Weibliche Handball A-Jugend DM TV Oyten vergibt zu viele Siebener

Oyten. Aus der Traum! Die weibliche Handball-A-Jugend des TV Oyten erkämpfte sich am Sonnabend in Bad Wildungen zwar ein 26:26-Unentschieden, doch dieses Ergebnis reichte nicht aus für den Einzug ins Final Four. Die Nordhessinnen hatten sich im Hinspiel mit 29:28 durchgesetzt.
07.06.2010, 10:02
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Von Michael Schön

Oyten. Aus der Traum! Die weibliche Handball-A-Jugend des TV Oyten erkämpfte sich am Sonnabend in Bad Wildungen zwar ein 26:26-Unentschieden, doch dieses Ergebnis reichte nicht aus für den Einzug ins Final Four. Die Nordhessinnen hatten sich im Hinspiel mit 29:28 durchgesetzt. Da bei Punkte- und Tordifferenz-Gleichstand nach dem sogenannten Europapokal-Modus die Zahl der erzielten Auswärtstreffer entschieden hätte, fehlten den Gästen aus dem Kreis Verden also zwei Treffer zum Weiterkommen.

Während sich für den Schweizer Trainer des Leistungszentrums in der Badestadt, Markus Berchten, 'ein Traum' erfüllte - das Final Four wird am 19./20. Juni in Bad Wildungen ausgetragen, trauerte der Oytener Trainer Sebastian Kohls der zweifellos groß gewesenen Chance nach, den Erfolg vom vergangenen Jahr noch zu toppen. 2009 war Oyten im DM-Viertelfinale knapp an der HSG Mörfelden/Walldorf gescheitert, und diesmal war Oyten noch näher dran am Weiterkommen.

Im zweiten Durchgang steigerte sich die Abwehr des Norddeutschen Meisters, sodass das Spiel nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Vorsprung Bad Wildungens (12:7) komplett gedreht wurde. Doch in der Endphase fehlte den gut eingestellten und phasenweise sehr diszipliniert spielenden Oytenerinnen die Fortune. Nicht ganz unwesentlich für den Verlauf der zweiten Hälfte war sicherlich auch die Rote Karte, die die in der 2. Frauen-Bundesliga bewährte Leistungsträgerin Jana Kokot kassierte, als sie einen Gegenstoß auf nicht regelgerechte Weise unterband. Bei Oyten war man mit dieser Entscheidung insofern nicht ganz einverstanden, als zuvor auch Denise Engelke in den Wurfarm gegriffen worden war, ohne dass dies mit der nötigen Konsequenz geahndet worden wäre.

Zur Pause hatte Oyten 12:14 zurückgelegen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Bremer Abonnementsmeister - Parallele zum Hinspiel - unter anderem drei Siebenmeter verworfen. Insgesamt waren es sechs (von 15), dazu die drei aus dem Hinspiel - alles in allem eine zu geringe Ausbeute gegen die allerdings sehr starke Torfrau Vanessa Maier. Hier und auch in dem wenig gewinnbringenden Überzahlspiel sah Kohls den wesentlichen Grund dafür, dass Bad Wildungen den Vergleich zweier ansonsten völlig ebenbürtiger Mannschaften knapp für sich entschied.

Oyten hatte mit einer 5:1-Deckung begonnen und darüber hinaus auch versucht, den Aktionsradius der Rückraumlinken Xenia Smits (elf Tore im Hinspiel) einzudämmen. Das gelang nicht völlig, sodass die 16-jährige Shooterin schließlich in Kurzdeckung genommen wurde. Letztlich entstanden so aber größere Spielräume für die Mitspielerinnen, besonders für Kreisläuferin Laura Ussia (sechs Tore).

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