gab es aber nicht mehr. In der 74. Minute fiel nach einer Ecke das 2:0 für Wiefelstede. Torschütze diesmal: Dennis Spiekermann. „Uns hat die Einstellung gefehlt“, schlussfolgerte Stefan Blasy nach 93 Minuten Fußball im Regen, „bei einem solchen Spiel brauche ich 100 Prozent von den Spielern, aber das waren nicht alle bereit zu geben.“ Jetzt ginge es für ihn und die Spieler nur noch darum, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen. Seinen Platz in der Tabelle konnte der TV Jahn beim gestrigen Spiel festigen – leider ist es der letzte. Dabei dürfte es nun wohl bis zum Schluss bleiben.

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