9:4 beim ATSV Habenhausen II / Vergeblich auf Otterstedter Schützenhilfe gehofft

TV Oyten muss in die Relegation

Deutlich mit 9:4 konnte die Tischtennismannschaft des TV Oyten ihr abschließendes Punktspiel in der Bezirksliga Osterholz/Verden/Bremen, das sie beim ATSV Habenhausen II austragen musste, zu ihren Gunsten entscheiden. Zur Meisterschaft und dem damit verbundenen direkten Aufstieg in die Bezirksoberliga sollte dieses Ergebnis jedoch nicht reichen, da der FC Hambergen dank einer besseren Matchbilanz noch an den punktgleichen Oytenern vorbeizog. Das Team um Mannschaftsführer Frank Müller hat nun die Gelegenheit, über den Umweg Relegation den Traum von der Bezirksoberliga doch noch zu verwirklichen.
19.04.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von FlORIAN KASTENS

Deutlich mit 9:4 konnte die Tischtennismannschaft des TV Oyten ihr abschließendes Punktspiel in der Bezirksliga Osterholz/Verden/Bremen, das sie beim ATSV Habenhausen II austragen musste, zu ihren Gunsten entscheiden. Zur Meisterschaft und dem damit verbundenen direkten Aufstieg in die Bezirksoberliga sollte dieses Ergebnis jedoch nicht reichen, da der FC Hambergen dank einer besseren Matchbilanz noch an den punktgleichen Oytenern vorbeizog. Das Team um Mannschaftsführer Frank Müller hat nun die Gelegenheit, über den Umweg Relegation den Traum von der Bezirksoberliga doch noch zu verwirklichen.

Blender·Otterstedt·Oyten. In Habenhausen sah für den TV Oyten zunächst alles ganz gut aus in Sachen Titelgewinn in der Bezirksliga Osterholz/Verden/Bremen. Alle Oytener Doppelpaarungen entschieden im abschließenden Punktrundenspiel ihre Duelle für sich, so dass es mit einem klaren 3:0-Vorsprung in die Einzelrunden ging. Hier bezog zunächst Alexander Semmler gegen Habenhausens Spitzenspieler Lars Kleditsch eine bittere Fünfsatzniederlage, ehe Johannes Wrede und Jan-Nelson Collado durch weitere Siege den Vorsprung der Gäste ausbauten.

Die Gastgeber konnten im Anschluss verkürzen, da sowohl Frank Müller als auch Michael Neuhaus ihren Kontrahenten in vier Sätzen unterlagen. Nach Gero Hockers Dreisatzerfolg gewann auch Johannes Wrede - im Duell der Spitzenspieler behielt er dank einer starken Leistung klar mit 3:0 die Oberhand.

Alexander Semmler musste dann seine zweite Tagesniederlage einstecken. Überraschend hoch mit 0:3 hatte er gegen Ulrich Bergmann das Nachsehen. Für den 9:4-Auswärtssieg sorgten abschließend Frank Müller (3:0) und Jan-Nelson Collado (3:2). "Letztendlich war der Druck eines hohen Pflichtsieges für uns wohl doch zu hoch. An der zahlreichen Unterstützung unseren tollen Fans hat es zumindest nicht gemangelt", zeigte sich Mannschaftsführer Frank Müller natürlich ziemlich enttäuscht ob des verpassten direkten Aufstiegs.

"Spannung hoch halten"

Müller richtete den Blick jedoch direkt nach vorne:"Jetzt gilt es in den nächsten Wochen, die Spannung hoch zu halten und die Kräfte neu zu bündeln, damit es im zweiten Anlauf klappt." Die Chancen in der voraussichtlich Mitte Mai stattfindenden Aufstiegsrelegation stuft Müller realistisch als "durchaus machbar" ein. Mögliche Gegner des TV Oyten wären der Geestemünder TV II (Bezirksliga Cuxhaven/Bremen), der TuS Harsefeld (Bezirksliga Rotenburg/Stade) und der aktuelle Bezirksoberligist TuS Zeven.

Schützenhilfe hatte sich der TV Oyten vom TSV Otterstedt erhofft, doch der Nachbarverein hatte gegen den FC Hambergen nicht den Hauch einer Chance und mit 1:9 das Nachsehen. Quasi am grünen Tisch wurde das Ergebnis nachträglich gar noch mit 9:0 für den Bezirksligameister gewertet, da die Gäste mit einer unzulässigen Doppelaufstellung angetreten waren.

Aber auch in sportlicher Hinsicht gab es nichts zu holen für den TSV Otterstedt. Bereits nach den Doppeln lag der Favorit mit 3:0 in Front, gab dabei keinen Satz ab. Die ersten Otterstedter Satzgewinne konnten in ihren Einzeln Christian Schlüter und Valentin Thoden verbuchen, die jeweils mit 1:3 unterlagen. Den Otterstedter Ehrenpunkt landete aus sportlicher Sicht Mannschaftsführer Michael Köster. Er gewann dank einer guten Leistung in fünf umkämpften Sätzen gegen Tobias Thomas. Nach zwei weiteren klaren Erfolgen für den FC Hambergen stand im letzten Einzel auch Christian Schlüter gegen Hambergens Spitzenspieler Timo Spiewack (Saisonbilanz 35:1) auf verlorenem Posten, so dass der FC Hambergen in eigener Halle den Aufstieg in die Bezirksoberliga feiern konnte.

Mit einer 0:9-Niederlage im Gepäck kehrte schließlich auch die zweite Tischtennismannschaft des TSV Blender von ihrem Auswärtsspiel in der Herrenbezirksliga Osterholz/Verden/Bremen bei der SG Aumund-Vegesack zurück.

Lediglich die Blenderaner Doppelpaarung Karsten Blume/Martin Sandmann schnupperte am Punktgewinn. Letztendlich verloren sie äußerst knapp in fünf umkämpften Sätzen, vergaben dabei im Entscheidungssatz sogar drei Matchbälle. In den Einzeln konnten lediglich Karsten Blume und Felix Klüver bei ihren Viersatzniederlagen Satzgewinne für ihr Team einstreichen, so dass der 9:0-Sieg für die Gastgeber schnell fest stand.

Der TSV Blender II schließt die Spielzeit damit ohne Saisonsieg und nur drei Unentschieden auf dem letzten Tabellenplatz ab. "Auch im letzten Spiel gab es für uns absolut nichts zu holen", berichtet Mannschaftsführer Martin Sandmann. Er blickt zurück auf eine von vielen Personalproblemen geprägte Spielzeit: "Wir wussten von vornherein, dass uns eine schwere Saison bevorstehen würde. Dass wir letztlich nur drei Punkte einfahren, damit hatte ich jedoch nicht gerechnet. Ziel war es, um Platz sieben mitzuspielen, was infolge unserer unglaublichen Personalsorgen nie zu realisieren war."

Der TSV Blender II setzte im Saisonverlauf gleich 16 verschiedene Akteure ein und kam auf 25 unterschiedliche Doppelvarianten, für die Bezirksliga eine fast unglaubliche Zahl. Als positiven Aspekt hob Sandmann hervor, dass im oberen Paarkreuz einige ordentliche Ergebnisse erzielt wurden.

Nach dem Abstieg wird das Team in der kommenden Saison in der 1. Bezirksklasse Osterholz/Verden an den Start gehen. An der personellen Besetzung der Mannschaft wird aktuell noch gearbeitet, hieß es beim TSV Blender.

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